Zitat von timbuktu
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Keine Ankündigung bisher.
Selbstmord - eine "Assiaktion"?
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CRZ-
Nö, nicht wirklich. Erläutere bitte konkret, was du meinst. Ich verstehe dich nämlich nicht.Zitat von timbuktuhab ich schon
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CRZ-
Da steht nur inhaltsloses Geschwubbel. Keine konkreten Gedanken, Argumentationen oder Namen.Zitat von timbuktupost 161
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CRZ-
Wo hast du denn darüber gelesen? ich würde das nämlich gerne nachlesen. Und warum weichst du eigentlich aus?
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Die besondere Verwerflichkeit liegt nicht darin, einen anderen zu töten, sondern etwa in der Begehungsweise oder im Motiv. Das ist bei einem Suizid kaum denkbar. Deshalb finde ich den Begriff "Selbstmord" auch völlig verfehlt. Stammt wohl noch aus der Zeit, als man anders darüber gedacht hat.Zitat von FreeeD`die verwerflichkeit beim mord besteht aber darin, dass leben eines anderen auszulöschen! man kann ja wohl kaum jemandem vorwerfen, besonders verwerflich gehandelt zu haben indem er sich selbst aus dem spiel nimmt.Zitat von cadoBereits der Begriff "Selbstmord" beinhaltet schon die Wertung, dass es eine "Assiaktion" ist, da Mord eine Tötung in besonders verwerflicher Form ist.Spoiler:was ist denn, wen ich einfach umziehe und mich niemals mehr melde bei meinem umfeld? dann bin ich bei denen auch aus dem leben
hier geht es doch darum, dass es für ANDERE "asozial" ist, sich umzubringen. es sollte allerdings für jeden seine entscheidung sein, mit seinem leben umzugehen wie er will.
man muss auch den aspekt von psychischen krankheiten und das "keinen-ausweg-sehen" mit einbeziehen mMn
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Falle ich der "rosy retrospection" zum Opfer und Readmore war schon immer so, oder ist die Anzahl an empathielosen Asozialen gestiegen?
Da das Stichwort Philosophie gefallen ist, aber um den heißen Brei herumgelabert wurde, möchte ich doch Albert Camus' "Der Mythos des Sisyphos" mit einbeziehen.
Nicht gerade wenige Menschen, ungeachtet ihres Status, denken über Selbstmord nach. Selbstverwirklichung ist für die meisten das höchste Ziel, aber nicht für jeden erreichbar - ohne Hindernisse für die wenigsten. Camus beschreibt in dem erwähnten Buch, dass Menschen, die an den Punkt gelangen, an dem die Frage über Leben oder Tod aufkommt, sich der Absurdität des Lebens bewusst geworden sind.
Und ich verstehe nicht, warum es einigen so schwer fällt, eine solche Sichtweise nachzuvollziehen. Man muss sich ja nicht direkt mit ihr identifizieren. Jeder Mensch teilt Aspekten seines Lebens einen unterschiedlichen Stellenwert zu und nur weil ein abgebrochenes Studium oder eine Trennung den einen von euch kalt lässt, ist es für einen anderen Grund genug, den Sinn seines Lebens in Frage zu stellen.
Camus betrachtet die Entscheidung, sich in dieser Situation das Leben zu nehmen für falsch. Man solle sich der Absurdität des Lebens stellen - gegen sie rebellieren. Diese Aussage sollte man aber nicht zum Anlass nehmen, denjenigen zu verurteilen, der sich sich diese Sisyphusarbeit nicht aufbürden kann.
Ich halte es sogar für höchst pietätlos solchen Menschen Egoismus oder sonstige niedrige Beweggründe vorzuwerfen. Es braucht einiges, um sich selbst das Leben zu nehmen.
Sich über sowas als Außenstehender aufzuregen, weil es einem selbst einfach nur gut geht und man seine Ataraxie nicht in Gefahr sieht, oder man sich vielleicht sogar die Sisyphusarbeit zur Aufgabe gemacht hat, halte ich für unfassbare Kleingeistigkeit und fehlendes Einfühlungsvermögen.
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