Zitat von timbuktu
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Selbstmord - eine "Assiaktion"?
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Naja meine Meinung:
Einer der besten Kumpel meiner Freundin hat sich letztes Jahr im Oktober umgebracht.
Er sah gut aus, hatte viele Freunde (deren Freundeskreis ist halt so einer der andauernd miteinander rumhängt und schon seit 14 oder 15 jahren zusammen ist und da hat es niemand geahnt), studierte Medizin wos auch ned schlecht lief, machte Party (2 Wochen davor schmiss er sogar ne Hausparty), hatte n hübsches Mädl am start.
Und trotzdem brachte er sich um.
Ich war jetzt nicht so krass digge mit ihm und ich muss ehrlich sagen dass es mich gefühlstechnisch nicht wirklich hart getroffen hat, aber dafür konnte ich miterleben wie meine Freundin die Monate dannach total fertig mit ihrem Leben war.
Und ich hatte nach einigen Wochen auch das Gefühl wie assozial des war. Vorallem sein Vater hatte vor seiner Geburt schon eine Frau wegen Selbstmord verloren und nun auch den Sohn. Dann seine ganzen kleinen Schwestern die jetzt immer noch nicht drauf klar kommen.
Er war ein lebenslustiger Mensch der viel unterwegs war und hat mit seinem besten Kumpel in ner WG gewohnt. Und dann bringt er sich auch noch in seinem WG Zimmer um wo ihn sein bester Kumpel nach 2 Tagen findet (er dachte er wär daheim und brach dann die Zimmertür auf weil der Gestank ihn drauf aufmerksam gemacht hat)
Ich will mir das gar nicht vorstellen wie man sich da fühlt.
Gegen Selbstmord hab ich per se nichts, es gibt Menschen die einfach keinen Sinn mehr in ihrem Leben sehn und es steht ihnen frei sich für diesen Schritt zu entscheiden, aber bei so einem Background finde ich es naja assozial ist das falsche wort aber ich habe dann absolut kein Mitgefühl mehr.
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Um es mal ein wenig abstrakt zu gestalten:
Es ist nicht deine Entscheidung, ob du auf der Welt bist oder nicht. Sondern die deiner Eltern. Warum sollte man nicht selbst über die Entscheidung walten können, nicht mehr im physischen Zustand existieren zu wollen.
Jeder füllt sein Leben mit anderen Dingen, die einen Tag für Tag weiterbringen und den Alltag vergessen lassen, wenn jemand sich entscheidet früher zu gehen, np.
Sofern man keinen rodgermove auspackt, go4it.
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also das zweite könnte man ja noch anfechten, aber das erste ? :DZitat von avalancheBitte denk nochmal darüber nach was du da für einen Unsinn schreibst, Mehr unsinn kann man in zwei Sätzen wirklich nicht von sich geben.Zitat von timbuktuSelbstmord an sich ist immer eine dumme Sache aus Sicht der Philosophie.
Aus Sicht der biologie ist es natürliche Evolution, das Bewusstsein hat sich in dieser Person nicht vorteilhaft entwickelt.
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Justus
naja da ich nie von "geistesstörung" geschrieben habe, war der inhalt deines posts nochmal welcher? ;)Zitat von NoMercyPercyist natürlich besser alle selbstmörder als geistesgestört abzustempeln so wie du es tust. übrigens ist unzurechnungsfähigkeit ein juristischer begriff und kein synonym für geistesstörung so wie du es benutzt.Zitat von Justusbin doch relativ beeindruckt, dass der aussage von diesem mädel nicht nur nicht ausdrücklich widersprochen, sondern in weiten teilen auch noch beigepflichtet wird.
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habe bewusst Selbstmord gewählt, weil ich es von den von dir genannten Fällen abgrenzen und den Aspekt des Verbrechens an der eigenen Person betonen wollte. Depressionen lassen eben keine rationalen Gedanken und Abwägungen mehr zu. Jemand der in Konsequenz eines von psychischer Krankheit verzerrten Gedankengangs den Schluss fasst sich das Leben zu nehmen mag aus subjektiver Sicht rational entscheiden. Dieser Entschluss ist aber fehlerhaft, da wesentliche Faktoren von dem Betroffenen überhaupt nicht mehr wahrgenommen werden.Zitat von RALF MOELLERErst einmal wäre es praktisch nicht von Selbstmord, sondern von Suizid zu sprechen. Demnach kann der Suizid sehr wohl auf rationalen Erwägungen beruhen. Hierzu kann man vor allem die Menschen zählen, die aufgrund einer schweren Krankheit mit Leid versehen sind und dieses Leid mit dem Suizid beenden.Zitat von FlowBroKein Selbstmord ist Auswuchs rationaler Entscheidung, die Personen sind in einem selbstzerstörerischen Gedankenmuster gefangen und können deshalb nicht mehr wirklich objektiv werten. Deshalb kann man der Person keinen Vorwurf machen, sie ist krank, sonst würde sie sich nicht umbringen.
Das eig. Problem ist, dass bei solch einem Szenario einem direkt jene Krankheiten einfallen, die mit körperlichen Schmerzen behaftet sind. Da gibt es aber noch andere Erscheinungsformen wie z.B. Alzheimer oder Depressionen, die einen über das eigene Leben abwägen lassen. Ist also jemand der von vornherein sagt, dass er im Falle von Alzheimer den Suizid wählt, wirklich krank?
Depressionen hingegen sind in der Entstehung und im Verlauf sehr mannigfaltig, weswegen eine pauschale Antwort darüber nicht machbar ist. Wenn jemand z.B. über einen langen Zeitraum unter Depressionen leidet und keine Besserung in Sicht ist, weil jegliche Versuche fehlgeschlagen sind, kann er sehr wohl rational entscheiden, dass dieses Leid, dessen Qualität wir dank des Qualia-Problems nicht einschätzen können, sein Lebenswillen verwirken lässt.
Das eig. Traurige ist, dass diesen Menschen nicht die Chance gewährt wird würdevoll u. selbstbestimmt aus dem Leben treten zu dürfen und sich daher vor den Zug werfen oder mangels Fertigkeit qualvoll zugrunde gehen.
Fälle der Euthanasie muss man hiervon abgrenzen. Hier hat der Mensch auf Grund von Krankheit objektiv keine Perspektive mehr auf eine lebenswerte Existenz, es besteht gerade kein subjektives Wertungsdefizit wie in Fällen von Depression.
Fälle wie Alzheimer muss man auch gesondert betrachten, die Krankheit ist zu komplex in ihren Auswirkungen für den Betroffenen als dass man das Beispiel pauschalisieren könnte.
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Wenn es einen Philosophen gibt, der ausreichend begründet belegt hat, wie dumm lebensverneinende Philosophie ist, lässt sich aus meiner Ansicht nach für die philosophie sagen, dass Selbstmord allgemein schwachsinnig ist, auch wenn andere der Ansicht waren, der Tod sei der Höhepunkt des Lebens.
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die verwerflichkeit beim mord besteht aber darin, dass leben eines anderen auszulöschen! man kann ja wohl kaum jemandem vorwerfen, besonders verwerflich gehandelt zu haben indem er sich selbst aus dem spiel nimmt. was ist denn, wen ich einfach umziehe und mich niemals mehr melde bei meinem umfeld? dann bin ich bei denen auch aus dem lebenZitat von cadoBereits der Begriff "Selbstmord" beinhaltet schon die Wertung, dass es eine "Assiaktion" ist, da Mord eine Tötung in besonders verwerflicher Form ist.
hier geht es doch darum, dass es für ANDERE "asozial" ist, sich umzubringen. es sollte allerdings für jeden seine entscheidung sein, mit seinem leben umzugehen wie er will.
man muss auch den aspekt von psychischen krankheiten und das "keinen-ausweg-sehen" mit einbeziehen mMn
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Gast
Das fett markierte sehe ich als extrem wichtigen Punkt an. Meiner Meinung nach kann sich jeder selbst umbringen wie er will aber dann sollte man bitte keine anderen mit reinziehen. Aufm Dachboden erhängen und dann von jemanden gefunden werden. Derjenige ist dann auch geschädigt. Und das ist das asoziale daran.Zitat von FreeeD`die verwerflichkeit beim mord besteht aber darin, dass leben eines anderen auszulöschen! man kann ja wohl kaum jemandem vorwerfen, besonders verwerflich gehandelt zu haben indem er sich selbst aus dem spiel nimmt. was ist denn, wen ich einfach umziehe und mich niemals mehr melde bei meinem umfeld? dann bin ich bei denen auch aus dem lebenZitat von cadoBereits der Begriff "Selbstmord" beinhaltet schon die Wertung, dass es eine "Assiaktion" ist, da Mord eine Tötung in besonders verwerflicher Form ist.
hier geht es doch darum, dass es für ANDERE "asozial" ist, sich umzubringen. es sollte allerdings für jeden seine entscheidung sein, mit seinem leben umzugehen wie er will.
man muss auch den aspekt von psychischen krankheiten und das "keinen-ausweg-sehen" mit einbeziehen mMn
Das man nicht mehr leben möchte schön und gut aber dann noch andere mit reinziehen, geht gar nicht. Die betroffenen Personen machen sich dann auch ein Leben lang Vorwürfe und hinterfragen sich alles:
"Hätte wir helfen können?"
"Warum haben wir es nicht bemerkt?"
"Sind wir mit Schuld daran?"
Dann soll man vorher lieber sagen, dass man Auswandert und wahrscheinlich nie mehr wieder kommt und sich verabschieden. Danach kann er sich irgendwo versenken, wo man niemals gefunden wird.
Vielleicht gibt es ja auch Agenturen, die einem nach erfolgreichem Selbstmord wegbringen bzw. komplett vernichten (verbrennen oder so). Natürlich illegal.
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