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Materialismus vs Spiritualismus

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    #76
    http://www.youtube.com/watch?v=5hc37Zf1oyU

    hier ist der nächste evolutionsschritt

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      #77
      Sekedow postete
      Mh naja, wie hat Darwin denn die Evolution nachgewiesen? Mithilfe einer Vogelart auf den Galapagos-Inseln, die innerhalb einer Generation ihren Phänotyp verändert hat. Der komplette Wald der Insel wurde zerstört und es konnten nur noch die Vögel überleben, die einen spezielle geformten Schnabel hatten, um die restlichen Samen aus dem Boden zu picken. Aber wahrscheinlich habe ich jetzt den falschen Ausdruck benutzt. Die korrekte Verwendung von Rasse, Spezies, Art usw. habe ich schon lange wieder vergessen.

      http://images.derstandard.at/t/12/2009/08/18/1250023175678.jpg

      Wieso meinst du haben genetisch bedingte Krankheiten (eigentlich meine ich auch "Schwächen") nicht smit der Evolution zu tun?
      Du hast recht, aber die Finkenarten auf Galapagos sind eben eine der von mir angesprochenen Ausnahmen, da diese Arten zum teil nur auf einer einzigen Insel existieren, bilden sie auch nur eine Population.

      Solange Krankheiten nicht so dominant sind, dass sie eine Spezies auslöschen können spielen sie aus evolutionärer sicht keine größere Rolle. Und wenn diese Krankheiten erst nach der Fortpflanzungsphase auftreten ist es der Evolution sowieso egal.

      Und warum ich Begriffe wie stark und schwach aus der Evolution heraushalten möchte? Weil sie schnell zu fehlinterpretationen der Evolutionstheorie von Darwin führen können. "Survival of the Fittest" ;)

      *edit* Zum Thema "bessere Anpassung". Die Evolution bedeutet nicht das eine "bessere" Anpassung stattfindet, sondern jediglich das eine Anpassung stattfindet.

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        #78
        DirtyP2002 postete
        Genialer thread.

        Die Selbstverwirklichung ist wirklich das oberste Ziel. Das Ding ist nur, wie kann ich die erreichen? Man ist immer darauf aus mehr Geld zu verdienen oder die Grundlage dafür zu schaffen durch Schule, Studium etc. Ich werde dieses Jahr 25 und habe bisher mein komplettes Leben in die Ausbildung gesteckt. 13 Jahre bis zum Abi, 2 Jahre Ausbildung, 3 Jahre Studium. Klingt auf den ersten Blick echt gut, oder? Also keine Lücke im Lebenslauf, immer das angefangene abgeschlossen und das alles in Bestzeit, da ich nie wiederholen musste, meine Ausbildung verkürzte und um den Zivi herumgekommen bin. Aber ich habe darauf echt keinen Bock mehr.

        Ich will endlich mal etwas machen, was in irgendeiner Form dagegen angeht. Ich hätte bspw. große Lust endlich mein Buch zu vollenden (schreibe schon ne Weile dran - nur aus Spaß und keine Fachliteratur) aber dafür brauche ich mindestens sechs Monate Zeit. Also 6 Monate in denen ich quasi jeden Tag schreiben kann. Meine Eltern sehen das konservativ und wären nicht so sehr begeistert mich ein halbes Jahr zu Hause zu haben, ohne dass ich was für meine "Karriere" mache. Ebenso meine Freundin. Das Ende vom Lied ist, ich verzichte auf dieses kleine Stück der Selbstverwirklichung und versuche mein Studium in der Regelstudienzeit zu beenden, damit ich schnell möglichst viel Geld verdienen kann.

        Meine Eltern verdienen gutes Geld, es ist nicht so, dass ich unbedingt instant die Kohle ranschaffen muss. Die Umwelt (Familie, Freunde + Freundin etc.) will es aber so. Wenn ich denen erzähle, ich mach ein halbes Jahr Pause für nen Hobby, würden die durchdrehen. Auch wenn ich mit meinem Lebenslauf gut in der Zeit liege. Mit 25 Abi, Ausbildung uind Studium beendet zu haben ist ja nun wirklich kein Standard. Trotzdem hab ich "keine Zeit" 6 Monate zu pausieren.

        Kann sein, dass ich n bissel vom Thema weg bin.
        Zunächst mal Respekt dafür, mit 25 Abitur, Ausbildung und Studium abgeschlossen zu haben. So wie du das schilderst, komme ich aber nicht umhin, deine Eltern ein wenig zu kritisieren. Gerade weil du bisher alles so diszipliniert gemacht hast und gerade wenn etwas Geld in der Familie ist, wäre es schön, wenn du die Gelegenheit erhalten würdest, mal ein halbes Jahr was komplett anderes zu machen. Sprich doch nochmal mit deinen Eltern - diese Zeit kommt nie wieder. In anderen Ländern scheint das übrigens komplett üblich zu sein. Ich hab ne Reihe schwedischer Freunde und Bekannte, die zwischen Schulabschluss und Studienbeginn oder zwischendrin einfach mal 1,5 bis 2 Jahre auf Kosten (und mit Ermutigung!) ihrer Eltern ne Auszeit nehmen. Natürlich nicht in dem Sinn, dass sie 2 Jahre lang ausschlafen und nur feiern gehen, sondern z.B. Sprachen lernen, Herumreisen etc.

        In der Hinsicht bin ich total neidisch auf unsere Elterngeneration. Die ist zwar nicht in demselben Wohlstand aufgewachsen wie unsere Generation, hatte aber viel mehr Freiheiten - einfach, weil sie noch den Mut hatte, sie sich zu nehmen (und weil das Wohlstandsversprechen der alten Bundesrepublik, dass jeder mit ner vernünftigen Ausbildung nen vernünftigen Job bekommt, noch gegolten hat). Wenn ich mir anschau, was meine Eltern alles für geile Sachen gemacht haben (obwohl nicht viel Geld da war), bis sie in ihren jetzigen Jobs gelandet sind, bin ich einfach nur neidisch. Wir dagegen haben todeslangweilige und geleckt-gegelte, geradlinige Lebensläufe ohne Lücken, die sich nur durch die Note hinterm Komma und den Firmennamen beim Sommerpraktikum unterscheiden.

        Unsere Generation steckt insofern in einem Wohlstandsdilemma. Der Wohlstand, in dem wir aufgewachsen sind (Gesamtbetrachtung, bitte kommt jetzt nicht mit Einzelbeispielen), ist im historischen Vergleich beispiellos. Gleichzeitig stehen wir unter enormem Druck, denn seit unserer Kindheit ist nur von Krise, Krise, Krise die Rede und jedem von uns wird eingehämmert, dass unsere Arbeitskraft im globalen Wettbewerb mit jungen Indern und Chinesen steht. Die Welt steht uns offen, aber wir können uns nicht dagegen entscheiden.

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          #79
          IloveUuuw postete
          Monuschaaf postete
          IloveUuuw postete
          Der Vorgang der Evolution lässt sich natürlich nicht aussetzen... hab ich auch nie behauptet. Nur führt sie nicht mehr zu einer besseren Anpassung, das ist zumindest die These.
          Das Problem bei dieser Aussage ist der Begriff "bessere Anpassung". Selbstverständlich geht die Evolution weiter, selbstverständlich führt sie zu "besserer" Anpassung - die Frage ist, was du unter besserer Anpassung verstehst. Und das liegt eben an der von dir beschriebenen Umwelt. Wenn die Umweltbedingungen dergestalt aussehen, dass ich nur möglichst viele Kopftuchmädchen (Sarrazin) in die Welt setzen muss, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, dann mache ich das [Dass das jetzt kein gelungenes Beispiel für biologisch-physiologische Evolution ist, ist mir klar]. Und wenn die moderne Lebens- und Arbeitswelt es nicht mehr erfordert, dass ich körperlich fit genug bin, um das Mammut zu erlegen, dann geht es halt auch in dieser Hinsicher bergab
          Die Evolution führt zumindest nichtmehr zu einer Verbesserung unserer Spezies. Es geht doch nur darum: Wer gibt in unserer Gesellschaft seine Gene weiter? Sind das wirklich die psychisch und physisch gesunden? Und tun sie das auch in einem biologisch sinnvollen Alter?
          Das ist ja genau mein Punkt: Durch die heutigen Lebensumstände haben sich die Bedingungen verschoben. Es überleben nicht mehr nur die physisch/psychisch Gesunden, sondern wir schleppen jeden mit. Das kann man jetzt bedauern oder als naturrechtswidrig betrachten, oder als großartige Kulturerrungenschaft (Stichwort Mitmenschlichkeit), die allerdings langfristig, da gebe ich dir recht, extrem nachteilige Konsequenzen nach sich zieht, nämlich den Niedergang der Menschheit. Aber dann sind wir ja wieder beim Lieblingstopos aller Pessimisten: Es kann nur schlechter werden :)

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            #80
            hab hier leider nicht alles gelesen, aber da das thema hier schon irgendwann mal aufgekommen ist, kann ich mir vorstellen, was für antworten mich noch auf s. 3 und 4 erwarten..


            die evolution im klassischen sinne wurde abgelöst, seit das recht des stärkeren nicht mehr gilt. und das ist schon recht lang so. daraus ergeben sich unzulänglichkeiten in userer spezies: kurzsichtigkeit, allergien, fehler im organismus. auch ein völlig gesund wirkender mensch wird viele fehler in seiner genetik aufweisen.

            daraus resultiert, dass wir uns quasi selbst zerstören. wir produzieren zu viele fehler.

            daraus resultiert ein problem (soviel zum thema: wir haben keine probleme mehr) und zwar die erhaltung unserer spezies unter zuhilfenahme von werkzeug. brillen für kurzsichtige, pillen für allergiker, transplantationen für organfehler - und wir sind noch lange nicht am ende angekommen (präparate, die die genetik verändern können etc. pp.).


            es ist etwas engstirnig zu sagen die menschheit hätte kein ziel mehr. dabei geht es schon seit über 3000 jahren nur darum das bestehende zu verbessern.

            auf die einzelperson bezogen, komme ich zu einem ähnlichen ergebnis. wir wollen unseren nachkommen doch die bestmöglichste basis bieten, um ihr leben noch freier und besser gestalten zu können, als wir selbst. also verbesserung.

            alles weitere (autos, muskeln, etc.) gehört zur kultur und sollte gar nicht teil dieser diskussion sein.

            Kommentar


              #81
              geiler thread! mehr davon :)

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                #82
                new world order postete
                die evolution im klassischen sinne wurde abgelöst, seit das recht des stärkeren nicht mehr gilt. und das ist schon recht lang so.
                *piep* *piep* *piep* http://www.nazometer.in/ *piep* *piep* *piep*

                obwohl ich diese diskussion ungern jetzt schon zerstören möchte.

                Kommentar


                  #83
                  IloveUuuw postete
                  ANONYMOUS postete
                  wenn du in die wüste gehen willst, dann tu es
                  Tja, dafür liebe ich die Orgie zu sehr. Auch wenn so ein Jahr in der Wüste vielleicht mal ganz heilsam wäre.
                  Tief in der Wüste entdeckt man am ehesten, was ein Mensch ist.
                  - Antoine de Saint-Exupery

                  ANONYMOUS postete
                  Die wirklichkeit wird von der wissenschaft offen gelegt und die wissenschaft sagt uns: wir sind (leider "nur") molekulare Maschinen
                  Ich habe mich lange und tiefgründig mit diesem Thema beschäftigt, die Wissenschaft steht immer noch vor einem letzten Problem, das es zu bewältigen gilt..
                  und welches problem meinst du damit?

                  Kommentar


                    #84
                    Der Thread regt wiedermal zum NACHdenken an.

                    1tens
                    Gehöre auch zu den Leuten, die glauben das Leben ist Sinnlos.
                    Denn was für Ziele im Leben verfolgen wir denn alle im ALLGEMEINEN?
                    Erhalten unserer Spezies(und selbst das ist Schwachsinn)!
                    Oder was hinterlässt jemand ohne Kinder...?
                    Erfindungen, Forschung, Texte etc. ermöglichen doch auch wieder nur ein besseres leben und bla, also wo soll das hinführen?

                    Was ist das Ziel im Endeffekt?

                    Wir Leben um dem Leben einen Sinn zu geben?
                    Wir leben um das Leben mit Leben zu füllen -.- ...
                    Die Erklärungen klingen zu sehr dahergeschwafelt!

                    Ich mach halt das beste draus versuche jede Gelegenheit mitzunehmen und lasse mir nicht zu sehr von anderen reinreden, aber nen wirklichen Sinn sehe ich nicht.

                    2tens:
                    Wie würde denn evolutionstechnisch ein vorrangeschrittener Mensch eurer Meinung nach heute aussehen?
                    Es vererben sich doch nicht nur die "schlechten Gene", bzw. manche Eigenschaften werden (wie z.b.Intelligenz) überhaupt nicht genetisch vererbt.

                    Wirklich Genverfall oder eher warten bis das richtige Genmaterial aufeinandertrifft oder auf den richtigen Zufall für die nächste Evolutionsstufe(provokant gemeint).

                    Entschuldigt für meine sprunghaften Gedankengänge, hoffe ihr könnt mir ein paar Antworten geben ;))

                    PS: Leben nach dem Tot ist auch eines meiner Lieblingsthemen.

                    Kommentar


                      #85
                      Sensei postete
                      Der Thread regt wiedermal zum NACHdenken an.

                      1tens
                      Gehöre auch zu den Leuten, die glauben das Leben ist Sinnlos.
                      Denn was für Ziele im Leben verfolgen wir denn alle im ALLGEMEINEN?
                      Erhalten unserer Spezies(und selbst das ist Schwachsinn)!
                      Oder was hinterlässt jemand ohne Kinder...?
                      Erfindungen, Forschung, Texte etc. ermöglichen doch auch wieder nur ein besseres leben und bla, also wo soll das hinführen?

                      Was ist das Ziel im Endeffekt?

                      Wir Leben um dem Leben einen Sinn zu geben?
                      Wir leben um das Leben mit Leben zu füllen -.- ...
                      Die Erklärungen klingen zu sehr dahergeschwafelt!

                      Ich mach halt das beste draus versuche jede Gelegenheit mitzunehmen und lasse mir nicht zu sehr von anderen reinreden, aber nen wirklichen Sinn sehe ich nicht.

                      2tens:
                      Wie würde denn evolutionstechnisch ein vorrangeschrittener Mensch eurer Meinung nach heute aussehen?
                      Es vererben sich doch nicht nur die "schlechten Gene", bzw. manche Eigenschaften werden (wie z.b.Intelligenz) überhaupt nicht genetisch vererbt.

                      Wirklich Genverfall oder eher warten bis das richtige Genmaterial aufeinandertrifft oder auf den richtigen Zufall für die nächste Evolutionsstufe(provokant gemeint).

                      Entschuldigt für meine sprunghaften Gedankengänge, hoffe ihr könnt mir ein paar Antworten geben ;))

                      PS: Leben nach dem Tot ist auch eines meiner Lieblingsthemen.

                      ich verfolge mein leben nach dem gleichen schema.

                      mach weiter so, dann wirst du deinen weg schon gehen.

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                        #86
                        ANONYMOUS postete
                        IloveUuuw postete
                        ANONYMOUS postete
                        wenn du in die wüste gehen willst, dann tu es
                        Tja, dafür liebe ich die Orgie zu sehr. Auch wenn so ein Jahr in der Wüste vielleicht mal ganz heilsam wäre.
                        Tief in der Wüste entdeckt man am ehesten, was ein Mensch ist.
                        - Antoine de Saint-Exupery

                        ANONYMOUS postete
                        Die wirklichkeit wird von der wissenschaft offen gelegt und die wissenschaft sagt uns: wir sind (leider "nur") molekulare Maschinen
                        Ich habe mich lange und tiefgründig mit diesem Thema beschäftigt, die Wissenschaft steht immer noch vor einem letzten Problem, das es zu bewältigen gilt..
                        und welches problem meinst du damit?
                        würde mich auch interessieren

                        Kommentar


                          #87
                          http://en.wikipedia.org/wiki/Qualia

                          Kommentar


                            #88
                            Sensei postete

                            2tens:
                            Wie würde denn evolutionstechnisch ein vorrangeschrittener Mensch eurer Meinung nach heute aussehen?
                            Es vererben sich doch nicht nur die "schlechten Gene", bzw. manche Eigenschaften werden (wie z.b.Intelligenz) überhaupt nicht genetisch vererbt.
                            Vielleicht ist Intelligenz nicht einfach nur ein Faktor, den man an einem Gen machen kann, sondern das Zusammenspiel diverser Faktoren (zB auch Erziehung).
                            Auf jeden Fall haben intelligente Eltern auch eine höhere Chance auf intelligente Kinder.

                            Kommentar


                              #89
                              das problem dabei liegt sicherlich in den (Natur-)Wissenschaften selber. Die Wissenschaften wollen doch gar nicht die qualia erforschen, sondern die Gesetze unserer Welt, um diese dann manipulieren zu können. Letztlich geht es doch um macht.

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                                #90
                                IloveUuuw postete
                                http://en.wikipedia.org/wiki/Qualia

                                Auch wenn die Wissenschaft bis jetzt noch keine Erklärung dafür gefunden hat, ist es absolut annehmbar und absolut glaubhaft, dass es früher oder später eine wissenschaftliche Erklärung dafür geben wird.

                                Indem man es "unergründlich", "subjektiv" oder meinetwegen "Qualia" nennt, hat man jedenfalls keinen Beitrag dazu geleistet, es zu erklären.

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