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[rm Anwaltskanzlei] Kündigung Nebenjob

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    [rm Anwaltskanzlei] Kündigung Nebenjob

    Hallo RM-Juristen,

    folgendes Problem:

    Moin Meeep. Wir sind momentan ja dabei etwas umzustruckturieren. Es kommen auch weitere Festangestellte dazu. Ein paar Aushilfen, die unregelmäßig bzw wenig Zeit haben, müssen wir leider kündigen. Bisher war es ja so, dass es kein Problem war. Wenn einer nur selten da ist, bekommt er nur die Zeit bezahlt die er hier ist. Das gefällt den Aushilfen aber ja nicht mehr. Daher müssen wir es nun umstellen, damit es für beide Seiten sinnvoll ist. Tut mir leid, aber es nützt leider nichts. Du bist damit leider auch betroffen.
    Vorabankündigung meiner Kündigung beim Nebenjob. Da ich kein Jurist bin, der Mann aber sich leider schon nachweislich nicht korrekt verhalten hat beim Nebenjob(hat sich strikt geweigert Urlaub für Aushilfen zu gewähren).

    Kann mein (ex)-Chef seine Kündigung noch ordentlich begründen? Bin da irgendwie zwiegespalten. Hätte es Verhaltensbedingtegründe gegeben (Diebstahl usw), wäre das nachvollziehbar und auch schon geschrieben. Die gibt es aber nicht. Bin dankbar für jeden vernünftigen Rat.

    Fakten:
    seit über einem Jahr im Betrieb
    mündlicher Arbeitsvertrag - wie jede Aushilfe im Betrieb
    kein Fehlverhalten
    hab auf mein Recht von Urlaub gepocht (hat ihm definitiv nicht gepasst)

    #2
    Auf was willst du denn hinaus? Stehe da gerade wirklich auf dem Schlauch. Also was genau meinst du mit:

    Kann mein (ex)-Chef seine Kündigung noch ordentlich begründen?

    Kann im Sinne von Muss? Muss er eine Kündigung überhaupt begründen?

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      #3
      Das ist halt die Frage. Die Kündigung kommt im Endeffekt nur, weil ich "anspruch" auf meinen Urlaub erhebe.

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        #4
        Ich schätze mal, an der Kündigung wirst du nicht viel machen können. Aber der Urlaub steht dir schon zu. Der muss dir also ausgezahlt werden o.ä..

        Bin aber kein Jurist und kann dir das jetzt nicht mit irgendwelchen Paragraphen belegen. Nur als ich selber mal nach Urlaubsanspruch für Aushilfen etc. gegoogled habe und mich darüber informiert hab wurde es ziemlich klar, dass auch Aushilfen den gleichen Anspruch wie Festangestellte haben.

        Ergo, die Kündigung wirst du nicht anfechten können, da kann er sich sicherlich immer irgendwie rauswinden. Und vorallem auch, mit welchem Ziel? Da weiterhin arbeiten willst du dann ja eh nicht. Aber den Anspruch auf deinen Urlaub hast du mit ziemlicher Sicherheit.

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          #5
          Mir gehts im Endeffekt tatsächlich nur darum mehr rausschlagen zu können. Der inoffizielle Kündigungsgrund ist einfach, dass ich den Urlaub will. Das passt ihm simpel nicht.

          Was ich gelesen hab und in der Ausbildung gelernt hab, ist dass eine Kündigung seitens Arbeitgeber immer begründet sein muss. Sei es im Verhalten oder Betriebsbedingt. Aber kann auch sein, dass ich die Paragraphen falsch interpretiere.

          Was aber feststeht, ist dass 450 Euro Kräfte komplett gleichgestellt sind, gegenüber "normalen" Arbeitnehmern.

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            #6
            Mit der Begründung bin ich mir nicht so Sicher. Und wie gesagt, im Zweifel sagt er halt: ja, Umstrukturierung dies das. Vielleicht könntest du ihn da in einen langen Rechtsstreit verwickeln, aber die Frage ist halt, was hast du davon außer der Genugtuung und vielleicht immensen Kosten? Gibt ja einige Fälle bei Lieferando o.ä., wo die Fahrer nen Betriebsrat gründen wollen und dann plötzlich gekündigt werden. Die haben auch wenig Handhabe dagegen.

            Deswegen ist das einzige, was ich als realistisch ansehe, dein Anspruch auf Urlaub. So viel wie die normalen Angestellten. Bei 25 Tagen für Vollzeitangestellte und fünf Tage Woche sind das fünf Wochen Urlaub, dir stehen dann also vermutlich 1.25 Monatsgehälter zu, jenachdem wie genau dein Vertrag ausschaut.

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              #7
              schreib mich persönlich an und wir quatschen drüber. Grüße

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                #8
                Perfekt. Hab dir ne Nachricht geschrieben.

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                  #9
                  Zitat von GoforLaw Beitrag anzeigen
                  schreib mich persönlich an und wir quatschen drüber. Grüße
                  Mich würde auch interessieren, wie da die rechtliche Lage aussieht.
                  Ich verstehe nicht, warum es keinen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt. Aber vor allem, ob das "egal" ist und wie der Arbeitgeber in so einem Fall kündigen kann oder eben nicht. Die Nachricht oben ist schon etwas dünn. Letztlich fehlt aber nur noch die tatsächliche (mündliche) Kündigung - mit dem Kündigunggrund: Umstrukturierung, oder?

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                    #10
                    Naja, was ich weiß ist, dass Arbeitsverträge auch mündlich geschlossen werden können und auch damit die gleiche festigkeit besitze wie schriftliche Arbeitsverträge.

                    Um diese egal gehts mir auch, bin froh das GoForLaw sich da anbietet und mich mal berät!

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                      #11
                      geh zu nem arbeitsrechtler. gibts nen betriebs-/personalrat?

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                        #12
                        Nein, gibt es nicht. Firma ist relativ "klein". Wobei klein wohl nicht mehr stimmt. Allein an dem Standort gibt es mindestens 10 Festangestellte und einen Azubi. Am frühreren Standort gibt es auch noch 5 oder 6 festangestellte...Also Vollzeitkräfte. Dazu noch einige Teilzeitbeschäftigte -> ~60 bis 90 Stunden und über 10 "Minijobber". Fällt dann vielleicht schon in ein mittelständiges Unternehmen...

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                          #13
                          Zitat von Ehrenmars Beitrag anzeigen
                          geh zu nem arbeitsrechtler. gibts nen betriebs-/personalrat?
                          kann ich mir kaum vorstellen, wenn angestellte über 1 jahr dort auf grundlage eines mündlichen arbeitsvertrages arbeiten

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                            #14
                            Zitat von Schmetterling Beitrag anzeigen

                            Mich würde auch interessieren, wie da die rechtliche Lage aussieht.
                            Ich verstehe nicht, warum es keinen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt. Aber vor allem, ob das "egal" ist und wie der Arbeitgeber in so einem Fall kündigen kann oder eben nicht. Die Nachricht oben ist schon etwas dünn. Letztlich fehlt aber nur noch die tatsächliche (mündliche) Kündigung - mit dem Kündigunggrund: Umstrukturierung, oder?
                            Soviel sei gesagt. Vertrag kann mündlich geschlossen werden, irgendwie muss das Ganze aber schriftlich niedergelassen worden sein zwecks Beweisführung usw.
                            Ansonsten hast du als 450er sämtliche Rechte eines normalen Arbeitgebers, sprich Recht auf Urlaub etc.
                            Genauso müssen Kündigungsfristen eingehalten werden - die richten sich dann je nach Dauer der Beschäftigung usw. Es gibt im normalen Arbeitsleben immer wieder Kündigungsschutzvorschriften, die aber eben nur bestimmte Personengruppen betreffen. Das ist hier aber nicht der Fall. Einen Grund für die Kündigung bedarf es hingegen nicht. Ausnahme: Fristlose Kündigung etc. - trifft hier auch nicht zu.

                            Kündigung muss schriftlich erfolgen!
                            Zuletzt geändert von GoforLaw; 12.11.2019, 19:00.

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                              #15
                              Zitat von GoforLaw Beitrag anzeigen
                              Ansonsten hast du als 450er sämtliche Rechte eines normalen Arbeitgebers, sprich Recht auf Urlaub etc.
                              Genauso müssen Kündigungsfristen eingehalten werden - die richten sich dann je nach Dauer der Beschäftigung usw. Es gibt im normalen Arbeitsleben immer wieder Kündigungsschutzvorschriften, die aber eben nur bestimmte Personengruppen betreffen. Das ist hier aber nicht der Fall.
                              Warum greift hier der Kündigungsschutz nicht? Die Betriebsgröße sollte doch ausreichend sein. Bei einem Jahr Betriebszugehörigkeit (und nach der Kündigungsankündigung auch offensichtlich keine befristete Stelle) sollte doch nicht so einfach gekündigt werden können, vor allem, wenn weitere Festeinstellungen geplant sind.

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