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    schtrülüschüs postete
    plazmapowle postete
    - Kündigungsschutz lockern oder am besten ganz aufheben
    Das schafft Anreize für Unternehmer, neue Stellen zu schaffen. Je strenger der Kündigungsschutz, desto größer sind die Risiken für die Arbeitgeber, umgekehrt bedeutet eine Lockerung, dass man bei einem wirtschaftlichen Aufschwung viel eher neue Leute einstellt, weil dann bei einer Verschlechterung nicht unnötig lange an sie gebunden ist.
    Ja, aber denk doch mal nicht nur von Arbeitgeber- sondern von Arbeitnehmer- und damit Konsumenten-Seite. Wer nimmt denn das Risiko auf sich, sich für den Bau eines Hauses zu verschulden, wenn er übermorgen entlassen werden kann? Oder das größte finanzielle Risiko: Kinder in die Welt setzen?

    Es ist ja weiß Gott nicht so, dass nur Akademiker Ende 20, die locker wieder einen neuen Job finden, wenn sich die wirtschaftliche Lage etwas aufhellt, davon betroffen wären - sondern auch Vierzig- bis Fünfzigjährige, auf ihre Stelle angelernte Arbeiter, die nicht einfach mal so in eine andere Branche quereinsteigen können.

    Wenn nun ein großer Teil der Bevölkerung größere Investitionen scheute, eben weil er sich nicht mehr sicher sein kann, dass er den Kredit abbezahlen kann, hätte das fatale wirtschaftliche (siehe Beispiel Hausbau) bzw. gesamtgesellschaftliche (Kinderzahl) Folgen.
    Du musst ja nicht den langfristigen Kündigungsschutz lockern, es reicht ja schon, wenn du die Probezeit verlängerst.

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      kid postete
      Wenn du seinen Text weiterliest, dann siehst du aber das er sich auf RM bezieht und deshalb bezieh ich die Aussage auch auf RM,
      Wenn du dich auf seinen Post beziehst, wieso quotest du dann meinen?

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        plazmapowle postete
        xXx postete
        Natürlich:
        - H4-Sätze kürzen oder am besten komplett streichen
        - Kündigungsschutz lockern oder am besten ganz aufheben
        - keine Mindestlöhne - ergo: Ausbau des Niedriglohnsektors, mehr Leiharbeiter

        Und ich behaupte mal ganz dreist, daß diese Vorschläge von Personen stammen, die wahrscheinlich noch nie in die Sozialkassen eingezahlt haben.
        Diese Ansätze kommen gerade von den Leuten, die schon viel mehr als du in die Sozialkassen eingezahlt haben

        - H4-Sätze kürzen oder am besten komplett streichen
        Die Idee kommt zum Beispiel von Wolfgang Franz, immerhin Vorsitzender der "Wirtschaftsweisen".
        Du meinst Wolfgang Franz, der Stundenlöhne von weniger als 3 Euro fordert? [Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,477314,00.html]
        Ich bezweifle stark, daß diese Person jemals etwas in die Sozialkassen eingezahlt hat, wenn man davon ausgeht, daß die Infos über ihn auf Wikipedia richtig sind. Solche Menschen haben doch überhaupt keinen Bezug zur Praxis und kennen die Probleme des "kleinen Mannes" in Deutschland nicht.

        Das schafft Anreize für Unternehmer, neue Stellen zu schaffen. Je strenger der Kündigungsschutz, desto größer sind die Risiken für die Arbeitgeber, umgekehrt bedeutet eine Lockerung, dass man bei einem wirtschaftlichen Aufschwung viel eher neue Leute einstellt, weil dann bei einer Verschlechterung nicht unnötig lange an sie gebunden ist.
        Aber klar doch! Ich habe als Leiharbeiter gezwungenermaßen mehrere Firmen im Metallbereich besuchen dürfen und mich mehr oder weniger ausgiebig mit manchen Arbeitern unterhalten. Im Falle eines Aufschwungs (wie im Jahre 2005 angeblich einer statt fand) hat man keineswegs neue Mitarbeiter eingestellt, sondern die vorhandene Belegschaft Mehrarbeit leisten lassen und/oder Leiharbeiter eingestellt und zwar so lange bis die Auftragsbücher wieder etwas schlanker wurden.
        Glaubst du, daß sich an dieser Situation durch die Lockerung des Kündigungsschutzes etwas ändern würde? Man sollte sich auch mal in die Situation eines Arbeitnehmers hineinversetzen. Wie soll man eine Familie gründen, wenn die berufliche Zukunft nicht klar definiert ist? Gerade im Hinblick auf die sinkende Geburtenrate, sollte man diesen Aspekt nicht außer acht lassen!

        Es will soweit ich weiß auch keiner die bereits bestehenden (Mindestlöhne) abschaffen.
        Das wird sich in Zukunft wohl ändern:
        http://www.mindestlohn.de/meldung/scholz-weniger-mindestloehne/


        Und ein Ausbau der Arbeitsplätze im Niedriglohnbereich, wäre wohl eher was positives als negatives
        widersprüchlich dazu ist deine aussage:
        Am schlimmsten ist jedoch, dass es sich mitlerweile für immer mehr Menschen nicht mehr lohnt zu arbeiten.
        Wie stellst du dir das nun vor? Wie soll man den Niedriglohnbereich ausbauen, ohne daß immer mehr Menschen unter dem Existenzminimum leben müssen?
        Dein Volkswirt Wolfgang Franz schlägt das Kombilohnmodell vor. Der Staat beteiligt sich also an unzureichenden Löhnen, indem er diese mit Transferleistungen ausgleicht. Gleichzeizig wird aber aus den selben Kreisen eine Senkung der Lohnnebenkosten gefordert (damit sich arbeit ja wieder lohne.) Problem nun: Wie soll dieses Kombilohnmodell finanziert werden, wenn doch die Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung sinken? Woher soll das Geld kommen, wenn doch Unternehmen und Banken keine Last tragen sollen? Es werden für die nächsten Jahre massive Steuerausfälle befürchtet und wir sind hoffnungslos verschuldet. Es sollten also die Verursacher dieser Wirtschafts- und Finanzkrise zur Rechenschaft gezogen werden (so wie es Obama vor hat): und das sind die Banken!

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          Franz selbst schlägt vor, dass man
          - den ALG II Regelsatz um 30% kürzt
          - die ersten 200€, die verdient werden voll auf das ALG II angerechnet
          - man darf 50% von seinem Hinzuverdienst behalten

          Menschen, die auf dem normalen Arbeitsmarkt keinen Job finden, sollen von den Kommunen und Wohlfahrtsverbänden Jobs gestellt bekommen, womit sie den vollen ALG II Regelsatz erhalten können

          Wer weder auf dem normalen Markt, noch bei den letztgenannten Jobs etwas bekommt, kriegt den vollen Regelsatz, den er auch jetzt bekommt.
          Das kostet den Staat zwar immernoch, aber es ist tortzdem günstiger als das jetzige Modell.
          Im übrigen sind nicht unbedingt die bösen Banken die Verursacher der Wirtschaftskrise, sondern Obamas Vorgänger (und von denen nicht nur Bush).

          Bei dem Modell würden sich sogar Jobs mit 3€ Stundenlohn für alle Beteiligten lohnen.

          €:
          Bevor das hier jetzt falsch verstanden wird:
          Er geht nicht davon aus, dass die Kommunen aus dem nichts sinnvolle Vollzeitjobs finden.
          Als Beispiel nennt er da in nem Interview z.B nen Tankservice.

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            plazmapowle postete
            kid postete
            Wenn du seinen Text weiterliest, dann siehst du aber das er sich auf RM bezieht und deshalb bezieh ich die Aussage auch auf RM,
            Wenn du dich auf seinen Post beziehst, wieso quotest du dann meinen?
            weil du ihn gequotest hast und auf seine aussagen eingegangen bist.

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              Kid du failst. Die Ansatze wurden zwar von rm Usern gepostet, aber nicht von rm Usern aufgestellt. Und genau darauf hat sich plazmadingens bezogen.Den Zusammenhang erkennt jeder Hauptschüler aus seinem Text.

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                hansapansa postete
                So jetzt erstmal was Grundsätzliches von einem nicht RM-ler der schon Vergessen hat warum er sich hier angemeldet hat.

                Wir haben ein übles Problem in Deutschland:
                Wir können (und wollen u.a. aus Wirtschaftlichen Gründen) nicht alle arbeitsfähigen Bürger in Deutschland beschäftigen.

                Immer mehr Arbeit kann (und wird) maschinell ausgeführt und gerade Wir als "digital-natives" (call it what you want) sollten wissen das hier gilt "sky is the limit" (vor allem wenn man sich mit Themen wie Digitalisierung und Robtik beschäftigt).
                Die Frage ist: Was machen wir jetzt?

                Und ich sage euch Leute, noch können wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen!
                Die Arbeit, die jetzt und in Zukunft von maschinell erledigt wird und eben auch bedingt, dass viele Staatsbürger jetzt Harz4 beziehen oder Aufstocker sind, muss mit Energie versorgt werden.

                Dies gelingt uns weder durch durch die Schaffung von Luxusgütern,
                noch durch Sparmaßnahmen!
                Investitonen in innovative erneuerbare Energien, den Bau von energieneutralen oder passiv Häusern (den die EU ab 2011 Vorgeschrieben hat, man ist gespannt) dazu schrittweise Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens in kombination mit einer "Technologie Steuer" ("Maschienen Steuer" call it... s.o.) und vor allem Förderung und Respekt vor unserer Jugend folgenden Generationen.

                Keiner kann bestreiten, dass überwiegend sozial schwache Familien viele Kinder bekommen, während in den höher gestellten Schichten eher weniger Kinder in einer Familie leben.

                Dies wird Uns in Zukunft, wenn diese Kinder von Unserer Gesellschaft nicht Fördernd und Pädagogisch unterstützt werden, in Verbindung mit der krassen Verrohung unserer Gesellschaft (alltag von Gewalt in Medien, vor allem mit einem Überfluss von (irrelevantem) Mediengenuss in unteren Schichten, falsche Vorbilder, die letztendlich Wirtschaftsmarionnetten sind, usw.), vor massive Probleme stellen.

                Noch haben Wir die Chance diese Sachen in die Hand zu nehmen, Wir haben das Potential und Wir wissen was möglich ist.

                Anm. d. Aut. dieser Post ist viel zu kurz um die unglaubliche Komplexität der Sachverhalte darzustellen. Habt Mut Euch Eures Verstandes zu bedienen! Informiert euch selbst.

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                  pah wenn die revolution kommt legen wir einfach den öpnv lahm und bleiben in unseren vierteln bzw am stanberger see
                  gg no re

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                    was glaubt ihr denn alle, dass ein kündigungsschutz bewirkt?

                    glaubt ihr allen ernstes, unternehmen stellen leute aus sozialen gründen ein? damit ihre angestellten lohn und brot haben?
                    es geht zunächst einmal dadrum, leute anzustellen, die mehr für das unternehmen erwirtschaften als sie kosten, sprich produktiv bzw. einen gewinn für das unternehmen darstellen. jedes unternehmen verfährt so, und die die es nicht tun gehen ziemlich fix insolvent.

                    was bringt nun ein kündigungsschutz? mahnt sich da der gesetzgeber an, besser als ein unternehmen zu wissen, wann man einen mitarbeiter kündigen darf oder nicht?

                    achja ich vergas, klassenkampf und so. die arbeitnehmer müssen vor den blutrünstigen, gierigen arbeitgebern beschützt werden. way to go.

                    Kommentar


                      ponzi postete
                      was glaubt ihr denn alle, dass ein kündigungsschutz bewirkt?

                      glaubt ihr allen ernstes, unternehmen stellen leute aus sozialen gründen ein? damit ihre angestellten lohn und brot haben?
                      es geht zunächst einmal dadrum, leute anzustellen, die mehr für das unternehmen erwirtschaften als sie kosten, sprich produktiv bzw. einen gewinn für das unternehmen darstellen. jedes unternehmen verfährt so, und die die es nicht tun gehen ziemlich fix insolvent.

                      was bringt nun ein kündigungsschutz? mahnt sich da der gesetzgeber an, besser als ein unternehmen zu wissen, wann man einen mitarbeiter kündigen darf oder nicht?

                      achja ich vergas, klassenkampf und so. die arbeitnehmer müssen vor den blutrünstigen, gierigen arbeitgebern beschützt werden. way to go.
                      Arbeitnehmer sind ohne Kündigungsschutz relativ leicht erpressbar ("Ach, Schneider, Sie können diese Woche keine Überstunden machen? Ja dann... kommen Sie doch nächste Woche mal zu mir ins Büro"). Und vielleicht ist es wirtschaftlich sinnvoller einen 50-Jährigen, der mit dem ganzen Computer-Zeug irgendwie nicht so vertraut ist, zu entlassen und stattdessen einen 17-Jährigen anzulernen, der mit PCs aufgewachsen ist. Dass der 50-Jährige dann nur äußerst schwer nen Job findet? Och, Way to go.

                      Oh, mal noch was Interessantes zum Topic:

                      Laut der Arbeitnehmerkammer Bremen lagen die Ausgaben für Hartz IV im Jahr 2008 bei 22,1 Milliarden Euro. Für die Verteidigung entfielen - zum Vergleich - etwas mehr als 31 Milliarden Euro.

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                        da ist es natürlich besser, einem 17-jährigen die ausbildung zu verweigern. er "nimmt" so oder so irgendjemandem den job weg, oder glaubst du dass für jeden, der neu ins berufsleben startet, eine neue stelle erstellt wird?

                        "pech gehabt & sorry, wir würden dich ja einstellen, dürfens aber nicht. würde uns und dir zwar was bringen, aber herr schneider findet dann keinen job. cu&hf.."

                        win-win-loss>loss-loss-win

                        Kommentar


                          jo hire&fire voll cool. hoffe das haben wir bald auch flächendeckend hier

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                            ponzi postete
                            da ist es natürlich besser, einem 17-jährigen die ausbildung zu verweigern. er "nimmt" so oder so irgendjemandem den job weg, oder glaubst du dass für jeden, der neu ins berufsleben startet, eine neue stelle erstellt wird?
                            Soll gelegentlich vorkommen, dass Menschen aus dem Berufsleben ausscheiden, vor dem Renteneintritt versterben oder aufgrund hoher Nachfrage (nach dem produzierten Produkt/Dienstleistung) neue Stellen geschaffen werden. Der letzte Aspekt macht sicher einiges aus, sollte in meinen Augen aber einigermaßen planvoll durchgeführt werden. Das heißt: Bei jedem Konjunktur-Silberstreif einstellen und wenn's nix wird, halt wieder entlassen, halte ich auf lange Sicht für wenig sinnvoll.

                            Und um auf deine Frage "Was glaubt ihr denn alle, was ein Kündigungsschutz bewirkt?" noch mal flugs einzugehen: Er gibt dem Arbeitnehmer eine gewisse Grundsicherheit, aufgrund derer er Investitionen tätigen kann. Anders herum: Wie will eine Bank denn irgendwem einen Kredit geben, wenn sie sich nicht einigermaßen sicher sein kann, dass er drei Monate später entlassen wird und diesen niemals zurückzahlen kann?

                            Des weiteren geht es auch ein bisschen um Identifikation des Arbeitnehmers mit dem Arbeitgeber - wenn ich alle sechs Monate für jemand anderes arbeite, bis den eben die nächste Krise ereilt, habe ich wenig Lust, mich da groß reinzuknien. Find' schon wieder nen Job, wenn die Lage besser wird. Ständig wechselnde Kreise von Bezugspersonen (und das sind Kollegen, mit denen man vierzig Stunden die Woche ein Büro teilt mit Sicherheit) führt auf lange Sicht auch zu sozialen (im Sinne von "zwischenmenschlichen") Problemen.

                            Menschen arbeiten zwar hauptsächlich zur Sicherung des Lebensunterhaltes - aber soziale Integration oder (in unserer Gesellschaft doch recht stark) die Selbstdefinition seines sozialen Status' über den Beruf sind doch Faktoren, die nicht unwesentlich hineinspielen.

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                              Homer J. Simpson postete
                              whatever postete
                              am besten geld noch weiter kürzen. von wasser und brot lebt man auch ganz gut...
                              dann erzähl doch mal den leuten die weniger lebenserfahrung haben als du wie man mit 512 euro im monat mit miete, essen, benzin ggf auch fahrkarte hinkommen soll. ich wüsste nicht wie
                              Insgesamt ohne Wohnkosten 483

                              also ich find das vollkommen ausreichend. eher noch zuviel dafür dass sie garnichts tun!

                              (edit: awww sorry hab nich richitg den text gelesen und die tabelle^^

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                                schtrülüschüs postete
                                Und um auf deine Frage "Was glaubt ihr denn alle, was ein Kündigungsschutz bewirkt?" noch mal flugs einzugehen: Er gibt dem Arbeitnehmer eine gewisse Grundsicherheit, aufgrund derer er Investitionen tätigen kann. Anders herum: Wie will eine Bank denn irgendwem einen Kredit geben, wenn sie sich nicht einigermaßen sicher sein kann, dass er drei Monate später entlassen wird und diesen niemals zurückzahlen kann?
                                ich glaub dir ja, dass du nur das beste für die arbeitnehmer willst, aber:

                                http://www.mittelstandsblog.de/wp-content/uploads/2007/06/arbeitslosenquote-in-danemark.png

                                was ist um 1994 geschehen?

                                - senkung der einkommenssteuer
                                - oköabgaben auf wasser&strom
                                - praktische aufhebung des kündigungsschutzes
                                - drastische kürzung der sozialhilfe bei empfängern, die [irgendeinen] job ablehnen

                                was davon den größten effekt hatte kannst du dir mal selbst überlegen.


                                "Das Gegenteil von gut gemeint ist gut gemacht"

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