Zitat von Mave
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Selbstmord - eine "Assiaktion"?
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Gast
Du könntest mal das Buch von Ronald Reng. Das gibt einen recht guten Einblick in seine Gefühlswelt und macht seine Tat auch nachvollziehbar. Für einen Außenseiter hatte er ein gutes Leben, aus seiner Sicht war es die Hölle.Zitat von Mysterywas jemanden dazu bewegt sich selbst das leben weiß ich nicht. mir fällt da ziemlich schnell das bsp robert enke ein. das habe ich bis heute nicht begreifen können. er lebte diesen traum den so unglaublich viele menschen haben und sich dafür jeden tag den arsch aufreißen.
(Aus seiner Sicht:)
Er durfte nie Schwäche zeigen. Ein Profisportler muss immer 100% geben, darf nie abgelenkt sein und ein Torwart darf auch nie einen Fehler machen. Bei jedem Gegentor hat er an sich gezweifelt und wenn dann noch Journalisten ihn auf einen Torwartfehler angesprochen haben war das Salz in die Wunde. Hätte er seine Depression öffentlich gemacht, hätte er sofort seinen Job verloren und Kinder adoptieren fällt dann auch flach. Seine Frau würde ihm Vorwürfe machen weil er alles versaut hat und jeder auf der Straße würde ihn auslachen.
Als Außenstehender weiß man natürlich, dass viele Gedanken schlicht falsch waren. Aber er konnte, auch mit professioneller ambulanter Hilfe, nicht aus seiner Phantasiewelt ausbrechen.
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Wenn ich mir vorstelle, wie meine Familie, meine Freundin und meine Freunde weinend an meinem Grab stehen, weil ich mich umgebracht habe, macht mich der Gedanke total fertig. Deswegen sage ich jetzt, dass ich das wegen ihnen nie übers Herz bringen würde. Aber ich weiß natürlich auch nicht wie sehr ich im Laufe meines Lebens möglicherweise noch am Boden sein werde.
Ist halt irgendwie schon so, dass man selbst dann tot ist, die anderen aber mit dem Tod eines geliebten Menschen leben müssen. Aber aufgrund dessen zu sagen, dass es assi ist? Da kann ich nicht so ganz zustimmen, auch wenn es teils den Anschein machen mag.
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Sprach der Jurist.Zitat von CRZ-Unabhängig davon, dass du nur ein wenig provozieren willst (sorry, falls ich mich irre), will ich noch anmerken, dass ich der Meinung bin, dass bei Thema Selbstmord Adjektive wie mutig, feige, asozial, egoistisch etc. den Sicht auf das eigentliche Problem verstellen, nämlich: sollte man Selbstmord akzeptieren und sich gesellschaftlich wie rechtlich entsprechend anpassen?Zitat von dlsaldSelbstmord ist das mutigste was es gibt
Ob man den Selbstmord dabei mutig, asozial etc. findet, ist völlig irrelevant.
Der emotionale Aspekt ist, entgegen deiner Aussage, absolut elementar, da man über den logischen Weg nicht auf eine sinnvolle Antwort kommt.
Formulierungen wie "Selbstmord ist akzeptabel wenn..." oder "Wenn sich das Opfer/Täter in Situation X, Y oder Z befindet berechtigt ihn das zum Freitod" sind nicht eindeutig genug und abgesehen davon nicht verfolgbar. Wie will man jemanden strafrechtlich oder zivilrechtlich verfolgen, der nicht mehr unter uns weilt?
Jeder hat seine eigene Meinung zu diesem Thema, dabei gibt es vermutlich keine Maxime. In der einen Gesellschaft ist der Suizid der feige Ausweg aus der "schwierigen" Situation, in der anderen ist es das ehrenvolle Ende.
Ich selbst halte nix vom Suizid und sehe jeden Täter als feigen Egoisten. Völlig egal wie depressiv oder krank derjenige ist. Es gibt immer einen anderen Weg. ( Das ist einfach keine bescheuerte Phrase sondern eine dieser unumstößlichen Weisheiten, die es nun einmal gibt. )
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Wenn man beispielsweise jahrelang wegen Depressionen in Behandlung war, etliche Medikamente und Therapien probiert hat aber es einfach nicht besser wird, würdest du von der Person erwarten, dass sie bis an ihr Lebensende weiterleidet, nur damit du mit ihrem Tod nicht klarkommen musst? Das finde ich ziemlich egoistisch.Zitat von LeroyalIch selbst halte nix vom Suizid und sehe jeden Täter als feigen Egoisten. Völlig egal wie depressiv oder krank derjenige ist. Es gibt immer einen anderen Weg. ( Das ist einfach keine bescheuerte Phrase sondern eine dieser unumstößlichen Weisheiten, die es nun einmal gibt. )
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CRZ-
Ohne das abwertend zu meinen, glaube ich, dass wir deswegen schon auf keinen gemeinsamen Nenner kommen werden. Unabhängig von meinem Studium, bin ich der festen Überzeugung, dass gerade bei solchen Fragen, Emotionen nicht zu einer sinnvollen Antworten führen können. Das halte ich für einen grundsätzlichen Widerspruch.Zitat von LeroyalSprach der Jurist.Zitat von CRZ-Unabhängig davon, dass du nur ein wenig provozieren willst (sorry, falls ich mich irre), will ich noch anmerken, dass ich der Meinung bin, dass bei Thema Selbstmord Adjektive wie mutig, feige, asozial, egoistisch etc. den Sicht auf das eigentliche Problem verstellen, nämlich: sollte man Selbstmord akzeptieren und sich gesellschaftlich wie rechtlich entsprechend anpassen?Zitat von dlsaldSelbstmord ist das mutigste was es gibt
Ob man den Selbstmord dabei mutig, asozial etc. findet, ist völlig irrelevant.
Der emotionale Aspekt ist, entgegen deiner Aussage, absolut elementar, da man über den logischen Weg nicht auf eine sinnvolle Antwort kommt.
Formulierungen wie "Selbstmord ist akzeptabel wenn..." oder "Wenn sich das Opfer/Täter in Situation X, Y oder Z befindet berechtigt ihn das zum Freitod" sind nicht eindeutig genug und abgesehen davon nicht verfolgbar. Wie will man jemanden strafrechtlich oder zivilrechtlich verfolgen, der nicht mehr unter uns weilt?
Jeder hat seine eigene Meinung zu diesem Thema, dabei gibt es vermutlich keine Maxime. In der einen Gesellschaft ist der Suizid der feige Ausweg aus der "schwierigen" Situation, in der anderen ist es das ehrenvolle Ende.
Ich selbst halte nix vom Suizid und sehe jeden Täter als feigen Egoisten. Völlig egal wie depressiv oder krank derjenige ist. Es gibt immer einen anderen Weg. ( Das ist einfach keine bescheuerte Phrase sondern eine dieser unumstößlichen Weisheiten, die es nun einmal gibt. )
Sollte man Emotionen als Einfluss beachten und respektieren? Auf jeden fall. Aber sie dürfen nicht den Weg zur Antwort bestimmen.
Und warum sollte man auf logischem Wege nicht zu einer Antwort finden? Und warum sollte man deinen Einwand nur auf das Thema Selbstmord beschränken? Man könnte doch auch so über Abtreibung, Verhütung, Schönheitsops, Genitalverstümmelung bei Jungen und Mädchen, Schönheitsideale und und und diskutieren.
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hmm ich finde eher es ist mit das dümmste was man machen kann....Zitat von dlsaldSelbstmord ist das mutigste was es gibt
schon alleine wegen dem gedanken, dass man nicht zu 100% die garantie hat, dass "dannach" auch wirklich alles vorbei ist. unter umständen verbessert man seine situation durch einen selbtmord nicht.
kann einem einfach niemand mit sicherheit sagen und auf irgendwelche religiösen schriften ist auch kein verlass.....von daher tät ich das riskio lieber nicht eingehen :)
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Das kann man aber nur dann sagen wenn man selbst noch nie in einer ausweglosen situation war. freund von mir sagte nach seiner ersten krebsdiagnose und der anschliessenden behandlung er würde, sollte es nochmal diagnostiziert werden, den freitod wählen, denn die schmerzen der behandlung möchte er kein zweites mal durchmachen. gesagt getan.Zitat von LeroyalSpoiler:Sprach der Jurist.Zitat von CRZ-Unabhängig davon, dass du nur ein wenig provozieren willst (sorry, falls ich mich irre), will ich noch anmerken, dass ich der Meinung bin, dass bei Thema Selbstmord Adjektive wie mutig, feige, asozial, egoistisch etc. den Sicht auf das eigentliche Problem verstellen, nämlich: sollte man Selbstmord akzeptieren und sich gesellschaftlich wie rechtlich entsprechend anpassen?Zitat von dlsaldSelbstmord ist das mutigste was es gibt
Ob man den Selbstmord dabei mutig, asozial etc. findet, ist völlig irrelevant.
Der emotionale Aspekt ist, entgegen deiner Aussage, absolut elementar, da man über den logischen Weg nicht auf eine sinnvolle Antwort kommt.
Formulierungen wie "Selbstmord ist akzeptabel wenn..." oder "Wenn sich das Opfer/Täter in Situation X, Y oder Z befindet berechtigt ihn das zum Freitod" sind nicht eindeutig genug und abgesehen davon nicht verfolgbar. Wie will man jemanden strafrechtlich oder zivilrechtlich verfolgen, der nicht mehr unter uns weilt?
Jeder hat seine eigene Meinung zu diesem Thema, dabei gibt es vermutlich keine Maxime. In der einen Gesellschaft ist der Suizid der feige Ausweg aus der "schwierigen" Situation, in der anderen ist es das ehrenvolle Ende.
Ich selbst halte nix vom Suizid und sehe jeden Täter als feigen Egoisten. Völlig egal wie depressiv oder krank derjenige ist. Es gibt immer einen anderen Weg. ( Das ist einfach keine bescheuerte Phrase sondern eine dieser unumstößlichen Weisheiten, die es nun einmal gibt. )
was möchte man so einem menschen im nachhinein vorwerfen?
das einzige was mich in dem fall auf 180 gebracht hat war der pfarrer beim begräbnis. ala "selbstmord eine der größten sünden". ich hätte ihn ****************. urteilt über menschen die er nicht kennt und deren beweggründe ihn nicht interessieren. da könnte ich kotzen.
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ich denke du meinst damit das selbstmord "schief" gehen kann? bei uns wollte sich einer erhängen, allerdings haben sie ihn (rechtzeitig) gefunden. Seitdem im Wachkoma...Zitat von EpicBeardManhmm ich finde eher es ist mit das dümmste was man machen kann....Zitat von dlsaldSelbstmord ist das mutigste was es gibt
schon alleine wegen dem gedanken, dass man nicht zu 100% die garantie hat, dass "dannach" auch wirklich alles vorbei ist. unter umständen verbessert man seine situation durch einen selbtmord nicht.
kann einem einfach niemand mit sicherheit sagen und auf irgendwelche religiösen schriften ist auch kein verlass.....von daher tät ich das riskio lieber nicht eingehen :)
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benzo & buffy: Ich komme aus einer Pädagogen Familie ( Mutter SozPäd & und nu Therapeutin, Stiefmama SozPäd, Vater meiner Stiefschwester SozPäd und dessen Fraue ebenso ), mit mehr als einer suizidalen Freundin ( die eine 3 Versuche, die andere 1 ) zu tun gehabt und 2 Selbstmorde im Freundeskreis gehabt. Was letztendlich bei mir hängen geblieben ist, dass Suizid immer Mehr Leid generiert als es zu beenden. Dabei möchte ich jetzt mal den mit Krebs im Endstadium Erkrankten o.ä. auslassen. ( Sonderfall unso )
CRZ: Ich bin ein klassisch logischer Mensch, der den Großteil seiner Entscheidungen basierend auf berechnender Logik trifft ( Informatiker unso ), aber der Suizid stellt für mich eine klare Ausnahme dar. Will es aber gar nicht zu stark vertiefen, wenn du einen gemeinsamen Nenner schon grundsätzlich ausschließt.
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CRZ-
leroyal: warum beschränkst du diese Haltung nur auf den Selbstmord?
lol cooki, wo ist denn dein post hin (:?
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Weil man mit dem Suizid primär emotionalen Schaden anrichtet. natürlich gibt es in einigen Fällen auch andere Konsequenzen ( Erbe, Lebensversicherung, offene Kredite, ... ), aber es bringt nix, Suizid rechtlich in irgendeine Sparte ( legal / illegal ) zu stecken, da es niemanden gibt, der rechtliche Konsequenzen tragen kann. Alles was Lebensversicherungen und vergleichbar betrifft, wird durch entsprechende Klauseln in den zugehörigen Verträgen geregelt. Wenn nicht, sind die Versicherungsträger hier selbst schuld.Zitat von CRZ-
leroyal: warum beschränkst du diese Haltung nur auf den Selbstmord?
lol cooki, wo ist denn dein post hin (:?
Cooki: ist das nicht abuse der Mod Rechte? So ein posten -> oh fuck, nicht nachgedacht -> delete -> ...?
crz: wenn du willst, morgen gerne ausführlich. Muss nu ins Bett um Babies hüten zu können ;D
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