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Kann man ein menschliches Bewusstsein simulieren? Schließlich ist das Erleben unseres Bewusstseins subjektiv. Wenn wir uns verbrennen, dann gehen alle möglichen Aktivitäten, die mit diesem Schmerzempfinden verbunden sind, in unserem Gehirn vor. Es gibt aber in der Wissenschaft noch keinerlei Verbindung, nicht einmal Ansatzweise (!), zwischen diesen Neuroprozessen und der Tatsache, dass es sich für uns auf eine bestimmte Art und Weise anfühlt sich zu verbrennen. Das ist das letzte große Rätsel, vor dem die Neurowissenschaften stehen.
Kann man ein menschliches Bewusstsein simulieren? Schließlich ist das Erleben unseres Bewusstseins subjektiv. Wenn wir uns verbrennen, dann gehen alle möglichen Aktivitäten, die mit diesem Schmerzempfinden verbunden sind, in unserem Gehirn vor. Es gibt aber in der Wissenschaft noch keinerlei Verbindung, nicht einmal Ansatzweise (!), zwischen diesen Neuroprozessen und der Tatsache, dass es sich für uns auf eine bestimmte Art und Weise anfühlt sich zu verbrennen. Das ist das letzte große Rätsel, vor dem die Neurowissenschaften stehen.
Ja, das hab ich mir auch gedacht. So nach dem Motto, könnten evtl. die Sims in Sims fühlen? :D
Auf jeden Fall ist dieser Thread sehr interessant und regt auf jeden Fall zum Denken an.
Und btw: Was nützt einem die Wahrheit, wenn am Ende eh alle Menschen gleich enden?
Anonymous hat da schon einen guten Post dazu gemacht...
Ich schmeiße einfach mal folgenden Gefankengang in den Raum:
Wenn es so etwas wie Erleuchtung gibt, dann kann diese nur von innen erfolgen, aus eigenem Geiste heraus. Ich würde dies aber nicht Erleuchtung, sondern schlichtweg gesunden Menschenverstand und ein gewisses Vermögen zur Abstraktion nennen und grade das fehlt vielen. Viele Menschen sind sich ja nicht einmal im Ansatz bewusst, dass sie z.B. von Medien beeinflusst werden können.
Andererseits sehe ich im Tod kein Problem. Aus Erde entstanden, zu Erde zerfallen. Natürlich "wünscht sich der Geist", dass es danach weiter geht, aber nach der Aufführung gibt es keine Zugabe.
#1
Mal ein Post von dir, den ich gut fand :D
Ja, denke uns geht durch die übertriebene Sicherheit viel verloren.
11.September hatte (bei aller Trauer;) auch etwas aufregendes. Das erste Ereignis dieser Größenordnung, welches ich bewusst miterlebt habe. Hab mich sehr lebendig gefühlt an diesem Tag :D
mantic postete
Schöner Gedankengang und ja ich hab da auch schon öfters drüber nachgedacht. Mir fällt da immer wieder ein Zitat ein, aber leider weiß ich nicht mehr von wem das ist:
"Wir kaufen uns Dinge, die wir nicht brauchen, um Leute zu beeindrucken, die wir nicht mögen, von Geld, das wir nicht haben."
Jedoch bin ich der Meinung, dass es unser Untergang sein wird, da wir die Evolution außer Kraft gesetzt haben. Es gibt keine Auslese des Genmaterials mehr, Adaption ist nicht mehr relevant. Die Umwelt verändert uns nicht mehr, wir verändern die Umwelt.
Das Ende der Menschheit wird dann durch irgendeine Seuche oder Geisteskrankheit kommen, welche einer Menscheit, die ums Überleben kämpfen musste, vielleicht nicht ausgerottet hätte.
Sekedow postete
Ich finde das Leben schön so wie es ist.
Jedoch bin ich der Meinung, dass es unser Untergang sein wird, da wir die Evolution außer Kraft gesetzt haben. Es gibt keine Auslese des Genmaterials mehr, Adaption ist nicht mehr relevant. Die Umwelt verändert uns nicht mehr, wir verändern die Umwelt.
Das Ende der Menschheit wird dann durch irgendeine Seuche oder Geisteskrankheit kommen, welche einer Menscheit, die ums Überleben kämpfen musste, vielleicht nicht ausgerottet hätte.
Die Evolution wurde in keinster Weise außer Kraft gesetzt. Man könnte höchstens sagen, dass wie die natürliche Auslese außer Kraft gesetzt haben, da sich nun auch die Schwachen fortpflanzen können / überleben. Die Evolution im Sinne einer positiven Weiterentwicklung findet jedoch bei einer relativ begrenzten Menge an Menschen weiter statt. Ich könnte mir beispielsweise in vielen tausend Jahren ein Szenario vorstellen, in dem es weiterhin den "normalen" Menschen wie wir ihn heute kennen gibt, und eine Art Übermenschen (also die weiterentwickelte Form des heutigen Menschen).
Nebenbei bemerkt ist auch eine Degeneration gewissermaßen eine Evolution.
@TE: Im Prinzip tun wir doch heute immer noch genau das gleiche wie unsere Vorfahren zu allen Zeiten der menschlichen Existenz. Wir befriedigen unsere Triebe. Heute sieht das halt ein bisschen anders aus als vor 5000 Jahren, in Deutschland zumindest. Denn zu essen hat man hier im Normalfall genug. Folgllich braucht man sein Leben nicht mehr der Stillung der Grundbedürfnisse widmen. Also geht man nun dazu über sich mehr auf die anderen Bedürfnisse zu konzentrieren. Dies erfolgt jedoch genau wie das Bedürfnis nach Essen und Wärme nach einem Triebmuster, das sich in uns im Laufe der Evolution entwickelt hat.
Ich sehe also keinen großartigen Unterschied zu früher.
Sekedow postete
Ich finde das Leben schön so wie es ist.
Jedoch bin ich der Meinung, dass es unser Untergang sein wird, da wir die Evolution außer Kraft gesetzt haben. Es gibt keine Auslese des Genmaterials mehr, Adaption ist nicht mehr relevant. Die Umwelt verändert uns nicht mehr, wir verändern die Umwelt.
Das Ende der Menschheit wird dann durch irgendeine Seuche oder Geisteskrankheit kommen, welche einer Menscheit, die ums Überleben kämpfen musste, vielleicht nicht ausgerottet hätte.
Die Evolution wurde in keinster Weise außer Kraft gesetzt. Man könnte höchstens sagen, dass wie die natürliche Auslese außer Kraft gesetzt haben, da sich nun auch die Schwachen fortpflanzen können / überleben. Die Evolution im Sinne einer positiven Weiterentwicklung findet jedoch bei einer relativ begrenzten Menge an Menschen weiter statt. Ich könnte mir beispielsweise in vielen tausend Jahren ein Szenario vorstellen, in dem es weiterhin den "normalen" Menschen wie wir ihn heute kennen gibt, und eine Art Übermenschen (also die weiterentwickelte Form des heutigen Menschen).
Nebenbei bemerkt ist auch eine Degeneration gewissermaßen eine Evolution.
Okay, du hast recht. Natürlich ist die Evolution nicht außer Kraft gesetzt. Für den Menschen aber irgendwie schon. Früher war es "survival of the fittest" (fit mit angepasst übersetzten). Heute ziehen wir aber alles mit durch. Alte Menschen pflanzen sich mehr fort (stark erhöhte Chance auf genetische Krankheiten), geistig/physisch Behinderte (man weiss zum Beispiel, dass Menschen mit dem Down Syndrom rammeln wie die Karnickel) und die Unterschicht.
Früher war das nicht so und es führt definitiv zu einer Verschlechterung des Genmaterials. Ich will das nicht moralisch bewerten, aber ich denke dies wird in ferner Zukunft für erhebliche Probleme sorgen.
Eine Aussage von dir muss ich aber scharf kritisieren. Bitte verstehe die Evolution! Sie besteht aus zufälligen Mutationen, sie verfolgt kein Ziel, oder wird "besser".
ANONYMOUS postete
wenn du in die wüste gehen willst, dann tu es
Tja, dafür liebe ich die Orgie zu sehr. Auch wenn so ein Jahr in der Wüste vielleicht mal ganz heilsam wäre. Tief in der Wüste entdeckt man am ehesten, was ein Mensch ist.
- Antoine de Saint-Exupery
was willst du da entdecken? ich dachte du weisst schon, dass du nur ein bioroboter bist. und überhaupt, ein über sich selbst sinnender bioroboter, ist das nicht ein widerspruch?
Eine Aussage von dir muss ich aber scharf kritisieren. Bitte verstehe die Evolution! Sie besteht aus zufälligen Mutationen, sie verfolgt kein Ziel, oder wird "besser".
Eine Aussage von dir muss ich aber scharf kritisieren. Bitte verstehe die Evolution! Sie besteht aus zufälligen Mutationen, sie verfolgt kein Ziel, oder wird "besser".
hab ich doch auch nicht behauptet o_0.
Sorry, ich dachte deine Idee vom "weiterentwickelten Übermenschen" basiert auf der falschen Annahme, dass der die Evolution "besser" wird.
Die Vermutung die Evolution sei beim Menschen außer Kraft gesetzt, liest man auf readmore ja komischerweise öfters. Mich würde interessieren woran man das feststellen kann? Die biologische Evolution des modernen Menschen (Homo sapiens) können wir nicht beobachten, da wir garnicht über die Zeiträume verfügen in denen sich Evolutionsschritte im Normalfall, wenn man z.b. von Sachen wie dem Flaschenhalseffekt absieht, abspielen. Die wahrscheinlich (schon mehrere 10.000 Jahre) treibende Kraft ist die kulturelle Evolution.
Wie diese Evolution zu bewerten ist, ist sicher eine ganz andere Frage.
Die Begriffe "stark" und "schwach" haben auch nur bedingt etwas in der Evolution zu suchen. Es geht um die biologische Angepasstheit.
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