Dray postete
So schlimm ich es auch finde, dass dir sowas passiert ist 90 Tagessätze á 60 Euro sind mehr als 630 , mal ganz abgesehen davon, dass du auch zivilrechtliche Ansprüche gegen ihn hättest/hattest.
Keine Statistik hält vor dem Einzelfall stand. Das dürfte doch wohl inzwischen jedem Menschen klar sein. Natürlich gibt es brutale Verbrechen, meinetwegen auch von Migrantenkindern aus der Unterschicht. Natürlich kann hier oder da das Urteil mal zu schwach sein, ABER das System, die Justiz ist es nicht. Und auch die Gesetze sind es nicht. Man sieht doch hier nur die Kehrseite des Systems, aus der Perspektive, selbstverständlich hundertprozentig gesetzestreuer, Bürger, die keinerlei juristische Ausbildung haben. Natürlich gibt es Fehlurteile, aber die große Masse der Urteile sind gerecht. Natürlich gibt es hier und da zu schwache Strafen, aber hier und da eben auch zu scharfe. Das System insgesamt, die Justiz insgesamt, die Gesetze in ihrer Gesamtheit, sind fair auch wenn das die konservativen Nulltoleranzfans nicht wahrhaben wollen. Worüber wird denn bei der Justiz schon berichtet? Doch wohl nur über die Fälle wo "Migranten" oder "Berühmte" angeklagt werden. Was anderes sieht doch der gemeine Bürger von der Justiz gar nicht und sich daraus ein Urteil über die gesamte Justiz zusammenzureimen: lächerlich.
frizzo postete
kleines beispiel zu diesem thema: ich bin vor gut 2 1/2 jahren überfallen worden, hab gut auf die fresse bekommen und einen schädelbasisbruch und gehirnblutungen an 3 stellen gehabt. heute hab ich nur noch 60% hörkraft auf dem linken ohr und einen tinitus (nicht behandelbar, weil es ein physischer schaden und kein psychosomatischer ist) aus diesem vorfall resultierend. der täter (ein mitbürger türkischer herkunft) wurde angezeigt und bekam vor gericht die strafe von 90 tagessätzen à 60 euro. ab 91 tagessätzen ist man vorbestraft. das heisst er bezahlte 630 euro und war damit aus der sache raus, keine vorstrafe, kein garnichts... manchmal kommt man sich einfach vor wie in einem schlechten film.
kleines beispiel zu diesem thema: ich bin vor gut 2 1/2 jahren überfallen worden, hab gut auf die fresse bekommen und einen schädelbasisbruch und gehirnblutungen an 3 stellen gehabt. heute hab ich nur noch 60% hörkraft auf dem linken ohr und einen tinitus (nicht behandelbar, weil es ein physischer schaden und kein psychosomatischer ist) aus diesem vorfall resultierend. der täter (ein mitbürger türkischer herkunft) wurde angezeigt und bekam vor gericht die strafe von 90 tagessätzen à 60 euro. ab 91 tagessätzen ist man vorbestraft. das heisst er bezahlte 630 euro und war damit aus der sache raus, keine vorstrafe, kein garnichts... manchmal kommt man sich einfach vor wie in einem schlechten film.
Keine Statistik hält vor dem Einzelfall stand. Das dürfte doch wohl inzwischen jedem Menschen klar sein. Natürlich gibt es brutale Verbrechen, meinetwegen auch von Migrantenkindern aus der Unterschicht. Natürlich kann hier oder da das Urteil mal zu schwach sein, ABER das System, die Justiz ist es nicht. Und auch die Gesetze sind es nicht. Man sieht doch hier nur die Kehrseite des Systems, aus der Perspektive, selbstverständlich hundertprozentig gesetzestreuer, Bürger, die keinerlei juristische Ausbildung haben. Natürlich gibt es Fehlurteile, aber die große Masse der Urteile sind gerecht. Natürlich gibt es hier und da zu schwache Strafen, aber hier und da eben auch zu scharfe. Das System insgesamt, die Justiz insgesamt, die Gesetze in ihrer Gesamtheit, sind fair auch wenn das die konservativen Nulltoleranzfans nicht wahrhaben wollen. Worüber wird denn bei der Justiz schon berichtet? Doch wohl nur über die Fälle wo "Migranten" oder "Berühmte" angeklagt werden. Was anderes sieht doch der gemeine Bürger von der Justiz gar nicht und sich daraus ein Urteil über die gesamte Justiz zusammenzureimen: lächerlich.
ausserdem wollte ich damit nicht, alles über einen kamm scheren, vielleicht war das etwas falsch ausgedrückt... ich lese ebenso oft in der zeitung usw. von urteilen für verbrechen jeglicher art und denke mir: jo, schon richtig so. manchmal denkt man halt man ist im falschen film, wie zum beispiel ich es dachte, als ich bei der urteilsverkündung die richterin vom "armen bülent" (zitat!) reden hörte und einfach nur 3 fragezeichen über dem kopf hatte. und es ging mir nicht primär um irgendein geld im strafrechtlichen oder zivilrechtlichen sinne, ganz davon abgesehen, dass die 630 euro in die staatskasse wandern. ich wollte vor allem eine gerechte strafe und fühlte mich einfach ein bischen verarscht... aber wie gesagt, ich wollte nicht meinen speziellen fall als allgemein platz für die deutsche justiz hinstellen.
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