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Puppe ist unglaublich genial aber für den einfachen Student auch unglaublich belastend. Ihre Meinungen sind oftmals absolute Mindermeinungen, trotzdem richtig gut argumentiert. Ich hab es zumindest immer gehasst, wenn "aA Puppe" auftauchte.
Ich denke das Problem ist, dass vieles in der Denkstube konstruiert ist. Ich sage nur Blutbadtheorie. Das ist in der Theorie alles sinnvoll, für den Fall aber oft wenig hilfreich.
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Ich könnt jetzt hier noch eine Wall of Text schreiben, wie genau das gemeint war, aber ums mal etwas kürzer zu formulieren: Man muss einfach verdammt aufpassen, dass einem von Jura nicht der Verstand vergiftet wird. Ich hab selbst erlebt, wie es gehen kann und kenne viele andere, denen es auch eine Zeit lang extrem schlecht ging. Man darf auch nicht vergessen, dass sich manche wegen der Scheiße vor den Zug werfen.
Zukunftsängste, Stress über jedes erträgliche Maß hinaus und einfach nur unglaublich viel Frust - wer dafür unempfänglich ist, ein gefestigtes soziales Umfeld hat und sich auch mal glücklicheren Dingen, als dieser Kacke zuwenden kann, dem rate ich zum Jurastudium. Wer Semester für Semester seine eigenen Grenzen immer weiter nach vorn pushen kann und trotzdem nicht durchdreht (sic), der soll sich unbedingt für Jura einschreiben, denn er hat 95% der Leute etwas voraus.
Das mag überdramatisiert sein. Räum ich ein. Aber im Grunde geht es bei Jura nur um drei Dinge: Viel Schweiß, viel Blut, viel Kotze.
//e: Hätte von mir stammen können, aber war ich nicht ;).
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CRZ-
das war bestimmt supri :DZitat von mue_gustaBei uns auffm Klo steht: "Hier wird mittels Jura aus ganz normalen Leuten S***e gemacht". Warst du das?
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wirtschaftsinfo oder so. scheint sich aber shcon im ersten semester mit modulen schieben und prüfungen wiederholen abgefunden zu haben. er wird das studium eh nicht shcaffen, bin ich mir relativ sicher
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Spoiler:Wirtschaftsinformatik. Ich weiß bei bestem willen auch nicht auf welchen Thread Max Power grade anspricht, bzw. wie das hier reinpasst, hab ihm vor 20mins auch schon ne PN geschrieben aber da kam noch nichts. Hätte gern erfahren wo ich 'überheblich' binZitat von Eichelsalatwas studiert bnq denn?
@MaxPower, hab ja hinterher auch nochmal eingeräumt das ich zu viel in Ollies Post interpretiert haben könnte, als Antwort auf den OP, in Zusammenhang mit anderen Posts die ich von ihm zu diesem Thema kenne, kam dieser gehässige Ton aber quasi automatisch dazu :D Er hats ja jetzt auch nochmal ausführlicher dargelegt und damit den 'Irrtum' klargestellt
Hab bislang weder ein Modul geschoben noch vorgehabt auch nur eine Prüfung zu wiederholen. Bislang 2 Prüfungen geschrieben (Programmierung1 und BWL1) und beide easy bestanden, die restlichen Prüfungen finden bei mir Anfang März statt. Das hab ich aber nicht so geschoben sondern war von vorne rein so geplant, frag mich nicht wieso.
Aber hautpsache mal gegen bnq feuern :D
weggespoilered weil wir nicht in einem weiteren Thread bnq-drama brauchen, check nur wenigstens deine fakten bevor du versuchst mich zu flamen rutsche
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Ich kann dich nur dazu beglückwünschen, dass dir das Nachvollziehen solcher Theorien Spaß macht, dadurch solltest du einen großen Vorteil bis zum ersten Examen haben. Ich konnte mir nie vorstellen, im den wissenschaftlichen Betrieb zu arbeiten, dort sind solche Interessen und Fähigkeiten sicher gefragt. Abstruse Ansichten war vielleicht auch etwas überzogen ausgedrückt. In der Praxis ist sicher auch Kreativität gefragt, wenn man versucht, seinen Fall vor Gericht durchzubringen, diese muss sich aber schon in den Grenzen dessen halten, was noch wenigstens geringe Aussichten auf Erfolg hat. Ich denke, du stimmst mir zu, dass es schon sehr viele Meinungen gibt, bei denen einem der Richter höchstwahrscheinlich einen Vogel zeigen wird. Das erwähnte Blutbadargument gehört sicher dazu. Ich weiß nicht, ob dir der Name Herzberg etwas sagt aber von ihm gibt es nur so Ansichten, die zwar vor Pathos nur so strotzen, dem Bestimmtheitsgrundsatz aber doch eher diametral gegenüberstehen ("die Feuerprobe bestehen" als Definition des unmittelbaren Ansetzens etc.). Ich muss auch sagen, dass ich bis zum Rep nicht ansatzweise erahnen konnte, wie groß der Umfang der unterschiedlichen Ansichten im Strafrecht ist. Das kann aber auch daran liegen, dass ich das Studium sehr pragmatisch und ohne große Ambition für die kleinen und großen Scheinen angegangen bin.Zitat von mue_gustaDeine Punkt mit den absurden Ansichten kann ich nicht verstehen. Mich reizt es sogar Literaturrecherche zu betreiben und auch in die "Mindermeinungen" einzutauchen. Meist sind es die Fundstellen zu eben diesen Meinungen die einen sehr hohen wissenschaftlichen Anspruch haben.
Ich weiß nicht ob du ihn kennst aber in mein Gehirn hat sich Puppe GA 1981, 1 ff. eingebrannt als das wissenschaftlich anspruchvollste was ich bis jetzt gesehen habe. Mit dieser Ansicht bin ich auch nicht alleine - und das zu der ersten Mindermeinung, die wohl jeder im Studium mit auf den Weg bekommt, dem Gattungsvorsatz beim aberratio ictus.
Bis jetzt habe ich unter all den Ansichten, die ich so kenne, nur echt wenige gesehen, wo ich von vornherein sagen würde, dass sie hanebüchen ist. Und diese Fälle werden von denen, wo die "herrschende Meinung" Mist gebaut hat, vielleicht sogar aufgewogen. Und die Ansichten, die man "bringen muss" werden i. d. R. auch von mehr als einem Professor vertreten.
Vielleicht werde ich meine Ansicht aber noch auf dem Weg zum Examen ändern. Kann mir gut vorstellen, dass der Spaß am "streiten" spätestens im 6./7. Semester flöten geht.
Oder fandest du das schon immer uninteressant? Interessiert mich sehr, da ich bis jetzt das Gefühl hatte, genau das richtige gewählt zu haben (4. Semester).
Ich will dich natürlich nicht entmutigen und ich denke, dass du meine Probleme wohl nicht haben wirst, nachdem du geschildert hast, dass es dir Spaß macht, sich mit den unterschiedlichen und auch weniger populären Ansichten auseinanderzusetzen. Ich habe aber auch schon einige Leute kennengelernt, die versuchen, alles umfassend zu lernen und dann sehr schnell den Blick für das Wesentliche verlieren. Das gilt sowohl für die Vorbereitung, als auch für das Schreiben von Klausuren. Effizienz spielt in Jura eben auch eine sehr gewichtige Rolle.
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Genau so ist es bei mir. Ich muss immer wieder aufpassen, dass ich mir nicht zu viel unnützes Wissen reinziehe. Habe hier alle möglichen Bücher zu Meinungsstreits etc. aber selbst wenn da draufsteht "klausurgerechte aufarbeitung", dann ist meistens, gemessen an der Bearbeitungszeit, noch zu viel drin.
Mir kommt es immer so vor, dass, obwohl mich die einzelnen Ansichten interessieren, ich nicht die Gelegenheit/Zeit habe, alles komplett zu erfassen, selbst wenn ich es könnte.
Klar können viele Minderansichten nicht vor Gericht bestehen, aber andersrum besteht auch die Ansicht der Rechtsprechung oft nicht vor der Meinung der Lehre. Das hat zwar nicht viel mit dem Studium zu tun, bereitet mir aber manchmal ein unwohles Gefühl.
Das zeigt mir aber auch, dass das Studium sinnvoll ist, denn wenn ein "eingeweihter" schon denkt wtf, wie muss sich dann der "kleine Mann" im Gerichtssaal erst fühlen?
Das sind natürlich Ausnahmefälle und ich studiere Jura auch nicht, um der Meister der Gerechtigkeit zu werden. Solche gedanken sind doch recht schnell in den Hintergrund gerückt :D
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Zu 2.) Da das beste bayerische Examen letztes Jahr an meiner Uni geschrieben wurde, weiß ich dass deine Aussage falsch ist.Zitat von Max PowerHier stehen ganz schön viele Halbwahrheiten (verursacht durch absolute Formulierungen).
2.) Fürs Examen muss man nicht 24/7 lernen, genau so wenig wie man in ein Rep muss. Das beste Ergebnis Bayerns wurde bspw ohne Rep erzielt (bzw die zwei besten, die mir aus den letzten Jahren bekannt sind). Man muss vor allem strukturiert sein und Selbstdisziplin beweisen. Hier gilt jedoch: Viele Wege führen nach Rom.
3.) Das Studium ist doch nicht schlecht strukturiert. Es gibt an jeder Unis Musterstudienpläne denen man einfach nur folgen muss. Der Examensstoff ist den jeweiligen Verordnungen der Länder zu entnehmen. Einige Unis bieten einen Musterplan für die Examensvorbereitung an.
4.) In Ollies Aussage steckt für mich viel wahres drin. Ich würde nur denen zu Jura raten, die entweder wirklich den Wunsch haben in einem juristischen Beruf zu arbeiten oder aber nix anderes können (wie ich bspw). Sobald man was anderes kann, womit man brauchbare Gehälter erzielen kann, sollte man das erstmal probieren. Als Jurist gibt es unzählige Jobs und viele sicherlich mit guten Gehältern - allerdings sind die Arbeitszeiten außerhalb von Richterschaft und A Besoldung meist beschissen. Wenn ich die geilen Gleitzeitmodelle in AGs wie Daimler mit 35h Woche sehe frage ich mich ernsthaft, ob ich in einer Kanzlei schaffen will.
3.) Das mag sein, aber gleichzeitig werden imho falsche Schwerpunkte gesetzt (Bsp. ZPO geht an meiner Uni total unter und im Rep steht man dann dumm da)
4.) Mit der 35 Stunden Woche kann man vermutlich mit den allerwenigsten Jobs wirklich viel Geld verdienen.
Das kann ich durchaus bestätigen. Ich hatte anfänglich extreme Existenzängste und schon fast depressive Zustände. Später wurde daraus dann extremer Prüfungsdruck. Mittlerweile hab ich mich von so etwas freigemacht und bin im Vergleich zu vielen aus meinem Semester entspannt. Dafür kommt jetzt langsam die Zukunftsangst, weil ich in meinen Übungsklausuren nicht überdurchschnittlich binSuper tolle Praktika o.ä. habe.Zitat von Der OllieIch könnt jetzt hier noch eine Wall of Text schreiben, wie genau das gemeint war, aber ums mal etwas kürzer zu formulieren: Man muss einfach verdammt aufpassen, dass einem von Jura nicht der Verstand vergiftet wird. Ich hab selbst erlebt, wie es gehen kann und kenne viele andere, denen es auch eine Zeit lang extrem schlecht ging. Man darf auch nicht vergessen, dass sich manche wegen der Scheiße vor den Zug werfen.
Zukunftsängste, Stress über jedes erträgliche Maß hinaus und einfach nur unglaublich viel Frust - wer dafür unempfänglich ist, ein gefestigtes soziales Umfeld hat und sich auch mal glücklicheren Dingen, als dieser Kacke zuwenden kann, dem rate ich zum Jurastudium. Wer Semester für Semester seine eigenen Grenzen immer weiter nach vorn pushen kann und trotzdem nicht durchdreht (sic), der soll sich unbedingt für Jura einschreiben, denn er hat 95% der Leute etwas voraus.
Das mag überdramatisiert sein. Räum ich ein. Aber im Grunde geht es bei Jura nur um drei Dinge: Viel Schweiß, viel Blut, viel Kotze.
//e: Hätte von mir stammen können, aber war ich nicht ;).
Man sollte schon gefestigt sein und wirklich ein gutes soziales Umfeld besitzen.
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