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Trotzdem find ich es definitiv zu krass, bei einem Freitod von feige, rücksichtslos und asozial zu sprechen.
Ihn wird es nicht mehr stören. Wenn es ihnen bei der Verarbeitung hilft ist es doch in Ordnung.
Dazu halt die 5 Sterbephasen werden sich wohl in phase 2 befinden einfach wütend sein.
Auch Angehörige als Begleitende durchleben die gleichen Phasen wie Sterbende, die sich im Grunde nicht voneinander unterscheiden, aber Anteile vorweggenommener Trauer enthalten können. Auch befinden sich Angehörige und Sterbender nicht unbedingt gleichzeitig in derselben Phase.
die phasen gelten in erster linie für sterbende, nicht für die angehörigen von sterbenden und schon gar nicht für die, deren opfer den freitod gewählt hat
Zitat von azn
Lese hier nur still mit und das einzige was ich beitragen kann, weil im Prinzip schon alles gesagt ist, ist das:
Spoiler:
Um die Runde mal ein wenig aufzulockern:
[image]http://i.imgur.com/gW9P0Nf.jpg[/image]
Das ist wie kill in die konsole tippen, manche haben dazu eine Veranlagung und manch anderer klickt sich halt noch ein paar Runden durchs Spiel. In spätestens 100 Jahren, und der Tag wird nun mal kommen, sind wir eh alle hier tot. #facts
80-90% der selbstmörder haben eine unerkannte richtige!!! depression ( und nicht so ein pseudo quatsch den alle hipster mal haben). bei sowas kann man halt echt nicht viel machen und die leute nehmen nichts mehr richtig wahr.
-->gehe davon aus das er das hatte, kann er nichts selber machen wenns sonst keiner erkenn
-->also keine assi aktion sondern einfach ne krankheit die nicht erkannt wurde
-Viele Selbstmorde geschehen im Affekt (spontan/emotional). So ausführlich geplant und durchanalysiert wie hier, ist ein Selbstmord meist gar nicht.
-Behandlung mit Antidepressiva birgt auch Gefahren. Die Stimmungsaufhellung passiert individuell oft erst nach ca 3 Wochen. Vorher wird allerdings die Motivation erhöht. Und wozu kann eine hohe Motivation und negative Emotionen führen? Öfters mal Antidepressiva einzunehmen und dann wieder abzusetzen ist also eher förderlich für einen Selbstmord.
-In der Diskussion treten hier immer wieder komische Vorstellungen von "Krankheit" auf. Nur weil Depressionen als Krankheit definiert sind, ist man nicht automatisch frei von moralischen Vorstellungen. Es ist nicht wie eine Psychose in der man komplett in den Kontakt zur Realität verliert. Es gibt auch keine Schwelle die man überschreitet und plötzlich krank ist. Ich kann somit aus psychologischer Sicht den Selbstmord eines Depressiven als "feige" erachten, ohne auf Mitleid zu verzichten.
Hm, also ich finde es kommt auch immer darauf an was man selber aus der Situation macht wenn sich jmd das Leben nimmt. Mann kann sauer auf die Person sein oder traurig. Aber für diese Gefühle ist in dem Moment jeder selbst Verantwortlich. Mann kann die Selbsttötung doch auch als etwas erüllendes für seinen Freund/Partner sehen. "Bro/Schatz, ich werde dich zwar vermissen, aber dir gehts jetzt bestimmt besser". Ich denke wenn man mit so einer Einstellung daran geht kann Mann viel besser mit der Situation umgehen als Wut gegen eine Person zu entwickeln der es ohnehin schon schlecht gegangen ist.
Wenn sich jemand das Leben nimmt flüchtet die Person nicht vor irgendetwas (das wird nämlich oft geglaubt) sondern wollen sich von einer unglaublichen inneren Qual befreien die sich unbetroffene Leute nicht vorstellen können.
Wie jemand sein Leben beendet ist meiner Meinung nach einzig sein Entscheidung. Sich so früh zu verabschieden und wegen wie schon so schön gesagt "dünnen Gründen" ist vielleicht dämlich, ignorant, egoistisch. Dennoch es ist eine persönliche Entscheidung, die respektiert werden muss. Dass die Umgebung verschieden drauf reagiert, ist verständlich. Die Entscheidung ist endgültig und verletzt jedem der demjenigen nahe steht. Dass einige das in Wut kanalisieren, ist menschlich.
Schwieger-Oppa hat Krebsdiagnose bekommen, hat so lang durchgehalten, wie er meinte keine Last zu sein und hats dann beendet. Respektier ich. Ich find er war ein Arsch, dass ers so gemacht hat, dass seine Frau ihn finden musste. Das ist mies, als Hinterlassenschaft. Aber sonst ist es seine eigene Entscheidung aufrecht zu gehen, als als sabberndes, leidendes Häufchen krebszerfressener Mensch.
Das Gegenteil war paar Dörfer weiter. Da hat sich ne 15jährige vergiftet, wegen Freund Schluss gemacht und Eltern gemein. Sie wollte "sehen, wie alle an ihrem Grab heulen." Da hat sies der Umgebung aber so richtig gegeben. Wenn schon, sollte man "gute Gründe" für haben, alle Optionen ausgelotet haben und nachgedacht.
Ich glaub wenn man sein Leben selber beenden möchte bzw. soweit ist, dann spielen die Gefühle anderer nur noch eine untergeordnete Rolle.
Häufig sind die Gefühle anderer sogar der Ursprung für Suizidgedanken. ( Stichwort Einsamkeit, Mobbing )
So war es glaubich auch bei dem Sohn von ner guten Freundin
meiner Mum..... hat auch vor kurzem Selbstmord begangen mit
nem anderen Mädchen das er wohl in nem Selbstmordforum
kennengelernt hat.
Hab den das letzte mal vor 15 Jahren oder so gesehen da war
ich ca. 15j. und er 8j. Die Freundin von meiner Mum hat ihn
zu nem richtigen streber erzogen..... als ich ihn da gesehen hab
hat er schon gesprochen wie so ein 40j. Professor und hatte mir
da schon gedacht das er später probleme kriegen wird weil ich
da gerade selber in der Schule war und wusste wie es da abgehen
kann. Hat sein Geburtstag wohl immer alleine gefeiert.....
Die Eltern mussten ihn schon Silvester in Prag in nem
Krankenhaus abholen weil er da schon versucht hat sich
umzubringen.... geplant hat er das aber wohl schon viel
länger weil jetzt ein Abschiedsbrief gefunden wurde aber
man sollte es besser Testament nennen! Er hat kein Wort
an seine Eltern veloren und hatte nur geschrieben wie
und wo er beerdigt werden möchte. Auf dem Testament
war schon ein Datum vom letzen Jahr März was
durchgestrichen war.....
Ich hätte wohl noch vor einem Jahr schön lebhaft hier mitgelabert und den Pseudo-Psychologen gespielt und von Anzeichen brablubb geredet.
Allerdings hat dann letztes Jahr einer meiner besten Freunde entschieden, dass er sein Leben beendet. (Brücke, 75 Meter)
Zu ihm:
Beruflich ultra zufrieden, nach der Ausbildung ins Studium zum Berufsschullehrer.
Körper aus Stahl, Fußballtrainer, ultra fit.
Gutaussehend (8/10), ausreichend Moneten vorhanden, 1 Jahr Single.
er hat ab und zu betont, dass er seine Ex schon gern wieder haben möchte, hatte aber aufgrund seines Aussehens leichtes Spiel bei den Frauen, dass er aber nie ausgenutzt hat. Er hatte bei einem neuen Verein unterschrieben, sich mit mir für Dienstags verabredet, er hat sich 4 Tage vorher noch Playstation Controller geliehen.
Sonntags war er tot.
Jetzt zum Egoscheiß:
Jedes mal wenn einer meiner entfernteren Kollegen sagt: "der depp, das is assi uns allen und der familie ggnüber", bekomm ich bluthochdruck und bin kurz vorm ragemode.
Die Begründung is einfach diese:
Zitat von gizz
Ich glaub wenn man sein Leben selber beenden möchte bzw. soweit ist, dann spielen die Gefühle anderer nur noch eine untergeordnete Rolle.
Ich hab die Beerdigung in der Kirche vorbereitet und während der Vorbereitung kam sein Papa (65) nochmal rein... Ein Mann, der ein solides Leben geführt hat und ultra beliebt ist.
Er kam zum Sarg, fängt an zu weinen und fällt einfach um und wünscht sich vor meinen Augen, dass er auch tot sein möchte.
Und trotzdem mach ich dem Kollegen keinen Vorwurf. Es ist schade, dass er so entschieden hat... Es hätte bestimmt anders laufen können, evtl schon wenn jemand mit ihm am WE was gemacht hätte. Trotzdem war es seine Entscheidung und die wird es immer bleiben. Damit muss man umgehen.
Thomas G.: Die Tatsache, dass man sich nach der Tat mit der Situation auseinandersetzen muss und sich damit arrangieren muss steht außer Frage. Mir geht es um die Motivation hinter einem Selbstmord. Der Suizid ist immer die Konsequenz aus einem mehr oder weniger gravierenden Erlebnis, beziehungsweise eine Verkettung solcher. Viele Suizidversuche sind auch einfach nur der letzte Notnagel, der letzte Versuch Aufmerksamkeit zu erlangen. Zuwendung von den Personen, von denen man sich mehr erwünscht hätte.
Bei mir haben meine Erfahrungen nur bewirkt, dass ich Suizid immer härter verurteile. Also das genau Gegenteil zu dem, was mit dir passiert ist :-)
Ich glaub wenn man sein Leben selber beenden möchte bzw. soweit ist, dann spielen die Gefühle anderer nur noch eine untergeordnete Rolle.
Häufig sind die Gefühle anderer sogar der Ursprung für Suizidgedanken. ( Stichwort Einsamkeit, Mobbing )
CRZ: wäre jetzt im Büro und bereit für eine tiefgreifende Debatte!
Ich hab damit nicht den Grund oder ein Ursprung gemeint. Ich denke einfach wenn man mal soweit getrieben ist, egal ob durch die Umwelt oder der eigenen Person, sein Leben final zu beenden, ist das rein aus Verzweiflung. An diesem Punkt macht man sich keine Gedanken mehr um
die Gefühle der anderen. Pauschalisieren kann man das natürlich nicht, wird aber wohl meistens so sein.
ist ein schwere frage, man sollte sich nur vor augen führen, dass man mit einem selbstmord meist nicht nur das eigene Leben zerstört;
von daher kann ich den "ärger" schon ein bisschen nachvollziehen
gizz: Würde da nicht zustimmen. Es ist zwar nicht jeder Suizid bis ins Detail geplant, aber viele Fälle, von denen ich etwas mitbekommen habe, war ein mindestens grob geplanter Vorgang. Dabei werden dann eben auch die Gefühle dritter berücksichtigt, nur halt häufig falsch eingeschätzt.
Wenn du willst beschreibe ich dir exemplarisch einen Fall per pm.
finde selbstmord ok, kommt aber immer drauf an wie man das ganze macht.
ok -> erhängen, schlaftabletten, vergiften usw.
asi -> vorn zug werfen([email protected] zugführer), von nem hochhaus auf die straße (evtl. passanten etc.) springen
kommt halt immer drauf an ob man mit dem selbstmord andere in gefahr bringt bzw. die psyche anderer nachhaltig schädigt. letztens grade von nem typen gehört der sich VOR nem gut besuchten spielplatz aus nem hochhaus gestürzt hat, da haben kinder gespielt und alles mit ansehen müssen.
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