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    All-In gehen / Fehler machen!

    Guten Tag Elite, ernstes Thema:

    Kennt ihr die Situation, in der ihr wisst, dass eine bestimmte Entscheidung, von der ihr kurz davor seid, sie zu treffen, euer ganzes Leben verändern könnte/wird und sie eventuell auch nach hinten losgehen kann, weil sie

    - objektiv betrachtet vll. gar nich mal so klug ist?
    - total abwegig ist?
    - zu risikobehaftet ist?
    - ein voreiliger Schnellschuss war?

    Hattet ihr schon solche Entscheidungen zu treffen? Habt ihr Sie getroffen? Was kam dabei raus?

    Als Beispiel kann ich hier nur "Für den Job wegziehen" , "Fürs Studium wegziehen" o.Ä. aufführen, quasi einen Lebensabschnitt komplett hinter sich lassen und was neues aufbauen.

    Bitte no trolls!

    #2
    Das ist einfach Teil des Erwachsen werdens!

    Man kann dir natürlich nicht Ratschläge geben, ohne deine Situation zu kennen. Würde aber zu bedenken geben, dass, wenn du noch relativ jung bist und wenig Verantwortung hast (z.B. Ehe, Kinder, eigenes Haus in Stadt X), du ruhig das Risiko gehen kannst, weil du weniger zu verlieren hast und gleichzeitig auch mehr Zeit für eine Kurskorrektur hast, falls es doch nicht so laufen sollte, wie du es dir gewünscht hast!

    Vielleicht hilft dir auch die Frage weiter, ob es für dich in 10 Jahren schlimmer wäre, die Entscheidung getroffen zu haben und es hat nicht geklappt oder sie nie getroffen zu haben. Also zu schauen, welches worst case szenario für dich schlimmer wäre!

    Für mich waren damals in den frühen 20ern die Entscheidung mich von meiner ersten großen Liebe loszusagen und Dota nicht mehr professionell spielen und mich auf mein Studium zu konzentrieren (war damals Semipro/Coach) große und einschneidende Entscheidungen, die sich beide im Nachhinein als gut und richtig erwiesen haben :)

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      #3
      Alles auf Rot.

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        #4
        Hab im Sommer den Job gewechselt und arbeite nun im Ausland. Würde ich immer wieder machen. Frau und der kleine sind auch mitgekommen, war also für uns alle ein All-In-Move.
        Selbst wenn es schiefgegangen wäre, z.B. Probezeit nicht überstanden, wäre es nicht der Untergang gewesen. Wir hätten in GER bestimmt wieder Fuß gefasst und wären übergangsweise irgendwo untergekommen.
        Auf die Corona-Beschränkungen und dem deutlich höheren Aufwand des Umzugs während geschlossener Grenzen im Mai hätte ich gerne verzichtet, aber irgendwas habe ich daraus bestimmt gelernt.

        Bisher läufts. Sind halt 950km in die Heimat und wir wären dieses Weihnachten gerne nach "Hause" gefahren, aber das holen wir hoffentlich alles 2021 nach oder lassen uns in der neuen Bleibe besuchen.

        Nur zu deinen Punkten ("objektiv betrachtet vll. gar nich mal so klug" / "abwegig", "Risiko" etc.) würde ich Dir raten, das Szenario nochmals durchzuspielen, ansonsten go for it!

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          #5
          Zitat von DonMikele_ Beitrag anzeigen
          Hab im Sommer den Job gewechselt und arbeite nun im Ausland. Würde ich immer wieder machen. Frau und der kleine sind auch mitgekommen, war also für uns alle ein All-In-Move.
          Selbst wenn es schiefgegangen wäre, z.B. Probezeit nicht überstanden, wäre es nicht der Untergang gewesen. Wir hätten in GER bestimmt wieder Fuß gefasst und wären übergangsweise irgendwo untergekommen.
          Auf die Corona-Beschränkungen und dem deutlich höheren Aufwand des Umzugs während geschlossener Grenzen im Mai hätte ich gerne verzichtet, aber irgendwas habe ich daraus bestimmt gelernt.

          Bisher läufts. Sind halt 950km in die Heimat und wir wären dieses Weihnachten gerne nach "Hause" gefahren, aber das holen wir hoffentlich alles 2021 nach oder lassen uns in der neuen Bleibe besuchen.

          Nur zu deinen Punkten ("objektiv betrachtet vll. gar nich mal so klug" / "abwegig", "Risiko" etc.) würde ich Dir raten, das Szenario nochmals durchzuspielen, ansonsten go for it!
          Warum hat man dich nicht bei VOX die Auswanderer gesehen?

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            #6
            Was meinst du denn mit "objektiv betrachtet vll. gar nich mal so klug ist"?
            Wenn etwas objektiv blöd ist, sollte mans nicht tun.
            Oder meinst du subjektiv?

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              #7
              Dachte das ist ein vazy thread. Gibt's den eigtl noch?

              Hab damals meinen ganz ok bezahlten Job bei eon gekündigt und bin nach Australien zum reisen. Meine eltern haben mich dafür so gehasst. Die sind noch so old school - aus der Schule in die Lehre, in den Beruf, in die Rente (am besten ohne jemals weg zu ziehen oder den Arbeitgeber zu wechseln).
              Dort in Australien dann meinen Plan fürs Leben quasi neu aufgestellt. Zurück in Deutschland mein Abi nachgeholt, studiert, nun Lehrer. Das war ein langer Weg (Schule 3 Jahre, Studium 5 Jahre, refendariat 1,5 Jahre) und das alles mit sehr wenig Geld und viel Streß verbunden. Habe nebenbei immer als Cocktailmixer in Szenebars gearbeitet. Das klingt im ersten Moment geil, ist aber ultra anstrengend. Jedes Wochenende Freitag und Samstag bis morgens arbeiten, unter der Woche dann lernen. Habs auch lange gehasst, so wenig Geld zu haben, nachdem man bereits "richtig" gearbeitet hatte.
              Aber im Nachhinein war mein Plan nach Australien immer: so viel Freizeit wie möglich zum Reisen, so viel Zeit wie möglich mit meiner zukünftigen Familie verbringen, ok viel Geld verdienen. Im Abi habe ich dann meine Liebe zur Schule entdeckt und richtig gut performt. Glaube durchs Alter (mit 22 angefangen) hab ich das alles deutlich ernster genommen. Hatte schon länger vor, mit Kindern zusammen zu arbeiten, Kindergarten war mir aber zu Stumpf.
              Gerade in corona Zeiten schätze ich die Sicherheit des Berufes extrem und seit zwei Jahren bin ich Vater und ich liebe die Ferien mit meiner kleinen Familie. Die Entscheidung war also absolut richtig. Meine Mutter war richtig lange total angepisst davon.."wiekkann man nur nochmal neu anfangen, denk an die Rente" Was irgendwie unsere Beziehung kaputt gemacht hat. Aber sonst absolut positiv. Richtig viele Erinnerungen in den Jahren gesammelt. Geile Partys, witzige Menschen usw

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                #8
                Zitat von jellybelly Beitrag anzeigen

                Warum hat man dich nicht bei VOX die Auswanderer gesehen?
                Konnte die Fremdsprache schon und wollte kein Modehaus neben einer Kläranlage aufmachen, also nicht interessant genug.

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                  #9
                  seit 2013 all in crypto. also wirklich all in. private rentenversicherung gekündigt und auch drin. sonst nur geld für notfälle auf dem sparbuch. bisher gutes ding. mal gucken ob es sich in x jahren rückwirkend gelohnt hat.

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                    #10
                    Zitat von DonMikele_ Beitrag anzeigen

                    Konnte die Fremdsprache schon und wollte kein Modehaus neben einer Kläranlage aufmachen, also nicht interessant genug.
                    Du kannst Schweizerdeutsch? als zugezogener? Wage ich zu bezweifeln!! :P

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                      #11

                      Spoiler: 
                      Zitat von Das_Bier Beitrag anzeigen
                      Dachte das ist ein vazy thread. Gibt's den eigtl noch?

                      Hab damals meinen ganz ok bezahlten Job bei eon gekündigt und bin nach Australien zum reisen. Meine eltern haben mich dafür so gehasst. Die sind noch so old school - aus der Schule in die Lehre, in den Beruf, in die Rente (am besten ohne jemals weg zu ziehen oder den Arbeitgeber zu wechseln).
                      Dort in Australien dann meinen Plan fürs Leben quasi neu aufgestellt. Zurück in Deutschland mein Abi nachgeholt, studiert, nun Lehrer. Das war ein langer Weg (Schule 3 Jahre, Studium 5 Jahre, refendariat 1,5 Jahre) und das alles mit sehr wenig Geld und viel Streß verbunden. Habe nebenbei immer als Cocktailmixer in Szenebars gearbeitet. Das klingt im ersten Moment geil, ist aber ultra anstrengend. Jedes Wochenende Freitag und Samstag bis morgens arbeiten, unter der Woche dann lernen. Habs auch lange gehasst, so wenig Geld zu haben, nachdem man bereits "richtig" gearbeitet hatte.
                      Aber im Nachhinein war mein Plan nach Australien immer: so viel Freizeit wie möglich zum Reisen, so viel Zeit wie möglich mit meiner zukünftigen Familie verbringen, ok viel Geld verdienen. Im Abi habe ich dann meine Liebe zur Schule entdeckt und richtig gut performt. Glaube durchs Alter (mit 22 angefangen) hab ich das alles deutlich ernster genommen. Hatte schon länger vor, mit Kindern zusammen zu arbeiten, Kindergarten war mir aber zu Stumpf.
                      Gerade in corona Zeiten schätze ich die Sicherheit des Berufes extrem und seit zwei Jahren bin ich Vater und ich liebe die Ferien mit meiner kleinen Familie. Die Entscheidung war also absolut richtig. Meine Mutter war richtig lange total angepisst davon.."wiekkann man nur nochmal neu anfangen, denk an die Rente" Was irgendwie unsere Beziehung kaputt gemacht hat. Aber sonst absolut positiv. Richtig viele Erinnerungen in den Jahren gesammelt. Geile Partys, witzige Menschen usw


                      habs fast ähnlich gemacht, 2013 guter job aber huso chef, dann mit einer kollegin gesprochen, der ging es genauso, also wir zusammen einen plan gemacht zum ende des jahre zu kündigen und weg zugehen, im geheimen alles angeleiert und gekündigt und dann paar monate vorher es den wichtigen leuten erzählt

                      wohnung, versicherungen usw. alles was wir nicht brauchten gecancelt, ich hab meine sache bei meinen eltern gelagert, die waren zwar erst etwas stutzig aber meinten dann go vor it, btw. war ich da 29, ende dezember 2013 ging es dann nach dubai, malaysia, australien und neueseeland

                      wir sind aber beide auch zusammen zurück gekommen im juli 2014, aber ich war frei und konnte mich umschauen was ich machen will und wo, hatte dann kurz dannach 3 vorstellungsgespräche in ganze deutschland und auch drei zusagen, so bin ich jetzt in stuttgart gelandet

                      was ich denke was wichtig ist, das mach sich einen plan macht und nicht einfach yolo loslegt, das kann mal schnell schief gehen und auch das man mit sich selbst im reinen ist....
                      hätte ich sachen anders gemacht? bestimmt aber bereue ich es, auf keinen fall dafür waren die erfahrungen zu gut und zu wertvoll

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