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Haus-/Wohnungskauf

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    Haus-/Wohnungskauf

    Hallo liebe Community,

    nach dem Ehering-kaufen-Thread und dem Elternthread habe ich mich gewundert, dass es tatsächlich noch keinen Thread zum Thema Haus/Wohnungskauf gibt.
    Beziehungsweise, ich bin mir nicht so sicher. Ich meine mich eigentlich zu erinnern, dass es sowas gab. Aber die Suchfunktion ist glaube ich komplett broken und die Suche über google liefert auch keine befriedigende Ergebnisse (wobei, Ansichtssache: 3er BMW).
    Vermutlich war es damals kein eigener Thread, sondern einfach eine Diskussion in anderen Threads wo das Thema Hauskauf-vs-Miete ausgiebig diskutiert wurde.

    Um die Transformation dieses Gaming (was ist das ??) Forums hin zur Wir-stehen-mitten-im-Leben-Community weiter fortzuführen, hier der Thread zum Thema Immobilien.

    Der Auslöser ist, dass sich vielleicht in naher Zukunft die Möglichkeit zum Wohnungskauf bietet und ich nun das erste mal konkret über eine Finanzierung nachgedacht habe.
    Vielleicht gibt es hier ja Leute, die selber schon ein Haus oder eine Wohnung finanziert haben und da ein wenig helfen können, worauf man achten sollte und was man gerne vergisst. Wenn man über 15+ Jahre finanziert muss man ja zum Beispiel auch Renovierungskosten einberechnen, die innerhalb dieser Zeit anfallen etc., das Thema ist ja doch etwas komplexer.
    Daher hoffe ich auf ein paar Erfahrungen und vielleicht Tipps zum Thema Haus und/oder Wohnungskauf!
    Über was für einen Zeitraum habt ihr finanziert? Was habt ihr vielleicht vorher nicht berücksichtigt? Was würdet ihr im Nachhinein anders machen? Oder plant ihr gerade einen Kauf? Wie hoch sollte die monatliche Tilgung sein (natürlich prozentual).

    Muss mich erst einmal ein wenig in das Thema einarbeiten und einlesen und hoffe, dass es hier vielleicht schon den einen oder anderen Erfahrungsschatz dazu gibt!


    Und bitte lasst das Ganze nicht zu sehr ausarten in 'Hauskaufen = total dumm' vs 'lol lebenlang Miete zahlen', danke.

    #2
    Die Finanzierung sollte zu deiner bzw. eurer Situation passen. Pauschale Aussagen sind das meines Erachtens schwer zu tätigen.

    Du solltest dich durch eine Finanzierung nicht groß in deinem Leben einschränken, sprich keine zu hohe Belastung. Was für dich persönlich noch akzeptabel ist, ist ggf. für jemand anderen schon zu hoch. Des Weiteren solltest du dir überlegen, bis wann du schuldenfrei sein willst und schauen, ob das realistisch ist mit der geplanten Finanzierung.

    Die Zinsen sind nach wie vor sehr attraktiv, dafür aber viele Häuser/ Wohnungen sehr teuer - natürlich regional immer unterschiedlich.

    Ich selbst habe einen Teil für 10 Jahre und einen anderen Teil über 15 Jahre finanziert. Werde aber auch von meinen Eltern ein "vorgezogenes Erbe" erhalten, sodass ich spätestens nach 15 Jahren schuldenfrei sein werde/ will.

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      #3
      Hallo Mehl,

      kurze Frage vorab, Eigennutzer oder Kapitalanlage, denn dann gibt es schon einige Unterschiede, auch bei den steuerlichen Möglichkeiten.

      Dazu noch die Frage wieviel Eigenkapital Du hast bzw. was Du einsetzen kannst.

      Ab dann kann man etwas mehr dazu sagen.

      mfg

      Feanor

      P.S.: Haber vor einem dreiviertel Jahr eine Wohnung als Kapitalanlage gekauft und habe mich daher deutlich intensiver auch mit dem Thema Finanzierung etc beschäftigt, dazu bin ich etwas geschädigt, da ich beruflich nur und ausschließlich mit Immobilien zu tun habe (Vermietung, Verkauf, Kauf, WEGs, etc..).

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        #4
        Bzgl. Instandhaltungsrücklage: https://immobilien.sparkasse.de/bauf...ruecklage.html

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          #5
          wir haben unser haus in einer guten zinsphase gekauft, eigenkapital war einigermaßen vorhanden (aber keine 20%) - kaufnebenkosten hätten wir problemlos leisten können.

          haben mit unserem bankberater (bekannter, deswegen vermutlich auch legit) diverse rechnungen durchgespielt und sind bei dem punkt angekommen, dass wir durch ne sehr gute bonität (beamte mit a14 stelle und ing mit festanstellung in nem öffentlichen unternehmen + ein solides ETF Depot) kaum mehr zinsen zahlen würden, wenn wir anstatt der kaufnebenkosten nichts anzahlen würden (~110% finanzierung).

          das gesparte geld ist dann angelegt worden (gefüttert durch einen zusätzlichen monatlichen sparplan) und zwar so, dass kredit 1 (KFW) der nach 10 jahren fällig wird, durch das angelegte geld bei ~4% rendite pA komplett getilgt wird #msci world. (sollte das zinsniveau ähnlich wie heute sien, finanzieren wir einfach weiter und besparen den sparplan genau so weiter..

          zusätzlich leisten wir eine sonderzahlung von ~5000€ pro jahr (das war bislang immer das weihnachtsgeld/bonis von uns), das ist so in den kreditkonditionen festgehalten worden ( bis zu 7% der Kreditsumme wäre auch möglich), wodurch wir die flexibilität behalten haben aber trotzdem den kredit jederzeit reduzieren können.

          aktuell könnten wir den kredit komplett ablösen, aber die vorfälligkeitsentschädigung + geringer zins macht es total sinnlos das geld ins haus anstatt in alternative anlagemöglichkeiten zu stecken.

          würd beim kauf darauf achten dass im worst case beide partner (wenns was gemeinsames sein sollte) die immobilie auch alleine halten könnten...

          /E
          nach exto91´s formel (nettox100) haben wir ca. 70% unserer maximalen darlehnssumme in Anspruch genommen :-p
          Zuletzt geändert von KADOZER; 27.04.2021, 09:19.

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            #6
            Man kann tatsächlich grob pauschalisieren und es gibt auch diverse Richtwerte, wie eine Finanzierung aussehen kann.

            - bestenfalls bis zum Renteneintritt vollständig getilgt (heute aber auch nciht unbedingt zwingend notwendig, aufgrund geringer Zinsen - natürlich unter dem Sicherheitsaspekt gesehen durchaus sinnvoll).

            - Nettohaushaltseinkommen x 100 = maximale Darlehenssume --> je nach Lebenssituation (keine Kinder vorhanden / keine Kinder geplant / noch extrem jung) kann sich der Betrag auch durchaus erhöhen, so dass auch etwas mehr aufgenommen werden kann. Für die "finanzielle Sicherheit" ist das aber eine ordentliche Rechnung.

            - Tilgung zwischen 2,5 - 3,0% ist in der aktuellen Phase total in Ordnung. Ist aber natürlich abhängig von der Gesamtlaufzeit und letztlich auch von deinem Alter. Wenn du schon ü50 bist, solltest du natürlich bei einem 500k Kredit mehr als 3% tilgen xD


            Wichtig ist halt:

            - Zinssicherheit (für dich persönlich wichtig oder nicht?) --> Kommt natürlich auf die persönlichen Präferenzen an. Bist du ein sicherheitsbedürftiger Mensch? Wie sieht dein Leben in 10-20 Jahren aus? Kommt ein Erbe? und und und...

            - Flexibilität (würde unbedingt darauf achten, dass du 5% Sondertilgung im Vertrag mit einplanst und auch flexible Ratenanpassung (z.B. dass du auch kurzfristig auf 1% Tilgung runter fahren kannst - falls mal schwere Zeiten kommen, oder Zeiten mit Kleinkind etc. --> bei der heutigen Zinsphase bringt dich das definitiv nicht um))

            - unbedingt bei den regionalen Banken umschauen!! Man meint oft, dass die Internetbanken bessere Angebote haben - ist ein totaler Irrglaube... Haben unglaublich viel verglichen und das mit Abstand beste Angebot von der örtlichen Bank um die Ecke bekommen

            - Beachte, dass du nach 10 Jahren durch den gesetzlichen Aspekt (§489 BGB) immer deine Finanzierung beenden kannst, bzw. neu finanzieren kannst. Bindest du dir somit den Zins auf 20 Jahre, könntest du trotzdem nach 10 Jahren dir einen "neuen" Zins holen. Ist vielleicht auch für deine Zinsplanung etc. wichtig!


            Ansonsten kann ich dir nur empfehlen dir eine saubere Excel-Tabelle zu machen mit allen aktuellen Fixkosten / variablen kosten um zu schauen, wie viel du tatsächlich maximal tilgen kannst. Lies dich in Dinge ein wie (Kosten für Einfamilienhäuser/Eigentumswohnungen - Unterscheid zum Mietverhältnis) um auch zukünftige Kosten nicht zu vergessen, die du bezahlen musst - aktuell aber aufgrund des Mietverhältnisses nicht anfallen. Rechne NIEMALS zu knapp, sondern eher großzügig. Werd dir bewusst wie sehr du dich einschränken kannst/willst für dein Eigenheim - sprich: Möchtest du trotzdem 3x im Jahr in Urlaub oder auf gewisse Dinge einfach nicht verzichten? Dann sollte die Kreditsumme bzw. die monatliche Tilgung nicht zu hoch sein!

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              #7
              Zitat von RA_Feanor Beitrag anzeigen
              Hallo Mehl,

              kurze Frage vorab, Eigennutzer oder Kapitalanlage, denn dann gibt es schon einige Unterschiede, auch bei den steuerlichen Möglichkeiten.

              Dazu noch die Frage wieviel Eigenkapital Du hast bzw. was Du einsetzen kannst.

              Ab dann kann man etwas mehr dazu sagen.

              mfg

              Feanor

              P.S.: Haber vor einem dreiviertel Jahr eine Wohnung als Kapitalanlage gekauft und habe mich daher deutlich intensiver auch mit dem Thema Finanzierung etc beschäftigt, dazu bin ich etwas geschädigt, da ich beruflich nur und ausschließlich mit Immobilien zu tun habe (Vermietung, Verkauf, Kauf, WEGs, etc..).
              Wohnungskauf zur Eigennutzung, nicht als Kapitalanlage.
              Realistischerweise muss man wohl von einem Kaufpreis von um die 500.000 ausgehen, Eigenkapital kann ich noch nicht genau sagen, aber da wird eine Quote von 15%+ angepeilt.

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                #8
                Zitat von exto91 Beitrag anzeigen
                Man kann tatsächlich grob pauschalisieren und es gibt auch diverse Richtwerte, wie eine Finanzierung aussehen kann.
                (...)
                Danke, so etwas in der Art hatte ich mir erhofft ;)
                Lese mich wie gesagt gerade erst ein und beschäftige mich tiefer mit der Materie, deswegen such ich erst einmal überall nach Infos

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                  #9
                  Zitat von mehL Beitrag anzeigen

                  Danke, so etwas in der Art hatte ich mir erhofft ;)
                  Lese mich wie gesagt gerade erst ein und beschäftige mich tiefer mit der Materie, deswegen such ich erst einmal überall nach Infos

                  Zusätzlich noch:

                  Am Anfang würde ich mich ganz unverbindlich mal mit interhyp oder Dr.Klein "zusammen setzen" und mal die ersten Angebote ausarbeiten lassen. Sind private Baufinanzierungsvermittler - so deckst du bereits ein relativ breites Spektrum von vielen Banken ab und siehst, wie denn bei welcher Summe die aktuellen Konditionen ausschauen. Damit kannst du dann auch gut vergleichen, z.B. bei den örtlichen Banken.

                  Hat mir auch gut weiter geholfen - hätte fast darüber finanziert, also die Angebote sind durchaus gut und auch die Mitarbeiter sind größtenteils kompetent.

                  Für den Anfang auch ganz gut um mal ein Gefühl für die Finanzierung zu bekommen :)

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                    #10
                    Zitat von mehL Beitrag anzeigen

                    Danke, so etwas in der Art hatte ich mir erhofft ;)
                    Lese mich wie gesagt gerade erst ein und beschäftige mich tiefer mit der Materie, deswegen such ich erst einmal überall nach Infos
                    Mein alten Vatten hat immer gesagt: Das Gehalt des Besserverdieners nutzt man zum Leben für beide Personen. Das Gehalt des Schlechterverdieners ist das absolute Maximum an monatlicher Ratentilgung für das Haus/Wohnung.

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                      #11
                      Zitat von Fossi Beitrag anzeigen

                      Mein alten Vatten hat immer gesagt: Das Gehalt des Besserverdieners nutzt man zum Leben für beide Personen. Das Gehalt des Schlechterverdieners ist das absolute Maximum an monatlicher Ratentilgung für das Haus/Wohnung.
                      maximum an monatlichem budget für alle kredite/verträge/verpflichtungen und man wäre mMn. vllt noch up2date.
                      fixkosten die mit dem haus zu tun haben + internet, strom, versicherungen, autokredit(e),hauskredit , rücklage= Gehalt 1

                      "leben" (lebensmittel, urlaube und sonstige unvorhersehbare anschaffungen) von gehalt 2
                      Zuletzt geändert von KADOZER; 27.04.2021, 09:32.

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                        #12
                        Wir haben über Interhyp die Finanzierung abgeschlossen, der Typ hatte wesentlich mehr Ahnung als die Vertreterin der örtlichen Bank. Es ist am Ende eine Kombi aus regionaler Sparkasse und KfW geworden. Müssten auch so bei 70% gelandet sein nach der Exto-Rechnung

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                          #13
                          Wir sind auch seit nem Jahr auf der Suche nach einem Haus. Kein Spaß. Es gibt kaum Angebote und wenn dann für viel zu viel Geld - aber scheinbar sind da draußen genug Leute, die sich dafür wirklich extrem hoch verschulden wollen oder ihr ganzes Erbe reinstecken. Es reicht tatsächlich in einer ~150k EW Stadt bei Häusern für 600k mit erheblichem Renovierungs/Sanierungsaufwand nicht (=750k aufwärts fürs Projekt), sich am gleichen Tag zu melden -> schon zu viele Anfragen und man wird vertröstet.

                          Anyway. Wir haben uns nen Excel-Sheet gemacht und sämtliche Einkünfte, Eigenkapital usw aufgelistet und geschaut, was davon verfügbar ist und wieviel Rücklage wir noch haben wollen. Dann unsere Konten für das letzte Nicht-Covid Jahr einmal durchgegangen und alle Fixkosten sowie durchschnittliche monatliche Ausgaben gegenübergestellt (den Verlobungsring für 3 Nettogehälter nicht vergessen!). Dann noch eventuelle weitere Kinder großzügig mit eingeplant und dann kommt man glaube ich ganz verlässlich zu ner Rate, bei der man sich nicht groß einschränken würde. Das ist dann unser Budget.

                          Was ich ganz cool fand: im hausbau-forum.de kann man die Rechnung auch mal aufmachen und sich ein bisschen beraten lassen, dann bekommt man nochmal ein besseres Gefühl.


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                            #14
                            Zitat von Fossi Beitrag anzeigen

                            Mein alten Vatten hat immer gesagt: Das Gehalt des Besserverdieners nutzt man zum Leben für beide Personen. Das Gehalt des Schlechterverdieners ist das absolute Maximum an monatlicher Ratentilgung für das Haus/Wohnung.
                            Dein alten Vatten ist 1 schlaue Mann

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                              #15
                              Da keiner die zukünftigen Dimensionen der Finanzmärkte abschätzen kann, immer volle Zinsbindung über die gesamte Laufzeit des Kredits.

                              /und wenn die Dorfbank das nicht hinbekommt, neue Bank suchen. Keine Bank bindet sich 30 Jahre an einen Zins, die Risiken werden übers Hedging an die Kapitalmärkte übertragen.
                              Zuletzt geändert von Guusje van Geel; 27.04.2021, 10:27.

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