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Religion vs Moral

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    #16
    wer glaubt, westliche moral sei heute nicht mehr durch das christentum beeinflußt, soll sich nur mal fragen warum er denn kein pferdefleisch isst, oder das essen davon merkwürdig/widerlich/amoralisch findet.

    ..und dann nachgucken, wer der urheber des pferdefleisch verbotes hierzulande ist.

    soviel zur genetischen moral.

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      #17
      Moral wird dir durch deine Eltern vermittelt blah blah blah.
      Gibt da auch so nen Modell von irgendejemanden, Kohlberg glaube ich, fast keiner erreicht wohl die höchste Stufe der Moral.
      Jedem das Seine :O

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        #18
        ne ähnliche Diskussion hatten wir hier schon mal auf rm.
        Ich hatte dazu -> http://www.youtube.com/watch?v=jnXmDaI8IEo&feature=SeriesPlayList&p=D6280 9AD452EDB98
        gepostet, welches alle eure Fragen beantworten sollte.

        edt. kurz gefasst -> Moral ist angeboren (stammt noch aus der Zeit unserer Vorfahren), ist rein Subjektiv und dient im wesentlichen nur als Rechtfertigung für "gutes" Handeln (ist nicht der Grund)

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          #19
          Unser Moralverständnis basiert zum Teil auf Religion und zum größeren Teil auf Erziehung, i wud say

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            #20
            unabhängig... lern es doch mal...

            zum thema: was moralisch ist, ist immer eine frage des standpunktes und daher abhängig von den jeweiligen moralvorstellungen. z.b. katholische kirche: priesterehe = böse, als priester kleine junge ficken = ok.

            andere religionen würden da ganz anders zu stehen

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              #21
              A-lot-like-me postete
              Ich sehe Moral ehr als ein gefühl an was dir sagt "das ist richtig" "das ist falsch" sowas spürt man auch bei dingen mit den man sich noch nie befasst hat. Zumindest kann ich das bei mir sagen.
              Das hängt davon ab, in welchen Bezugsgruppen du aufgewachsen bist und davon abhängig, in welche Normen- und Wertesysteme du hineinsozialisiert wurdest.

              Mal ein Beispiel: Alexander der Große hat mal zwei Stammesführer seines Weltreichs zu sich befehligt, einen aus dem heutigen Afghanistan, einen aus dem heutigen Griechenland. Zu dem Griechen hat er gesagt: "Esst eure Eltern nach deren Tod auf" - der Grieche war völlig empört, sowas macht man doch nicht, ist unanständig, das kann ich meinem Volk nicht vermitteln. Dem Afghanen hat er gesagt: "Vergrabt eure Eltern nach dem Tod unter der Erde". Der Afghane war völlig perplex, wie soll das denn funktionieren, das ist ja frevelhaft, das macht man doch nicht.

              Ein angeborenes Gewissen gibt es imo nicht in der Form, dass man weiß, was richtig und was falsch ist. Angeboren ist nur die Fähigkeit, sinnhaft entscheiden zu können.

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                #22
                Man muss zwischen zwei grundsätzlichen Arten von Moral unterscheiden:

                Einmal die Moral die evolutionär entstanden ist.
                Die Menschheit hat sich nach den Gesetzen der evolutionären Spieltheorie durch Selektion so entwickelt, dass das soziale Zusammenleben in einer Gruppe durch ein rudimentäres moralisches Grundgerüst gewährleistet wird. Die Strategie "Was ist gut für mich und die Gruppe" hat sich gegenüber "Was ist gut für mich" durchgesetzt und ist fest in unseren Genen verankert.

                Und dann noch die kulturell vermittelte Moral, die durch Einflüsse wie soziales Umfeld und persönliche Erfahrungen determiniert wird und die niemals universell aber für unser alltägliches Handeln (leider) die entscheidende ist. Die Religion trumpft hier mit besonderen Pervertierungen der Moral und sollte sich zu dem Thema besser nicht auslassen.

                Letztlich bleibt nurnoch festzustellen, dass hinter der Moral, wie sich im Phineas Gage case zeigt, nichts göttliches steckt sondern nur eine elektrochemische Suppe in bestimmten Arealen unseres Gehirns, die wir hoffentlich bald restlos entschlüsselt und verstanden haben werden.

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                  #23
                  IloveUuuw postete
                  Man muss zwischen zwei grundsätzlichen Arten von Moral unterscheiden:

                  Einmal die Moral die evolutionär entstanden ist.
                  Die Menschheit hat sich nach den Gesetzen der evolutionären Spieltheorie durch Selektion so entwickelt, dass das soziale Zusammenleben in einer Gruppe durch ein rudimentäres moralisches Grundgerüst gewährleistet wird. Die Strategie "Was ist gut für mich und die Gruppe" hat sich gegenüber "Was ist gut für mich" durchgesetzt und ist fest in unseren Genen verankert.

                  Und dann noch die kulturell vermittelte Moral, die durch Einflüsse wie soziales Umfeld und persönliche Erfahrungen determiniert wird und die niemals universell aber für unser alltägliches Handeln (leider) die entscheidende ist. Die Religion trumpft hier mit besonderen Pervertierungen der Moral und sollte sich zu dem Thema besser nicht auslassen.

                  Letztlich bleibt nurnoch festzustellen, dass hinter der Moral, wie sich im Phineas Gage case zeigt, nichts göttliches steckt sondern nur eine elektrochemische Suppe in bestimmten Arealen unseres Gehirns, die wir hoffentlich bald restlos entschlüsselt und verstanden haben werden.

                  Ich würde mal sagen damit ist alles geklärt^^

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                    #24
                    IloveUuuw postete
                    Und dann noch die kulturell vermittelte Moral, die durch Einflüsse wie soziales Umfeld und persönliche Erfahrungen determiniert wird und die niemals universell aber für unser alltägliches Handeln (leider) die entscheidende ist. Die Religion trumpft hier mit besonderen Pervertierungen der Moral und sollte sich zu dem Thema besser nicht auslassen.
                    Ich denke die Religion ist wichtig vorallem für Kinder, da sie ein bestimmtes "Regelwerk" vorgibt, dass in den Grundzügen sinnvoll (für Kinder?) und in vielen Religionen ähnlich ist.

                    Meines Erachtens kommt aber jeder (bzw es wäre schon wenn jeder an diesen Punkt käme) an einen Punkt, an welchem er anfängt diese ihm vorgegebenen "Richtlinien" zu hinterfragen und seine eigenen zu erstellen.

                    z.b. Sinn von (kein) Sex vor der Ehe, nicht einhalten der Fastenzeit, Fleisch von bestimmten Tieren essen etc.

                    Ergo denke ich, dass diese "zweite Art" von Moral definitiv beeinflußt wird durch die Faktoren, die du auch schon genannt hast, aber nicht "determiniert".

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                      #25
                      A-lot-like-me postete
                      http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,677896,00.html

                      Ich behaupte Moral entwickelt sich total unabhängik von Religion z.B die anzahl der wirklichen christen sinkt, sinkt auch die Moral bei den Menschen?
                      Würde einfach sagen das Moral angeboren ist und sich später noch weiter entwickelt.
                      Sowas wie ein Gewissen wird entwickelt im laufe der Kindheit, aber auch das ist angeboren ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Gewissen und Moral sind sehr nah miteinander verbunden. Die tpyen in dem Artikel beschäftigen sich ja nur mit Religion und reden darüber wie Religion mit Moral verbunden ist, vergessen aber, das auch nicht gläubige, die auch nie gläubig waren, und die es auch nicht juckt was Gott will, ein Moral empfinden haben.

                      Wissenschaftler bezweifeln, dass Religion das Gerüst für die Moral bildet. Einige halten den Glauben eher für ein schädliches Nebenprodukt der Evolution.

                      Zu den unsterblichen Gerüchten der menschlichen Geistesgeschichte gehört, dass man Kirche und Religion zumindest für die Moral brauche. Kein Kapitel aus der Gewaltgeschichte des Christentums - von den Kreuzzügen bis zu den aktuellen Missbrauchs-Fällen - konnte daran etwas ändern.

                      Selbst knochentrockene Atheisten und Soziobiologen erklären den Fortbestand des Glaubens mit der Tatsache, dass erst die gemeinsam geteilte Religion eine Kooperation unter den Menschen erzwungen habe, aus der Angst nämlich vor dem allmächtigen und allwissenden Bestrafer dort oben im Himmel, der regelwidriges Verhalten ahndet - und sei es auch erst in einem Leben nach dem Tode. Demnach sei Religion nur deshalb so erfolgreich geworden, weil die von ihr bewirkte Kooperationsbereitschaft sich zu einem adaptiven Selektionsmerkmal entwickelt habe, welches das Überleben von Mensch und Gemeinschaft befördert habe. Kurz: ohne Religion keine Moral.

                      Diese Haltung wird schon länger von verschiedenen Seiten ergänzt und kritisiert. Vor allem der französischstämmige Anthropologe Pascal Boyer vertritt die Ansicht, dass Religion nur ein Nebenprodukt der Evolution sei: Menschen seien eben seit Urzeiten darauf geeicht, hinter jedem Rascheln einen Angreifer zu vermuten. Das habe die Überlebenswahrscheinlichkeit in der Savanne erhöht. Wegen solcher kognitiven Grundeinstellungen neige Homo Sapiens dazu, hinter allen nicht sofort erklärlichen Vorfällen übernatürliche Agenten und Götter zu vermuten statt die simple Kontingenz der Natur.

                      Ähnlich argumentiert der publizistisch führende Atheist Richard Dawkins: Er sagt, dass Kinder im Laufe der Evolution gelernt hätten, dass es prinzipiell hilfreich ist, den nächsten Autoritätspersonen - vulgo: Eltern - zu folgen. Diese Haltung führe dazu, dass sie intuitiv auch an einen Gott zu glauben bereit seien. Anders als die Adaptionstheoretiker behaupten also Boyer und Dawkins, dass Religion nicht unbedingt Kooperation und Moral hervorbringe, sondern eher ein schädliches Nebenprodukt sei.

                      Tatsächlich suchen Forscher schon seit langem nach außerreligiösen Erklärungen für das Entstehen von Moral. Bekannt wurde damit vor allem der niederländische Primatologe Frans de Waal, der mit zahlreichen Studien nachzuweisen versucht hat, dass auch nichtmenschliche Primaten moralische Intuitionen haben. So ließ er etwa Schimpansen dabei zusehen, wie Versuchspersonen vergeblich versuchen, an einen Stock zu gelangen. In den meisten Fällen standen die Tiere auf und brachten den Stock dem Menschen, selbst dann, wenn sie keine Belohnung erhielten.

                      De Waal zieht von solchen Experimenten eine direkte Linie zu den Moralgesetzen der Menschen - und wurde dafür von Philosophen gescholten: Reichen solche ersten, entwicklungsgeschichtlichen Ansätze von Mitgefühl tatsächlich, um moralische Urteile zu erklären, die auf dem Gebrauch eines reflektierenden Verstandes beruhen?

                      An dieser Stelle setzen Überlegungen ein, die von dem finnischen Religionswissenschaftler Ilkka Pyysiäinen und dem Psychologen Marc Hauser von der Havard University soeben im Fachmagazin Trends in Cognitive Science (online) veröffentlicht wurden. Hauser ist ein wichtiger Vertreter der sogenannten experimentellen Moralpsychologie, die belegt hat, dass die meisten Menschen klassische moralische Dilemmata intuitiv anders beurteilen als Fachphilosophen.

                      Ein Beispiel: Ein Zug ist außer Kontrolle geraten und eine Person muss handeln. Fall 1: Die Person steht an einer Weiche und rettet eine Gruppe von fünf Menschen, indem sie den Zug umlenkt, so dass dieser nur einen Menschen umfährt und tötet. Fall 2: Die Person rettet wiederum eine Gruppe von fünf Menschen, diesmal aber, indem sie einen Menschen vor den Zug wirft. Die meisten Befragten hielten nur das Verhalten in Fall 1 für moralisch. Logisch ist das nicht.

                      Die beiden Forscher haben nun eine Handvoll Studien durchforstet, in denen Tausende Menschen mit ähnlich konstruierten Entscheidungssituationen konfrontiert wurden, wo die Religionen keine Standardantworten haben. Dabei zeigten sich kaum Unterschiede in den Ansichten atheistischer und gläubiger Studienteilnehmer. Die Forscher vermuten daher, dass der Mensch mit einer Art moralischer Grammatik geboren wird, vergleichbar dem Sprachinstinkt: Die groben Regeln der moralischen Entscheidungsfindung sind vorgegeben, nur Feinheiten kulturell und religiös geprägt.

                      Das hat nun Konsequenzen für die Debatte in der evolutionären Religionstheorie: "Der Befund unterstützt die Annahme, dass Religion ursprünglich nicht als biologische Adaption für Kooperation entstanden ist, sondern als separates Nebenprodukt von früher existierenden kognitiven Funktionen evolviert ist, die nicht-religiöse Aufgaben hatten", erläutert Pyysiäinen. Allerdings könne "Religion die Kooperation zwischen Gruppen stabilisieren und erleichtern."

                      Das ist ja auch schon etwas.

                      Spoiler: 
                      http://www.sueddeutsche.de/wissen/409/502641/text/

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                        #26
                        ich denke schon das die moral von der religion kommt. ich glaube auch nicht an gott aber denke das die 10 gebote nicht schlecht sein können.

                        und ich denke die meisten haben mal geglaubt genau so wie als kind an den osterhasen oder so.

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                          #27
                          Wieso sollte Moral bitte angeboren sein?

                          Kommentar


                            #28
                            Kevin Russell postete
                            Wieso sollte Moral bitte angeboren sein?
                            http://en.wikipedia.org/wiki/Evolution_of_morality

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                              #29
                              Knut-Ole postete
                              A-lot-like-me postete
                              http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,677896,00.html

                              Ich behaupte Moral entwickelt sich total unabhängik von Religion z.B die anzahl der wirklichen christen sinkt, sinkt auch die Moral bei den Menschen?
                              Würde einfach sagen das Moral angeboren ist und sich später noch weiter entwickelt.
                              Sowas wie ein Gewissen wird entwickelt im laufe der Kindheit, aber auch das ist angeboren ist sogar wissenschaftlich bewiesen. Gewissen und Moral sind sehr nah miteinander verbunden. Die tpyen in dem Artikel beschäftigen sich ja nur mit Religion und reden darüber wie Religion mit Moral verbunden ist, vergessen aber, das auch nicht gläubige, die auch nie gläubig waren, und die es auch nicht juckt was Gott will, ein Moral empfinden haben.
                              was für ein absoluter bullshit - als ob moral angeboren wäre. wer denkt so etwas?
                              außerdem beleidigt deine rechtschreibung und satzstellung meine augen, lass deine texte doch vorher von deiner mutti oder so bitte gegenlesen....
                              Wer das denkt? Schonmal was von S. Freud gehört? Die Unterscheidung zwischen Gut und Böse sei angeboren. Was jedoch gut und böse ist, wird durch unsere Konditionierung bestimmt.

                              Ansonsten sind natürliche Sachen wie "Du darfst nicht töten" NATÜRLICH angeboren; evolutionstechnisch gesehen: Erhaltung der Rasse.

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                                #30
                                Menschen haben immer getötet und werden auch immer töten, um die Erhaltung der Rasse geht es nicht.

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