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Dr. Christian Pfeifer...

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    Dr. Christian Pfeifer...

    ...ist wohl irgendwie auf einem persönlichem Feldzug?

    Ich finde es seeehr seltsam, dass er derzeit ÜBERALL in den Medien zu sehen ist und seine Kommentare abgibt. Okay, bei der Killerspieldiskussion war es klar, dass er wieder auftaucht. Aber wie präsent er ist, fasziniert mich schon. Jetzt habe ich gerade Nachrichten gesehen und da stellt er eine Studie über Rechtsradikalität bei Jugendlichen vor. Ich dachte mir schon "komischer Zeitpunkt, noch nen push für seine Popularität?". Dann werden die Ergebnise präsentiert (hohe Ausländerfeindlichkeit blablabla) und er wird gefragt was man dagegen unternehmen könnte und seine Aussage lautete ungefähr "...holt die Kinder aus ihren Zimmern und von den Computerspielen weg...".

    Darauf komme ich gerade nicht klar. Ich bin jetzt gerade im Hauptstudium angekommen und weiss schon ein wenig wie wissenschaftliches Arbeiten aussieht (anders^^) und denke mir, dass da doch was nicht stimmen kann. Wirkt fast schon inszeniert.
    Sind denn hier ein paar Kriminologen unter uns, die schon was von ihm gelesen haben? Ist der Mann wirklich eine Korophäe auf seinem Gebiet? Wie schaut es mit seiner wissenschaftlichen Reputation aus?
    Wie ist eure Meinung dazu?

    #2
    Es sind doch immer wieder die gleichen ''Experten'' die in den Medien zu sehen sind. Ob diese auch wirklich was zum Thema zu sagen haben interessiert meist nicht. Häufig ist deren Medienpräsenz also nicht berechtigt.

    Ich bin allerdings der Meinung, dass der gute Mann schon Ahnung von dem hat, was er macht. Wenn man mal die Computerspiel-Hetzjagd aussen vor lässt, bringt er meistens doch recht gute und vorallem konstruktive Lösungsvorschläge.

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      #3
      ich studier psychologie im 3. semester, kenne jetzt keine bahnbrechenden publikationen von ihm, aber hab wie gesagt nix mit kriminologie zu tun
      folgendes aus wikipedia find ich ganz interessant

      Im Jahre 2000 beförderte ein Gutachten Pfeiffers maßgeblich den so genannten Joseph-Fall um den Tod des achtjährigen Joseph Kantelberg-Abdullah in der sächsischen Kleinstadt Sebnitz. Pfeiffer attestierte die Glaubhaftigkeit der Aussage der Mutter, die bis zu diesem Zeitpunkt kein Gehör gefunden hatte.[1] Nach dieser Aussage hätten über 200 Einwohner der Stadt zugesehen, als ihr Sohn von rechtsradikalen Jugendlichen im örtlichen Freibad im Rahmen einer so bezeichneten „Hinrichtung“ ertränkt worden sei. In den nächsten Tagen übernahmen zuvorderst die Bild, aber auch viele andere Tageszeitungen das Gutachten ohne weitere Prüfung und lösten eine Welle der Entrüstung aus. Erst nach einer Woche erhärtete sich die gegenteilige Annahme, dass das Kind in Wahrheit verunglückt sei. Pfeiffers Gutachten hatte bis dahin aber weltweite publizistische Resonanz gefunden, tiefe Betroffenheit über die scheinbar noch immer virulenten rechtsradikalen Aktivitäten in Deutschland hervorgerufen und zum Empfang der Mutter durch den SPD-Vorsitzenden und Bundeskanzler Schröder geführt. Zu diesem Zeitpunkt lag der Unfall rund drei Jahre zurück

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        #4
        Sekedow postete
        Darauf komme ich gerade nicht klar. Ich bin jetzt gerade im Hauptstudium angekommen und weiss schon ein wenig wie wissenschaftliches Arbeiten aussieht (anders^^) und denke mir, dass da doch was nicht stimmen kann. Wirkt fast schon inszeniert.
        genau DAS hab ich mich heut gefragt als die studie gelesen hab. ich quote mich einfach mal selbst (aus nem anderen forum) :

        fazit: eine solche studie an sich ist eine gute idee, allerdings ist diese studie teilweise willkürlich, und hätte in einigen deutlich unangenehmere aspekte aufgreifen können (antisemitismus unter türken)

        wenn das wissenschaftliches arbeiten sein soll, gehört pfeiffer schleunigst die professur entzogen."

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          #5
          der herr pfeiffer war doch schon immer einer der ganz extremen anti-ciomputerspiele-vertreter. diese ganzen frontal 21 berichte, die im vergleich sogar der bildzeitung einen hauch von seriösem journalismus verliehen haben, sind doch auch alle maßgeblich auf seinem mist gewachsen. zudem hat er, soweit ich mich erinnere (bitte nicht drauf festnageln) die einzige/ eine der ganz wenigen studien hervorgebracht, die pc spiele als multiplikator für aggression sehen.

          ja der ist definitiv auf einem feldzug, der ihn persönlich ganz ganz massiv ins mediale rampenlicht presst.

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            #6
            #3 wenn du drittes Semester Psychologie bist (und Statistik schon hattest), weißt du auch, dass in den Medien wissenschaftliche Zusammenhänge extrem verfälscht werden, auch von der Pfeife.
            Die Aussage "es wurde ein Zusammenhang zwischen gewaltätigen Computerspielen und Agressivität gefunden" sagt genau gar nichts aus. Wie hoch ist der Zusammenhang ? Ist er signifikant?

            Wie genau kann man einen Zusammenhang (= Korrelation) interpretieren? Auf 3 Arten:
            -a beeinflusst b
            -b beeinflusst a
            -c (unbekannt?) beeinflusst a und b
            Die Aussage "es wurde ein Zusammenhang zwischen gewaltätigen Computerspielen und Agressivität gefunden" bedeutet also nen Scheiss. Das kann genauso gut bedeuten, dass agressive Menschen eher gewaltätige Computerspiele spielen (wovon ich ausgehe) und nicht anders herum. Genauso gut könnte eine andere Variable (Moderatorvariable/Störvariable) beide verändern.

            Lasst euch bloss net von diesen Studien verarschen, diese Pfeife drückt es nur immer genau so aus, dass es jeder falsch interpretiert.

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              #7
              Also ich hab mal gehört, dass er versucht die USK in schlechtes Licht zu stellen, da er plant eine eigene Institution aufzubauen, die die USK abloesen soll. Dieser Aufbau ist für ihn mit finanziellen Mitteln verbunden.

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                #8
                Es ist doch pures Glück und/oder Beziehungen, um an eine Professur in Psychologie oder Ähnlichem zu kommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Professoren fachlich so viel besser sind als andere Studienabgänger (zur Zeit des Studienendes). Ausserdem hab ich von nem Mathematiker gehört, dass die Psychologen zum Teil die Statistik, die sie anwenden auf ihre Studien, gar nicht wirklich verstehen, weil das schon für einen Mathematiker sehr schwer sei. Da fragt man sich dann schon, wieviel Aussagekraft solche Studien haben.

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                  #9
                  Sekedow postete
                  Darauf komme ich gerade nicht klar. Ich bin jetzt gerade im Hauptstudium angekommen und weiss schon ein wenig wie wissenschaftliches Arbeiten aussieht (anders^^) und denke mir, dass da doch was nicht stimmen kann. Wirkt fast schon inszeniert.
                  Sind denn hier ein paar Kriminologen unter uns, die schon was von ihm gelesen haben? Ist der Mann wirklich eine Korophäe auf seinem Gebiet? Wie schaut es mit seiner wissenschaftlichen Reputation aus?
                  Wie ist eure Meinung dazu?
                  hahahaha jo, same here. Die Methodik seiner Arbeiten sind fragwürdig sag ich mal :D Jedenfalls wird er und seine Studien von unseren Profs belächelt =)

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                    #10
                    #6 japp da haste recht, aber das und/oder anderes kann man an fast jeder studie bemängeln, die populärwissenschaftlich ist und "richtige" studien findeste halt in fachliteratur nicht im fernsehr bei Dr. Pfeiffer ^^

                    es gibt keine studie, die beweist, dass menschen durch Computerspiele mehr aggressive Handlungen ausführen...

                    Wenn man nach diversen Theorien geht könnte man sogar sagen, dass Counter Strike förderlich ist, da man "agressive Energie" abbaut und die Agression nicht real auslebt... inweiweit diese Theorie stimmt sei dahingestellt...
                    solange nicht bewiesen wird, dass solche SPiele wirkluch agressiver machen ist das genauso "richtig"

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                      #11
                      also wissenschaftliche studie ist wissenschaftliche studie, und die hat keinen schnitt mit der populärwissenschaft.
                      diese studie kommt vom Kriminologisches Forschungsinstitut
                      Niedersachsen e.V. (KFN), dazu:
                      "Das KFN veröffentlicht seine Ergebnisse größtenteils in nationalen und internationalen Fachorganen."

                      da kann man schon wissenschaftliches arbeiten erwarten.

                      (hier der FB : http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/fb107.pdf )

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                        #12
                        Ich kann Pfeiffer auch nicht ausstehen, aber an den Studien ist vom wissenschaftlichen Standpunkt aus denke ich mal nicht viel zu rütteln. Dass es zu fast jeder Studie auch eine Gegenstudie gibt und man Ergebnisse unterschiedlich interpetieren kann, ist natürlich wieder ein anderes Thema. Hier übrigens die Studie über Computerspieler, macht euch selbst ein Bild:

                        http://www.kfn.de/versions/kfn/assets/fb108.pdf

                        Dass er immer wieder in den Medien ist, ist wahrscheinlich einfach das Problem, dass viele Redaktionen schon früher mit ihm zusammen gearbeitet haben. Sie kennen ihn, wissen dass er reden und polarisieren kann, für sie ist es nur ein einziger Anruf und der mediengeile Typ kommt auch freiwillig ohne Honorar oder Überredungskunst vor die Kamera....

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                          #13
                          allgemein frage ich mich, aus welchem Arsch die Leute auf einmal ihre Studien ziehen.
                          Angefangen mit der Noob Studie von Spielsüchtigen(Spiegel), die mit der Wissenschaft garnicht komform sein kann weil es offiziel noch keine spielsucht(pc spiele) gibt.

                          Zu Pfeiffer selber... im ersten moment ganz anhembarer Mensch... doch am ende zeigt sich wieder auch nur einer der sich aufgeilt, wenn er sich in der kamera sieht..

                          Und Rechtsradikales denken, hat bitte was mit PC Spielen zutun?
                          Nur weil ich in GTA jeden schwarzen, frau nutte what ever kaputtscvhlagen kann.... hat ja echt viel mit rechtsraidkalen denken zutun.. vielleicht liegts auch nur daran, das in manchen gegenden "ausländer" sich mal nicht wie Engel verhalten....

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                            #14
                            KeyC postete
                            Zu Pfeiffer selber... im ersten moment ganz anhembarer Mensch... doch am ende zeigt sich wieder auch nur einer der sich aufgeilt, wenn er sich in der kamera sieht..
                            Nein, selbst im ersten Moment nicht... Kommilitone hat fürs NDR nen Interview mit ihm gemacht. Er sagt Pfeiffer ist das größte und arroganteste Arschloch das ihm je untergekommen ist.

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                              #15
                              Hab gestern Abend ne Diskussionsrunde mit ihm auf Phoenix gesehen.
                              War recht amüsant, denn er hat meiner Meinung ganz schön kassiert.

                              Wenn wirklich mal kompetente Partner am Tisch sitzen, die sich mit der Materie befassen, kann er seine oberflächlichen und verallgemeinernden Parolen nicht mehr so leicht einstreuen.

                              Was auffällt ist, dass er immer zu der Killerspiel Debatte vor die Kamera tritt.

                              Gestern Abend die Diskussion war echt sehenswert.

                              z.B. der Junge hat pornographische Inhalte auf dem Computer und hat von bis auf eine Ausnahme nur Frauen umgebracht komisch?

                              Meiner Meinung ist gerade das Verhalten der Medien nach so einem Amoklauf, ein Grund für andere Amok zulaufen. Sieht man sich einmal die Sendungen der letzen Tage an wird auffallen, dass das Sendeprogramm sehr oft darüber berichtet.

                              Für jemand der Amoklaufen will, ist das eine Glorifizierung un er möchte ähnlichen "Ruhm" erringen

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