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alex postete
Fjodor Dostojewski - Crime and Punishment
Nur zu, lies es auf English, macht sehr viel Sinn...
Abgesehen von 1984 habe ich u.a. alle Bücher, die ich empfohlen habe, d.h. insgesamt über 10 Stück, auf Englisch gelesen und bin gerade dabei mich in Anna Karenina einzuarbeiten.
Wo ist nun das Problem?
Was mir sehr gut gefällt, ist die Midkemia Reihe von Raymond Feist. Sehr interessant und sehr viel zu lesen :P
Bin jetzt beim 24. Band xD
komm nit von los
ein richtig richtig richtig geiler deutscher schriftsteller ist markus heitz
die "ulldart saga" und "die zwerge" sind mit midkemia die besten serien die ich JE gelesen haben. hammer geil
Abgesehen von 1984 habe ich u.a. alle Bücher, die ich empfohlen habe, d.h. insgesamt über 10 Stück, auf Englisch gelesen und bin gerade dabei mich in Anna Karenina einzuarbeiten.
Wo ist nun das Problem?
1. Ein echtes Problem gibts natürlich nicht.
2. Falls es eins gäbe, wäre es nicht dieses, dass du Bücher auf Englisch liest.
3. Vielmehr gibt es von Dostojewski sehr gute Übertragungen ins Deutsche und ich nehme an, dass du die deutschen Sprache besser beherrschst als die englische. Somit ist die Chance gross, dass dir gewisse Feinheiten auf Englisch nicht auffallen, obwohl du jedes Wort kennst in einem Satz.
4. Man sollte nicht den Anschein erwecken, das Buch sei auf Englisch erschienen oder seinen Marktwert steigern, weil der Titel auf Englisch krasser klingt.
5. Andererseits ist im Angelsächsischen die Übersetzung des Titels kohärenter wie hierzulande (Verbrechen und Strafe vs. Schuld und Sühne; Punkt für dich).
Reicht das?
P.S.: Viel Spass mit Anna Karenina, ist saugut (ernst gemeint)!
Krown postete
Welche Klassiker habt ihr denn gelesen und fandet ihr recht gut?
Also mir hat "Kleider machen Leute", "Dier Physiker" und "Nathan der Weise" z.B. ganz gut gefallen. Was ich überhaupt nicht gut fand, war "Kabale & Liebe" und "Effi Briest".
Klassiker, die mir persönlich sehr gut gefielen:
Archipel Gulag (eher Autobiographie, aber extrem zynisch/gut)
Anna Karenina
Brüder Karamasov
Idiot
Aufzeichnungen aus dem Totenhause
Krieg und Frieden (Geschmacksache)
Verbrechen und Strafe
vieles von C.F.Meyer (nach Angewöhnungsphase an seine Sprache)
Brautleute (Manzoni)
alles von Eco (gut, keine Klassiker, aber bald)
Graf von Monte Christo
Menschliche Faktor
vieles von Machfus (erster arabischer Nobelpreisträger in Literatur)
Buddenbrooks (stellenweise; Mann halt)
Romulus der Grosse (Dürrenmatt)
abzuraten:
Madame Bovary (mindestens auf Deutsch)!
Candide (kürzer wäre besser)
Andorra (Frisch; nicht mein Fall)
Mal schaun.
1. Ohne angeben zu wollen -die Sprache ist nun wirklich nicht schwierig zu erlernen- mein Englisch befindet sich auf einem sehr hohen Niveau. Auch weil ich eben so viel auf Englisch lese. Natürlich kann ich damit nicht so virtuos umgehen wie mit dem Deutschen, aber um durch einen Dostojewski voellig ohne Probleme zu kommen reicht es vollkommen aus.
2. Ich habe den Anfang des Buches vor der Bestellung probeweise auf beiden Sprachen gelesen, das Englische hat mir schlicht und einfach besser gefallen. Außerdem hat es nur hlab so viel gekostet.
3. Es ist eher so, dass ich in der deutschen Ausgabe die sprachlichen Feinheiten verpasse, da die Charaktere öfters auf Deutsch zitieren, was in einer englischen Ausgabe natuerlich sofort hervorsticht, wie es auch im Original der Fall waere, waehrend man es in einem Deutschen Text komplett ueberlesen wuerde.
4. Den Titel habe ich auf Englisch genannt weil es mir so in den Sinn gekommen ist. Wobei du recht hast, dass es sich besser anhoert.
5. Am Namen des Autors sollte man erkennen koennen, dass es zumindest nich sonderlich wahrscheinlich ist, dass das Buch im Original so heißt. Der Originaltitel waere 'pristuplenja i nakasanja', und damit koennte hier kaum jemand etwas mit anfangen. In der Hinsicht ist es egal, ob ich nun den deutschen oder englischen Namen poste.
Ja, sie ist fast geklärt ;-) Nur noch ganz kurz:
3. Das verstehe ich nicht ganz. Ich meine, wenn das Zitierte nicht so wertvoll oder bedeutend oder schön ist, dass es einem beim Lesen nicht auffällt, dann ist es auch nicht weiter schlimm, wenn man das Zitat nicht kennt (i.e. nicht so bewusst liest wie ein fremdsprachiges Zitat). Der Rest des Buches ist ja auch in Deutsch und da stehen auch viele wertvolle oder bedeutende oder schöne Dinge drin, die man nicht verpassen sollte.
5. Gut wikipediert. Nicht ganz überzeugend, dein Punkt, aber gibt wohl wirklich wichtigere Diskussionen als diese hier ;-)
- Es ist ja nicht so, dass es irgendwie notwendig waere, fremdsprachige Zitate herauszulesen, aber zum Einen wirkt es sich positiv auf die Athmosphaere aus, was ja eben nicht noetig aber ein guter Zusatz ist. Zum Anderen wird auch so Information uber den Charakter vermittelt. Wenn ein Raskolnikov Schiller zitiert, dann ist das ein Zeichen seiner Bildung - er spicht, zu einem gewissen Grad deutsch und kennt sich in der deutschen Literatur aus.
- Mit Wikipedia hat das wenig zu tun, den Originaltitel habe ich dort schon vor Jahen gelesen. Da ich selber noch ein bisschen russisch kann, ist es kein Problem, sich das zu merken. Und wie gesagt, ich habe den Titel so geschrieben, wie er mir gerade in den Sinn kam. Haette genauso fuer Catch-22 den englischen Namen stehen gelassen, wenn denn der deutsche ein anderer waere.
Und damit sage ich dann auch gute Nacht und gehe Anna Karenina lesen.
Guter Thread, auch wenn teilweise viel Schrott geschrieben wird. Damit meine ich nicht Schrott im Sinne von 'schlechter' Literatur, sondern die vielen Poster die meinen über Literatur urteilen zu können. Literatur ist Kunst, und es gibt definitiv keine Maßstäbe um Kunst zu 'messen'. Nur weil bestimmte Autoren/Bücher den Klassiker-Status haben sind sie nicht 'besser'. Es ist einfach nur peinlich wenn man hier Tolstoij, Gogol, Mann oder sonstwen aufzählt nur weil es sich um sog. "Weltliteratur" handelt, das ist genau der Typus von Mensch der sich Marx' Kapital ins Regal stellt zum Verstauben. Hauptsache man wirkt intellektuell. Es kommt auf den Lesezweck drauf an, nur anhand von ihm lässt sich Literatur beurteilen. Wenn ich auf einem Flug nach Australien 10h Unterhaltung möchte, werde ich sicher nicht Krieg und Frieden lesen bei dem ich spätestens nach dem dritten vollständig aufgezählten Familienstammbaum eingeschlafen bin. Da bietet sich es einfach an (banale) Thriller/Fantasy/Comedy zu lesen. Was ist jetzt daran so verpöhnt?
Außerdem erweckt ihr den Anschein dass die Neuzeit keine Literatur mehr produzieren würde. Was ist mit Philip Roth? Was ist mit Don DeLillo? Und auch abseits vom Mainstream gibt es Literatur. Ich persönliche lese ausgesprochen gerne Hunter S. Thompson, Bret E. Ellis und Kerouac. Ist das keine Literatur? Ich habe drei Semester lang Literaturwissenschaften studiert und war entsetzt von der Intoleranz und Ignoranz die dort herrscht. Der Großteil meiner Kommilitonen kannte weder Roth noch DeLillo noch Luis Goytisolo. Ich verstehe nicht wie man so unselbstständig sein kann und nur nach altbekannten Kriterien lesen kann .. Ich halte Chuck Palahniuk für einen der interessantesten Autoren der Gegenwart, aber man wird ja ausgelacht wenn man den Autoren eines Actionfilms als 'ernsthaften' Autor nennt .. Ohne dass jene auch nur eine Zeile des Originalwerkes gelesen haben.
Ich will natürlich nicht bestreiten dass alles was den Status 'Klassiker' besitzt definitiv lesenswert ist, aber es gibt moderne Literatur die auf einem literarisch äquivalenten Niveau ist und sicherlich genauso lesenswert ist. Wenn mir meine Eltern damals mit 16 gesagt hätten du darfst nicht B.E.Ellis lesen, das ist keine Literatur und mir stattdessen Schuld und Sühne in die Hand gedrückt hätten, wäre ich in meinem Leben vielleicht auf 10 gelesene Bücher gekommen.
Ich finde das ein ganz großer Problem in unserer heutigen Ansicht von Literatur.
Wenn die Lehrpläne in den Gymnasien gerade im Fach Deutsch mal umgestellt würden auf 'moderne' Literatur, sagen wir ab Nachkriegsliteratur (z.B. Frisch, der ist m.M. sehr gut zu lesen) über Tom Wolfe zu Everyman von Roth, bin ich mir sicher dass die Jungend wieder mehr lesen würde. Aber naja ..
Krown postete
Welche Klassiker habt ihr denn gelesen und fandet ihr recht gut?
Also mir hat "Kleider machen Leute", "Dier Physiker" und "Nathan der Weise" z.B. ganz gut gefallen. Was ich überhaupt nicht gut fand, war "Kabale & Liebe" und "Effi Briest".
Wie kann man Kleider machen Leute mögen... :D Und vorallem wie kann man Effi Briest nicht mögen. Hatte mich im Vorfeld etwas schwer getan, das Buch vorschnell abgestempelt aber letztendlich, als ich mich rangelesen hatte, war es so schnell durch weil einfach gut. :D
PS: Zum letzten Absatz meines Vorposters, da kann ich dir nicht zustimmen. Zum einen gibt es moderne Werke die gelesen werden.... in der Schule (ich hatte in der Oberstufe "Das Parfum" und "Der Vorleser" auf dem Plan). Die wurden auch nicht besser angenommen, als bspw Nathan.
Bei uns war leider Goethe etwas übertrieben oft zu lesen. Finde es sprachlich oftmals nicht besonders ansprechend, geschweige denn, dass sich der Inhalt immer nachvollziehen lässt, aber jede zweite Unterrichtsstunde beinhaltete Goethe - da vergeht einem wirklich die Lust.
Die Klassiker haben eben einen hohen geschichtlichen Wert. Es sind quasi die einzigen Zeitzeugen die uns bleiben.
Von den modernen/aktuellen Sachen gefällt mir eigentlich gar nix (außer Twilight...jaja bla blubb). Dan Brown kann man nur mit viel Alkohol runterspülen. Sci-Fi und Krimis können mir gestohlen bleiben. Da ist nicht so viel über.
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