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    #61
    Der Vorgang der Evolution lässt sich natürlich nicht aussetzen... hab ich auch nie behauptet. Nur führt sie nicht mehr zu einer besseren Anpassung, das ist zumindest die These.

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      #62
      Arvedui postete
      Die Vermutung die Evolution sei beim Menschen außer Kraft gesetzt, liest man auf readmore ja komischerweise öfters. Mich würde interessieren woran man das feststellen kann? Die biologische Evolution des modernen Menschen (Homo sapiens) können wir nicht beobachten, da wir garnicht über die Zeiträume verfügen in denen sich Evolutionsschritte im Normalfall, wenn man z.b. von Sachen wie dem Flaschenhalseffekt absieht, abspielen. Die wahrscheinlich (schon mehrere 10.000 Jahre) treibende Kraft ist die kulturelle Evolution.
      Wie diese Evolution zu bewerten ist, ist sicher eine ganz andere Frage.

      Die Begriffe "stark" und "schwach" haben auch nur bedingt etwas in der Evolution zu suchen. Es geht um die biologische Angepasstheit.
      Man kann sie vielleicht nicht aktuell beobachten, aber man kann sie doch vorhersagen. Zudem ist die Evolution nicht linear, eine Spezies kann sich in einer Generation stark verändern, je nach Umweltbedingungen.
      Bin weiterhin der Meinung, dass die Menscheit gerade dabei ist ihr Erbmaterial stark zu versauen.

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        #63
        IloveUuuw postete
        Der Vorgang der Evolution lässt sich natürlich nicht aussetzen... hab ich auch nie behauptet. Nur führt sie nicht mehr zu einer besseren Anpassung, das ist zumindest die These.
        Was die Gesamtheit der Menschen betrifft nicht. Aber ein gewisser Teil der Menschen gibt doch auch für uns (!!!) positive Eigenschaften, wie bspw. höhere Intelligenz an seine Nachkommen weiter. Das müsste doch dazu führen, dass diese Nachkommen dann Intelligenter und somit besser an die Umstände des Lebens angepasst sind.

        Oder täusch ich mich da?

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          #64
          Genialer thread.

          Die Selbstverwirklichung ist wirklich das oberste Ziel. Das Ding ist nur, wie kann ich die erreichen? Man ist immer darauf aus mehr Geld zu verdienen oder die Grundlage dafür zu schaffen durch Schule, Studium etc. Ich werde dieses Jahr 25 und habe bisher mein komplettes Leben in die Ausbildung gesteckt. 13 Jahre bis zum Abi, 2 Jahre Ausbildung, 3 Jahre Studium. Klingt auf den ersten Blick echt gut, oder? Also keine Lücke im Lebenslauf, immer das angefangene abgeschlossen und das alles in Bestzeit, da ich nie wiederholen musste, meine Ausbildung verkürzte und um den Zivi herumgekommen bin. Aber ich habe darauf echt keinen Bock mehr.

          Ich will endlich mal etwas machen, was in irgendeiner Form dagegen angeht. Ich hätte bspw. große Lust endlich mein Buch zu vollenden (schreibe schon ne Weile dran - nur aus Spaß und keine Fachliteratur) aber dafür brauche ich mindestens sechs Monate Zeit. Also 6 Monate in denen ich quasi jeden Tag schreiben kann. Meine Eltern sehen das konservativ und wären nicht so sehr begeistert mich ein halbes Jahr zu Hause zu haben, ohne dass ich was für meine "Karriere" mache. Ebenso meine Freundin. Das Ende vom Lied ist, ich verzichte auf dieses kleine Stück der Selbstverwirklichung und versuche mein Studium in der Regelstudienzeit zu beenden, damit ich schnell möglichst viel Geld verdienen kann.

          Meine Eltern verdienen gutes Geld, es ist nicht so, dass ich unbedingt instant die Kohle ranschaffen muss. Die Umwelt (Familie, Freunde + Freundin etc.) will es aber so. Wenn ich denen erzähle, ich mach ein halbes Jahr Pause für nen Hobby, würden die durchdrehen. Auch wenn ich mit meinem Lebenslauf gut in der Zeit liege. Mit 25 Abi, Ausbildung uind Studium beendet zu haben ist ja nun wirklich kein Standard. Trotzdem hab ich "keine Zeit" 6 Monate zu pausieren.

          Kann sein, dass ich n bissel vom Thema weg bin.

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            #65
            Sekedow postete
            Man kann sie vielleicht nicht aktuell beobachten, aber man kann sie doch vorhersagen. Zudem ist die Evolution nicht linear, eine Spezies kann sich in einer Generation stark verändern, je nach Umweltbedingungen.
            Bin weiterhin der Meinung, dass die Menscheit gerade dabei ist ihr Erbmaterial stark zu versauen.
            Das sich eine Spezies in einer Generation verändert ist ist unmöglich, es sei denn sie besteht nur aus einer einzigen Population. Was du mit "Erbmaterial versauen" meinst, weiß ich nicht genau, aber ich vermute du meinst die Ausbreitung genetisch bedingter Krankheiten. Das hat aber nichts mit biologischer Evolution zu tun.

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              #66
              Johi postete
              IloveUuuw postete
              Der Vorgang der Evolution lässt sich natürlich nicht aussetzen... hab ich auch nie behauptet. Nur führt sie nicht mehr zu einer besseren Anpassung, das ist zumindest die These.
              Was die Gesamtheit der Menschen betrifft nicht. Aber ein gewisser Teil der Menschen gibt doch auch für uns (!!!) positive Eigenschaften, wie bspw. höhere Intelligenz an seine Nachkommen weiter. Das müsste doch dazu führen, dass diese Nachkommen dann Intelligenter und somit besser an die Umstände des Lebens angepasst sind.

              Oder täusch ich mich da?
              Bis dato scheint es nicht so, als ob Intelligenz ein wichtiger Faktor für "erfolgreiche" Evolution wäre.
              Der Homo Sapiens Sapiens (quasi wir) ist die letzte Unterart der Homo Sapiens, der Rest ist ausgestorben. Unsere Unterart existiert jetzt seit ca. 200.000 Jahren und (meiner Meinung nach) es schaut nicht gut aus. Im Vergleich zu Krokodilen (80Mio Jahre), Ratten oder diversen Einzellern (keine Lust genaue Zahlen heraus zu suchen) sind wir ein evolutionärer Furz.

              Spätestens jetzt sollte man Atheist werden :D

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                #67
                Arvedui postete
                Sekedow postete
                Man kann sie vielleicht nicht aktuell beobachten, aber man kann sie doch vorhersagen. Zudem ist die Evolution nicht linear, eine Spezies kann sich in einer Generation stark verändern, je nach Umweltbedingungen.
                Bin weiterhin der Meinung, dass die Menscheit gerade dabei ist ihr Erbmaterial stark zu versauen.
                Das sich eine Spezies in einer Generation verändert ist ist unmöglich, es sei denn sie besteht nur aus einer einzigen Population. Was du mit "Erbmaterial versauen" meinst, weiß ich nicht genau, aber ich vermute du meinst die Ausbreitung genetisch bedingter Krankheiten. Das hat aber nichts mit biologischer Evolution zu tun.
                Mh naja, wie hat Darwin denn die Evolution nachgewiesen? Mithilfe einer Vogelart auf den Galapagos-Inseln, die innerhalb einer Generation ihren Phänotyp verändert hat. Der komplette Wald der Insel wurde zerstört und es konnten nur noch die Vögel überleben, die einen spezielle geformten Schnabel hatten, um die restlichen Samen aus dem Boden zu picken. Aber wahrscheinlich habe ich jetzt den falschen Ausdruck benutzt. Die korrekte Verwendung von Rasse, Spezies, Art usw. habe ich schon lange wieder vergessen.

                http://images.derstandard.at/t/12/2009/08/18/1250023175678.jpg

                Wieso meinst du haben genetisch bedingte Krankheiten (eigentlich meine ich auch "Schwächen") nicht smit der Evolution zu tun?

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                  #68
                  Sekedow postete
                  Bis dato scheint es nicht so, als ob Intelligenz ein wichtiger Faktor für "erfolgreiche" Evolution wäre.
                  Der Homo Sapiens Sapiens (quasi wir) ist die letzte Unterart der Homo Sapiens, der Rest ist ausgestorben. Unsere Unterart existiert jetzt seit ca. 200.000 Jahren und (meiner Meinung nach) es schaut nicht gut aus.
                  Kennst du das Doomsday Argument?

                  Btw. noch ein paar andere erquickliche Thesen die zum Thema passen:
                  1. Der Homo Sapiens ist garnicht so sapiens. Evolutionär durchgesetzt hat er sich durch seine Brutalität, indem er zum Beispiel den viel friedlicheren Homo neanderthalensis ausgerottet hat. Dafür gibt es allerdings keine Beweise.
                  2. Für die Vererbung von Intelligenz gibt es ein Problem: Es scheint kein Intelligenzgen zu geben.
                  3. Die starke Entwicklung der menschlichen Intelligenz könnte durch eine Mutation in unserer Kiefermuskulatur entstanden sein: Durch eine Mutation war diese plötzlich nicht mehr annähernd so leistungsfähig. Da starke Kiefermuskeln starken Druck auf den Kopf ausüben, wurde das Wachstum des Gehirns stark eingeschränkt. Durch die Mutation hatte der Kopf plötzlich Spielraum und wurde größer. Außerdem führte das auch zu einer Verhaltensänderung: Wer nicht mehr so gut zubeißen kann, muss Konfrontationen eher aus dem Weg gehen - und eine andere Lösung für das Problem finden. Auch dies ist allerdings bis jetzt noch nicht bewiesen worden.

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                    #69
                    Uffie postete
                    mantic postete
                    Schöner Gedankengang und ja ich hab da auch schon öfters drüber nachgedacht. Mir fällt da immer wieder ein Zitat ein, aber leider weiß ich nicht mehr von wem das ist:

                    "Wir kaufen uns Dinge, die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen, von Geld, das wir nicht haben."
                    klingt nach fightclub
                    ist es auch

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                      #70
                      Fight Club thematisiert ja auch genau das was in meinem Ausgangspost steht :)

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                        #71
                        Haha, hört sich geil an. Das der Mensch die anderen Menschenarten(reassen,spezien? kein Plan) ausgerottet haben soll, jhabe ich auch schon gehört.
                        Das mit der Intelligenz kann ich als Psychologe der ab und zu mit IQ Tests zu tun hat nicht glauben ;)

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                          #72
                          Intelligenz hat nichts mit evlotion zu tun. der mensch wird sich nach dem zusammenbruch der öl vorkommen etc. wieder auf das wirklich wichtige konzentrieren.

                          das heisst: die menschheit wird sich wieder vermehrt gedanken um unseren planeten machen. denn wenn dieser weiter so vergewaltigt wird, wie es bislang der fall ist, dann brauchen wir keine evolution mehr...

                          die stärkeren, auf ihren körper achtenden menschen werden sich weiterentwwickeln, und der rest wird sich mit seiner lebensweise selber zu grunde richten.


                          hier wurden bereits einige sehr gute sachen beschrieben, wie zum beispiel das fortpflanzen im hohen alter etc....irgendwann wird es mit sicherheit eine natürliche selektion geben.

                          in zukunft werden sich die " schlauen " menschen nur noch von flüsssigkeiten ernähren, was dazu fürhren wird, dass unser planet nicht mehr in dieser art und weise ausgebeutet wird.

                          ich glaube auch, dass der mensch bald wieder vermehrt mit dem fahrrad unterwegs sein wird, da sich schon sehr bald nur noch eine begrenzte zahl an personen ein auto leisten können.

                          in deutschland ist heute schon jeder 5. ein geringverdiener, dieser personenkreis ist seit 1995 um 180 % gestiegen.


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                            #73
                            IloveUuuw postete
                            Der Vorgang der Evolution lässt sich natürlich nicht aussetzen... hab ich auch nie behauptet. Nur führt sie nicht mehr zu einer besseren Anpassung, das ist zumindest die These.
                            Das Problem bei dieser Aussage ist der Begriff "bessere Anpassung". Selbstverständlich geht die Evolution weiter, selbstverständlich führt sie zu "besserer" Anpassung - die Frage ist, was du unter besserer Anpassung verstehst. Und das liegt eben an der von dir beschriebenen Umwelt. Wenn die Umweltbedingungen dergestalt aussehen, dass ich nur möglichst viele Kopftuchmädchen (Sarrazin) in die Welt setzen muss, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, dann mache ich das [Dass das jetzt kein gelungenes Beispiel für biologisch-physiologische Evolution ist, ist mir klar]. Und wenn die moderne Lebens- und Arbeitswelt es nicht mehr erfordert, dass ich körperlich fit genug bin, um das Mammut zu erlegen, dann geht es halt auch in dieser Hinsicher bergab.

                            Zum Topic im Allgemeinen:

                            Einen gewissen Kulturpessimismus wirst du nicht abstreiten können :) Du sagst, wir würden Dingen hinterherrennen, die wir nicht brauchen. Das stimmt natürlich. Du kannst es aber auch so interpretieren: Die existentiellen Dinge sind vorhanden. Genau das lässt uns Raum, anderen Interessen nachzugehen. Noch nie waren Bedürfnisse so individuell wie heute - und die Befriedigung dieser Bedürfnisse ist nur aufgrund der heutigen Produktionsweise möglich.

                            In die gleiche Richtung geht deine Beobachtung, dass es heute nichts mehr gibt, wofür/wogegen man demonstrieren könnte. Dem würde ich widersprechen. Ich persönlich war zwar erst zwei- oder dreimal "demonstrieren", aber es gibt genug Leute, die in Globalisierung/Irakkrieg/etc. genügend Gründe finden, auf die Straße zu gehen. Der große Unterschied ist nur, dass es kein übergreifendes Thema mehr gibt, das eine gesamte Generation vereint, wie z.B. der Vietnamkrieg für unsere Elterngeneration oder die Umwelt-/Friedensbewegung, die dann in der Gründung der Grünen gemündet ist. Stattdessen erleben wir heute eine Atomisierung der Jugendkultur, deren Facettenreichum selbst mir als Angehörigem dieser Generation (zumindest noch ein bisschen, bin 20) den Überblick raubt. Mein Vater bittet mich aus soziologischem Interesse regelmäßig, ihn auf dem Laufenden zu halten, was es so für verschiedene Jugendkulturen gibt (Punks, Emos, Skaters, Hopper, Straight Edge, ...) und ich versage regelmäßig dabei, weil es einfach zu viele gibt. Früher war man entweder links oder beging als seitengescheiteltes Mitglied der Jungen Union in den Augen der anderen jungen Leute gesellschaftlichen Selbstmord, heute gehört man einer von 1000 Subkulturen an, zumindest solange, bis diese Subkultur abgelöst wurde.

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                              #74
                              lol. die menscheit stirbt aus, so wie es jeder anderen dominanten spezies ergangen ist. die frage ist nur wie und wann. ich persönlich hoffe ja immer noch auf ww3. verdursten gefällt mir nicht so sehr.

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                                #75
                                Monuschaaf postete
                                IloveUuuw postete
                                Der Vorgang der Evolution lässt sich natürlich nicht aussetzen... hab ich auch nie behauptet. Nur führt sie nicht mehr zu einer besseren Anpassung, das ist zumindest die These.
                                Das Problem bei dieser Aussage ist der Begriff "bessere Anpassung". Selbstverständlich geht die Evolution weiter, selbstverständlich führt sie zu "besserer" Anpassung - die Frage ist, was du unter besserer Anpassung verstehst. Und das liegt eben an der von dir beschriebenen Umwelt. Wenn die Umweltbedingungen dergestalt aussehen, dass ich nur möglichst viele Kopftuchmädchen (Sarrazin) in die Welt setzen muss, um meinen Lebensunterhalt zu bestreiten, dann mache ich das [Dass das jetzt kein gelungenes Beispiel für biologisch-physiologische Evolution ist, ist mir klar]. Und wenn die moderne Lebens- und Arbeitswelt es nicht mehr erfordert, dass ich körperlich fit genug bin, um das Mammut zu erlegen, dann geht es halt auch in dieser Hinsicher bergab
                                Die Evolution führt zumindest nichtmehr zu einer Verbesserung unserer Spezies. Es geht doch nur darum: Wer gibt in unserer Gesellschaft seine Gene weiter? Sind das wirklich die psychisch und physisch gesunden? Und tun sie das auch in einem biologisch sinnvollen Alter?

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