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Der Holocaust und Du

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    #46
    Was mich hier so stark irritiert: Wann bitte kommt ihr in eine Situation, in der ihr euch rechtfertigen müsst bzw. verantwortlich zu fühlen habt? Hatte sowas noch nie und wüsste auch nicht, wer auf so eine Idee kommen sollte mich diesbezüglich zu beschuldigen.

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      #47
      wie helmut kohl schon sagte, unsere generation hat damit garnichts zu tun.
      wieso sollte uns irgendjemand zur rechenschaft ziehen, für taten die unsere generation garnicht verbrochen hat?
      mediale aufmerksamkeit sollte eher den derzeitigen rüstungsverkäufen geschenkt werden. wir verschiffen ja gern mal atomwaffenfähige uboote in den nahen osten.

      man sollte viel mehr das jetzige handeln von staaten zur rechenschaft ziehen. den teils total ominösen drohnenangriffen der USA sollte ebenfalls viel mehr aufmerksamkeit geschenkt werden. diese entwicklung kann niemals gut enden.

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        #48
        Wann wurde einem von euch jemals persönlich ein Vorwurf gemacht, wann musstet ihr euch jemals rechtfertigen?

        Ich hab jetzt schon oft genug mit Ausländern über das Thema gesprochen und bin nicht beschuldigt worden oder habe mich in irgendeiner Form rechtfertigen müssen.

        Dieses "Wir sind es leid uns rechtfertigen zu müssen" ist so ein typischer Satz, der aus einer ganz bestimmten Ecke kommt. Meist um dem Thema aus dem Weg zu gehen.

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          #49
          Zitat von cenanivia
          Was mich hier so stark irritiert: Wann bitte kommt ihr in eine Situation, in der ihr euch rechtfertigen müsst bzw. verantwortlich zu fühlen habt? Hatte sowas noch nie und wüsste auch nicht, wer auf so eine Idee kommen sollte mich diesbezüglich zu beschuldigen.
          same

          manche nehmen die "ger=nazi"-flames zu ernst. meistens sind das aber die, bei denen es zum teil stimmt. getroffene hunde bellen und so.

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            #50
            Zitat von CRZ-
            Wann wurde einem von euch jemals persönlich ein Vorwurf gemacht, wann musstet ihr euch jemals rechtfertigen?
            Du wurdest also noch nie als Nazi betitelt? Und was hat das mit rechtfertigen zu tun?

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              #51
              Zitat von Justus
              wie nehmt ihr diese art von nachricht wahr? seid ihr erschüttert? bestürzt? erinnert es euch an eure bürde und auch verantwortung, die ihr als deutsche zu tragen habt?
              Ich hab garnix zu tragen, weiß ja nicht wie es bei dir so aussieht, br0. Zu dem Zeitpunkt waren noch nichtmal meine Eltern geboren ^.^

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                #52
                Ich musste mich noch nie irgendeinem Menschen, egal woher egal welche Vorbildung, für die deutsche Geschichte rechtfertigen. Da würden mich konkrete Erfahrungen der Betroffenen mal interessieren. Ansonsten bleibt es Rhetorik, die allzugern vom rechten Lager bedient wird.

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                  #53
                  Ach wir wurden beim Schüleraustausch in Paris, Frankreich auch mit Regenschirmen gepiekst und gefragt ob wir einen Hitlertag feiern. Anschließend wurden wir von den Schwarzen durch die Straßen gejagt.

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                    #54
                    Ich spüre keine Bürde oder Verantwortung, für das, was "Omi und "Opi früher so getrieben haben. Trotzdem kann ich mich nicht mit der Ideologie von damals identifizieren. Jeder geistig nicht zurückgebliebene Mensch, wird erkennen, dass es am Genozid von ~6,3 Millionen Juden nichts Gutes gibt. Die Zeiten haben sich geändert, leider scheinen das einige Menschen nicht zu erkennen und legen trotzdem immer wieder den Finger in die Wunde.

                    Was mich daran nervt ist, dass man heutzutage kaum noch "Migrantendiskussionen" ohne Nazi-Keule führen kann. Sobald man eine Gegenposition zum Migranten einnimmt, wird einem die Hakenkreuzbinde quasi angedichtet. Und das, obwohl unsere Zeit mit der damaligen überhaupt nicht vergleichbar ist. Genauso im "öffentlichen Leben" sobald jemand dort etwas gegen Migraten sagt, gerät er schnell ins Abseits. Es sei denn, er ist selbst Ausländer (Serdar Somuncu).

                    Der Zentralrat der Juden wird wahrscheinlich auch in 100 Jahren noch darüber empört sein, wenn jemand Brisanz aus dieser Sache herausnehmen möchte. Was allerdings in diesen Diskussionen so gut wie immer untergeht, ist, dass Deutschland in der Zwischenzeit Entschädigunszahlungen überweist.

                    Ich gehe abgesehen davon, davon aus, dass diese Nazi-Ghettos, in den wahrscheinlich überwiegend eher sozial-schwachen Bereichen aufgetreten sind (sry, hab' den Artikel nicht gelesen). Und das liegt einfach an fehlender Aufklärung, die in den sozial-stärkeren Bereichen, eben mehr als genug vorhanden ist.

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                      #55
                      Zitat von CRZ-
                      Wann wurde einem von euch jemals persönlich ein Vorwurf gemacht, wann musstet ihr euch jemals rechtfertigen?

                      Ich hab jetzt schon oft genug mit Ausländern über das Thema gesprochen und bin nicht beschuldigt worden oder habe mich in irgendeiner Form rechtfertigen müssen.

                      Dieses "Wir sind es leid uns rechtfertigen zu müssen" ist so ein typischer Satz, der aus einer ganz bestimmten Ecke kommt. Meist um dem Thema aus dem Weg zu gehen.
                      ach da gibts schon einige lustige geschichten zu erzählen, was heißt lustig.. eher traurig.


                      ich arbeite als rettungsassistent, eine geschichte hat sich sehr stark bei mir im hirn verankert weil ichs einfach nur traurig fand.
                      kurz und knapp: wir wurden von einem älteren eherpaar gerufen da der mann probleme mit seinem bein hatte, er hatte es sich gebrochen, als wir ankamen und ich ihm helfen wollte hat er mich nur angepöbelt: von einem nazi lass ich mir nicht helfen.. und ich soll doch lieber meinen kollegen rufen der gerade mit seiner frau am reden war..

                      die nationalität des patienten ist ja eher zweitrangig und würde, denke ich, nur weiter zu flames führen
                      deswegen will ich sie gar nicht benennen.

                      nachdem ich ihm dann erzählt habe dass die hälfte meiner familie aus ungarn kommt, hat er sich bei mir entschuldigt und sich von mir auch weiter behandeln lassen.



                      das war so mit das krasseste, was ich diesbezüglich erlebt habe.

                      frage mich heute noch wieso man hilfe anfordert, wenn man sich doch von "nazis"
                      sowieso nicht helfen lassen will..

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                        #56
                        Zitat von kartoffelhexler
                        Zitat von CRZ-
                        Wann wurde einem von euch jemals persönlich ein Vorwurf gemacht, wann musstet ihr euch jemals rechtfertigen?
                        Du wurdest also noch nie als Nazi betitelt? Und was hat das mit rechtfertigen zu tun?
                        Einmal und da war ich in England. Ich war ungefähr 13 und bin einer Gruppe junger Engländer entgegen kommen und dann gings los. Aber so what?

                        Das hat einfach nichts mit einem ernsthaften Vorwurf zu tun, das ist einfach nur eine dumme Beleidigung. Mehr nicht. Da fühle ich mich nun wirklich nicht herausgefordert eine Rechtfertigung zu bringen.

                        Wie gesagt: es ist meist das Lager der neuen Rechten, die diese Behauptung bringen, um der Diskussion zu entfliehen oder sie als Einleitung verwenden, um ihre rechte Propaganda abzulassen. Quasi wie: "Ich bin ja kein Rassist, aber..." oder "Man wird ja wohl noch sagen dürfen..."


                        @über mir: ja solche Vorfälle gibt es sicher zuhauf. Aber das kann man doch nun wirklich nicht als ernsthaften Vorwurf bezeichnen. Wer sich dadurch tatsächlich eingeschränkt und belastet fühlt, ist dann doch etwas sehr sensibel.

                        Ich hätte mich natürlich auch sehr darüber geärgert an deiner Stelle. Aber es wäre nach 5 Minuten auch wieder gut gewesen.

                        Solche Erfahrungen aber als Vorwand zu nutzen, um sich solchen Berichten wie im OP zu entziehen und alles was damit zu tun hat abzukanzeln, ist mMn unhaltbar und deutet ein ganz klein wenig daraufhin, dass da jemand mehr Probleme mit hat, als er zugeben will.

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                          #57
                          Zitat von reanimation
                          Was mich daran nervt ist, dass man heutzutage kaum noch "Migrantendiskussionen" ohne Nazi-Keule führen kann. Sobald man eine Gegenposition zum Migranten einnimmt, wird einem die Hakenkreuzbinde quasi angedichtet. Und das, obwohl unsere Zeit mit der damaligen überhaupt nicht vergleichbar ist. Genauso im "öffentlichen Leben" sobald jemand dort etwas gegen Migraten sagt, gerät er schnell ins Abseits. Es sei denn, er ist selbst Ausländer (Serdar Somuncu).
                          Wenn man rassistische Dinge sagt, wird man Nazi genannt. So schlimm ist das nicht.

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                            #58
                            @saumel: Das war ein Rentner, da sollte man sowas eh nicht ernst nehmen...

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                              #59
                              Zitat von Sekedow
                              Zitat von reanimation
                              Was mich daran nervt ist, dass man heutzutage kaum noch "Migrantendiskussionen" ohne Nazi-Keule führen kann. Sobald man eine Gegenposition zum Migranten einnimmt, wird einem die Hakenkreuzbinde quasi angedichtet. Und das, obwohl unsere Zeit mit der damaligen überhaupt nicht vergleichbar ist. Genauso im "öffentlichen Leben" sobald jemand dort etwas gegen Migraten sagt, gerät er schnell ins Abseits. Es sei denn, er ist selbst Ausländer (Serdar Somuncu).
                              Wenn man rassistische Dinge sagt, wird man Nazi genannt. So schlimm ist das nicht.
                              Wenn jemand eine Gegenposition zur Migrationspolitik/"gewissen Migranten" einnimmt, weil er diese für nicht optimal hält, ist das für dich also automatisch rassistisch?

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                                #60
                                meine großmutter hat die zeit noch (als kind) miterlebt. hat feinste nazideologie genossen. bringt auch immer mal noch nen seltsamen spruch, wenn's am tisch um bestimme themen geht. ihr vater/mein uropa (hab ich noch persönlich kennengelernt) war nsdap mitglied. also labert nicht von wegen "geht mich nichts an, so lange her blabla". die scheiße ist nichtmal ein menschenleben her, unfassbar viele menschen haben damals die braune ideologie übernommen, dann bewusst oder unbewusst an ihre kinder weitergegeben. so ne ideologie verschwindet nicht plötzlich, weil der krieg zuende ist. fragt doch mal eure großeltern, wie deren eltern so zu hitler standen und konzentriert euch nicht so sehr auf das gesagte (wird aus scham eh viel geleugnet/gelogen), sondern auf die körperliche reaktion (nervosität etc). wenn ihr nur aufs gesagte achtet, waren obv 95% der menschen damals unpolitisch oder hitler-kritiker.

                                man kann garnicht genug an das geschehene erinnern, der zweite weltkrieg wird noch über zig generationen idelogische spuren hinterlassen.

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