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Banker-Doku: Master of the Universe

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    #16
    Mir verharmlost die Doku zu sehr. Der Mann scheint zu wissen was abgeht und erklärt, dass Länder wie Griechenland gezielt angegriffen werden. Dann müsste man aber doch auch sagen, dass das schlichtweg bösartig ist. Wie kann man solche Dinge ganz ruhig erzählen? So eine Doku führt doch nur dazu, dass wir weiter abstumpfen.
    Ich denke für viele Krisen ist letzlich die Schuld bei Banken zu finden (bzw eine Teilschuld)

    Natürlich kann man den Banker als Menschen verstehen. Die meisten werden verdrängen was für Auswirkungen ihr handeln haben und konzentrieren sich auf ihre Arbeit, aber das ändert ja nichts. Man kann doch nicht einfach so tun als wäre es das normalste der Welt wenn man absichtlich Mist verkauft und andere Menschen ausnimmt. Er hat ja selber erzählt, dass er sein Zeugs nicht an große Konzerne wie Siemens oder Volkswagen verkaufen konnte, weil die genug Möglichkeiten hatten alles zu durchschauen. Das impliziert doch, dass er Dinge verkauft hat, die bei genauerem Hinsehen, einfach nicht gut waren. Und er wusste davon.

    Meine Meinung:
    In einer Demokratie sollte die Macht beim Volk liegen. Zumindest ein bischen. Und große Banken (bzw die, die über viel Geld verfügen) haben verdammt viel Macht. Also muss man entweder solche Banken verbieten oder verkleinern oder so regulieren, dass sie nicht mehr so viel Macht haben. Die jetzige Situation ist einfach furchtbar.


    Für mich gehört dieser Mann einfach ins Gefängnis.

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      #17
      Ab mit dem kleinsten Rad ins Gefängnis!

      GJ und sehr weitsichtig bro!

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        #18
        wie jede bankendoku etc. wird gelabert und absolut nix konkretes gesagt.
        achja und ich kann diese pseudodramatik bei dokus net mehr ab.
        longshots sprechpausen etc. einfach zeitverschwendung.

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          #19
          Böse ist, wer böses tut, obwohl er weiß, dass es böse ist. Böse Menschen müsen bestraft werden, damit weniger Böses entsteht. Einfache Logik.

          Ob und wie der Typ bestraft werden muss, liegt für mich jetzt aber nicht im Fokus. Wichtiger finde ich es, dass man erkennt, dass das ganze Investmentbankensystem völlig skrupellos ist. Diese Leute haben sooo viel Macht. Ihr Handeln hat krasse Auswirkungen auf viele viele Menschen. Und dabei geht es ihnen nur darum wie sie anderen Menschen Geld abnehmen können. Finde zumindest ich nicht gut ;)

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            #20
            Zitat von schwarz
            Habs mir angeguckt..naja eher uninteressant :(

            und deine Aussagen bzgl. der BWL kann ich nicht teilen. BWL wird soviel studiert, das:

            -das Studium an sich selbst nicht wirklich schwer ist
            -die praktischen Einsatzmöglichkeiten sehr vielfältig sind
            -das Verhältnis aus späterem Einkommen und dem dafür notwendigen Aufwand attraktiv ist.

            Deine These wird allein dadurch schon widerlegt, wenn man sich die Spezialisierungen der BWL-Studenten anguckt. Dort hat Finance, Banking oder was auch immer nur einen sehr kleinen Anteil.
            Wer kennt ihn nicht, den typischen BWL Student der von einer großen Controlling Karriere träumt ;)? Die allermeisten gehen doch mit dem Anspruch rein als Unternehmensberater/Investmentbanker zu enden. Doch dann müssen sie, weil sie es nicht schaffen, die Controlling Karriere anstreben.

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              #21
              Zitat von hoppla
              Zitat von schwarz
              Habs mir angeguckt..naja eher uninteressant :(

              und deine Aussagen bzgl. der BWL kann ich nicht teilen. BWL wird soviel studiert, das:

              -das Studium an sich selbst nicht wirklich schwer ist
              -die praktischen Einsatzmöglichkeiten sehr vielfältig sind
              -das Verhältnis aus späterem Einkommen und dem dafür notwendigen Aufwand attraktiv ist.

              Deine These wird allein dadurch schon widerlegt, wenn man sich die Spezialisierungen der BWL-Studenten anguckt. Dort hat Finance, Banking oder was auch immer nur einen sehr kleinen Anteil.
              Wer kennt ihn nicht, den typischen BWL Student der von einer großen Controlling Karriere träumt ;)? Die allermeisten gehen doch mit dem Anspruch rein als Unternehmensberater/Investmentbanker zu enden. Doch dann müssen sie, weil sie es nicht schaffen, die Controlling Karriere anstreben.
              Kp ich studiere auch BWL und gehe wahrscheinlich auch ins Risikomanagement / Controlling, aber nicht in einer Bank. Würde gerne auch etwas anderes machen mit Menschenkontakt, aber das fällt nunmal in einer Versicherung sehr schwer, soweit man den Vertrieb von vornherein ablehnt.

              Die meisten, die ich kenne wollen aber eher Marketing oder Personal machen. Controlling ist wirklich die Minderheit

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                #22
                pita klärt =D

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                  #23
                  Pommes, du denkst da so einfach. Was doch immer gerne bei der Bankenkritik ausgeblendet wird: Banken funktionieren mit fremdem Geld und davon bekommen sie ja scheinbar ausreichend. Und so wie der typische BWLer nicht von der Controlling-Karriere träumt, so ist dem typischen Anleger in einer Krisenzeit eine Rendite von 5% zu wenig.

                  Genauso halte ich es für überzogen, dass der fiese Banker den armen Normalverbraucher verarscht und ihm hirnrissige Produkte aufdreht - der arme Normalverbraucher will doch zu einem gewissen Teil verarscht werden und diese Traumrenditen zu echten Renditen machen. Aber wenns schief geht, ist die Bank schuld.

                  Das ist vielleicht eine Frage der Moral, per se böse ist es aber nicht.

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                    #24
                    Zitat von Warraq
                    Erschreckende „Logik“. Menschen, die gegen Strafgesetze verstoßen, müssen bestraft werden. Und diese Strafgesetze müssen bestimmt sein.
                    Das ist richtig. Und diese Strafgesetze sollten möglichst so gewählt sein, dass sie solche Leute bestrafen, die böses tun. Ist das nicht der Fall, dann sollte man - wenn möglich - die Gesetze anpassen, damit Böses verhindert wird. Oder nicht?


                    Zitat von Mönchsgrasmücke
                    und unwissenheit schützt vor strafe? was ist überhaupt gut & böse und wer bestimmt das?
                    Nein, natürlich nicht. Habe ja nicht ausgeschlossen, dass auch andere Leute bestraft werden könnten ;)
                    Was gut und böse ist, ist natürlich schwer zu bestimmen. Aber die Leute im Staat, die Gesetze machen, sollten sich darüber Gedanken machen und haben dann eine große Verantwortung. Und wenns gut läuft macht sich dann auch das Volk Gedanken und bewertet das Ganze (so demokratisch und so)


                    Zitat von VARMENDRION
                    Pommes, du denkst da so einfach. Was doch immer gerne bei der Bankenkritik ausgeblendet wird: Banken funktionieren mit fremdem Geld und davon bekommen sie ja scheinbar ausreichend.
                    Nun gut, dann ist hier eben nicht nur der Banker böse, sondern auch der Anleger? Genauso sind ja auch Auftraggeber und Auftragsmöder beide schuldig.


                    Zitat von VARMENDRION
                    Genauso halte ich es für überzogen, dass der fiese Banker den armen Normalverbraucher verarscht und ihm hirnrissige Produkte aufdreht - der arme Normalverbraucher will doch zu einem gewissen Teil verarscht werden und diese Traumrenditen zu echten Renditen machen. Aber wenns schief geht, ist die Bank schuld.
                    Keiner will verarscht werden... Leute sind naiv, wissen zu wenig und machen Fehler.
                    Ein Banker hingegen, der absichtlich Mist verkauft, weiß genau was er tut. Ein Banker, der z.B. gegen Griechenland wettet, der sollte wissen, was das für Auswirkungen haben kann.


                    Zitat von VARMENDRION
                    Das ist vielleicht eine Frage der Moral, per se böse ist es aber nicht.
                    Ich finde es böse, wenn jemand bewusst Mist verkauft oder bewusst gegen ein Land wettet. Siehst du das wirklich anders?

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                      #25
                      Zitat von Pommes
                      Spoiler: 
                      Zitat von VARMENDRION
                      Pommes, du denkst da so einfach. Was doch immer gerne bei der Bankenkritik ausgeblendet wird: Banken funktionieren mit fremdem Geld und davon bekommen sie ja scheinbar ausreichend.
                      Nun gut, dann ist hier eben nicht nur der Banker böse, sondern auch der Anleger? Genauso sind ja auch Auftraggeber und Auftragsmöder beide schuldig.
                      Was ist das denn für ein Vergleich? Banker und Anleger haben mit Auftragsmord jetzt eher wenig zu tun. Aber gut, du willst offenbar Leute verurteilen und Böse haben :D

                      Zitat von Pommes
                      Spoiler: 
                      Zitat von VARMENDRION
                      Genauso halte ich es für überzogen, dass der fiese Banker den armen Normalverbraucher verarscht und ihm hirnrissige Produkte aufdreht - der arme Normalverbraucher will doch zu einem gewissen Teil verarscht werden und diese Traumrenditen zu echten Renditen machen. Aber wenns schief geht, ist die Bank schuld.
                      Keiner will verarscht werden... Leute sind naiv, wissen zu wenig und machen Fehler.
                      Ein Banker hingegen, der absichtlich Mist verkauft, weiß genau was er tut. Ein Banker, der z.B. gegen Griechenland wettet, der sollte wissen, was das für Auswirkungen haben kann.
                      Banker sind auch Leute, können auch naiv sein und Fehler machen. Genauso können sie berechnend sein und da kann eine Wette gegen Griechenland ein ziemlich lukratives Geschäft sein. Das sehen bestimmt auch Anleger so. Und "naiv" und "wollen verarscht werden" ist doch fast dasselbe. Wenn du weißt, dass du ein Produkt nicht verstehst, dass alle gegen Banken wettern und es trotzdem machen willst, dann ist das schon mehr als naiv. Dann sucht man einfach nur eine Ausrede, es zu machen.

                      Und dann will man scih mMn verarschen lassen und es ist nicht der böse Banker, der wissentlich "schlechtes" verkauft, sondern es ist der Banker, der den Wunsch des Kunden erfüllt und ihm eine riskante Option empfiehlt. Die gehen sicherlich oftmals auf, aber verliert der Anleger mal groß, dann ist es die böse Bank.

                      Voss sagt auch in dem Film: "Hätten alle gewonnen, wäre dann der Widerspruch gegen Banken so groß? Eher nicht."

                      Zitat von Pommes
                      Spoiler: 
                      Zitat von VARMENDRION
                      Das ist vielleicht eine Frage der Moral, per se böse ist es aber nicht.

                      Ich finde es böse, wenn jemand bewusst Mist verkauft oder bewusst gegen ein Land wettet. Siehst du das wirklich anders?
                      Darüber mache ich mir gar keine Gedanken, weil ich den Vorgang so nicht sehe. Ich finde es allerdings tatsächlich sehr bedenklich, wie ein Banker in Frankfurt gutes Gewissen auf den Gewinn aus dem Niedergang des Euro wetter. Das ist halt ziemlich kurz gedacht.

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                        #26
                        Zitat von VARMENDRION
                        Genauso halte ich es für überzogen, dass der fiese Banker den armen Normalverbraucher verarscht und ihm hirnrissige Produkte aufdreht - der arme Normalverbraucher will doch zu einem gewissen Teil verarscht werden und diese Traumrenditen zu echten Renditen machen. Aber wenns schief geht, ist die Bank schuld.

                        Das ist vielleicht eine Frage der Moral, per se böse ist es aber nicht.
                        Dieses. Klar ist das ein ekliges System, der Sektor so aufgebläht, dass selbst Wirtschaftsprüfer nicht durchsteigen und der Banker, der irgendwelchen Omis windige Wertpapiere andreht ein Arschloch. Finde die Sichtweise in diesen ganzen Krisendokumentationen aber immer sehr einseitig. Die Schuld für die Probleme jetzt nur bei den Bankern zu suchen ist aber auch ein ziemlich bequemer Weg.
                        Wenn Kleinanleger XY sich irgendwelche Lehman-Zertifikate verkaufen lässt oder der Bürgermeister von XY auf Wertpapiere spekuliert, die er offensichtlich überhaupt nicht versteht, trägt er auf jeden Fall eine Mitschuld. Klar ist sein Bankberater dann ein Arschloch, aber den hat er sich ja auch selbst ausgesucht. Vielleicht hat die Krise in der Hinsicht schonmal geholfen, dass viele Leute kritischer sind, was sie da von Verkäufern angedreht bekommen.

                        Und dann wird mit zweierlei Maß gemessen. Platzt das Papier des Kleinanlegers, weil es mit irgendwelchen Bruchbuden in Südflorida abgesichert ist, ist das Geschrei groß. Aber wehe irgendein Hedgefond will, dass seine Griechenland oder Portugal Anleihen bezahlt werden. Das ist dann eine bösartige Attacke auf Europa. In diesen Ländern wurde zuallererst jahrezehntelanges, unfassbares politisches Missmanagement betrieben und Geld verteilt. Solange der Hahn sprudelt hat sich niemand beschwert, aber wehe die Leute wollen das Geld wiederhaben, dann ist das ein Krieg gegen die Europa.

                        Man muss die Kleinanleger aufklären, wie dieses System überhaupt funktioniert. Dass dein Berater auch nur ein Verkäufer ist, der dir in erster Linie etwas andrehen will. Und ich bin der Meinung man sollte grundlegende Dinge wie Zins und Wertpapiere in der Schule als Pflichtthema einführen. Ich kenne Leute, die sich 5 Jahre in der Uni und dann 50-60 Stunden die Woche für ihr Geld kaputtarbeiten. Und dann werfen sie es dem erstbesten aalglatten Typen für irgendeine "super Altersvorsorge" oder "garantierte Rendite" in den Rachen. Die meisten Leute in Deutschland wissen wahrscheinlich nichtmal was eine Aktie ist oder wie eine Anleihe funktioniert. Das könnte man wahrscheinlich in einer Stunde super nachlesen, aber lieber wird das Geld irgendwem für irgendwas anvertraut, weil man sich dann nicht damit beschäftigen muss.
                        Leid tun mir vorallem die älteren Menschen, die dazu wohl wirklich nicht mehr in der Lage sind und es einfach gewohnt sind ihrem Bankberater zu vertrauen, weil es vor 30-40 Jahren wohl noch ein ehrlicheres Geschäft war. Aber wenn man sich als 30 oder 40-Jähriger irgendetwas andrehen lasse, von dem ich die Broschüre nicht verstehe und bei dem mir selbst Google nicht hilft, dann sollte man sich im klaren sein, dass das Glücksspiel ist.

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                          #27
                          Wer übrigens denkt, dass irgenwelche BWLer irgendwelche Produkte oder Modelle sich ausgedacht haben liegt völlig falsch. Das waren anfangs vor allem Physiker und es mehr und mehr in die Informatik rein (Stichwort automatisches Handeln).
                          Ein Kommilitone hat bei eine kleine Privatbank gearbeitet und der meinte das wird sehr viel in diesen Bereich investiert.

                          /e: Wir sollten auch alle uns überlegen, dass unser jetziges System auch den Sprung ins 21 Jahrundert ermöglicht hat, so wie es der Erzähler auch gesagt hat. Es ist also per se nicht alles schlecht am aktuellen System man muss nur ein paar Stellschrauben verändern oder neue Regelungen einführen. Das natürlich weltweit.

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                            #28
                            Zitat von gestalt
                            Wer übrigens denkt, dass irgenwelche BWLer irgendwelche Produkte oder Modelle sich ausgedacht haben liegt völlig falsch. Das waren anfangs vor allem Physiker und es mehr und mehr in die Informatik rein (Stichwort automatisches Handeln).
                            Ein Kommilitone hat bei eine kleine Privatbank gearbeitet und der meinte das wird sehr viel in diesen Bereich investiert.

                            /e: Wir sollten auch alle uns überlegen, dass unser jetziges System auch den Sprung ins 21 Jahrundert ermöglicht hat, so wie es der Erzähler auch gesagt hat. Es ist also per se nicht alles schlecht am aktuellen System man muss nur ein paar Stellschrauben verändern oder neue Regelungen einführen. Das natürlich weltweit.
                            Oh man. I. d. R. sind das Arbeitskreise in einem Unternehmen. Dort sind Mathematiker, Physiker, BWLer, usw - im Wesentlichen eig. alles - enthalten.

                            Mathematiker/ Physiker rechnen nur durch, welche Risiken die Produkte enthalten, inwiefern man diese Risiken hedgen kann und was sie kosten. Aber die machen mit Sicherheit nicht allein die Produkte

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                              #29
                              Zitat von schwarz
                              Zitat von gestalt
                              Wer übrigens denkt, dass irgenwelche BWLer irgendwelche Produkte oder Modelle sich ausgedacht haben liegt völlig falsch. Das waren anfangs vor allem Physiker und es mehr und mehr in die Informatik rein (Stichwort automatisches Handeln).
                              Ein Kommilitone hat bei eine kleine Privatbank gearbeitet und der meinte das wird sehr viel in diesen Bereich investiert.

                              /e: Wir sollten auch alle uns überlegen, dass unser jetziges System auch den Sprung ins 21 Jahrundert ermöglicht hat, so wie es der Erzähler auch gesagt hat. Es ist also per se nicht alles schlecht am aktuellen System man muss nur ein paar Stellschrauben verändern oder neue Regelungen einführen. Das natürlich weltweit.
                              Oh man. I. d. R. sind das Arbeitskreise in einem Unternehmen. Dort sind Mathematiker, Physiker, BWLer, usw - im Wesentlichen eig. alles - enthalten.

                              Mathematiker/ Physiker rechnen nur durch, welche Risiken die Produkte enthalten, inwiefern man diese Risiken hedgen kann und was sie kosten. Aber die machen mit Sicherheit nicht allein die Produkte
                              Trotzdem müssen bei der Entwicklung sicher mathematisch affine Leute sitzen. Der Herr Voss schien mir jetzt auch relativ zahlengewand. Was ich nur sagen wollte. Da kommt kein Student (egal welches Fach/Abschluss) mit Durchschnittsmathe an und entwickelt mal eben ein Modell für Markt XY.

                              /e:
                              Spoiler: 

                              Zitat von BoLo
                              Zitat von VARMENDRION
                              Genauso halte ich es für überzogen, dass der fiese Banker den armen Normalverbraucher verarscht und ihm hirnrissige Produkte aufdreht - der arme Normalverbraucher will doch zu einem gewissen Teil verarscht werden und diese Traumrenditen zu echten Renditen machen. Aber wenns schief geht, ist die Bank schuld.

                              Das ist vielleicht eine Frage der Moral, per se böse ist es aber nicht.
                              Dieses. Klar ist das ein ekliges System, der Sektor so aufgebläht, dass selbst Wirtschaftsprüfer nicht durchsteigen und der Banker, der irgendwelchen Omis windige Wertpapiere andreht ein Arschloch. Finde die Sichtweise in diesen ganzen Krisendokumentationen aber immer sehr einseitig. Die Schuld für die Probleme jetzt nur bei den Bankern zu suchen ist aber auch ein ziemlich bequemer Weg.
                              Wenn Kleinanleger XY sich irgendwelche Lehman-Zertifikate verkaufen lässt oder der Bürgermeister von XY auf Wertpapiere spekuliert, die er offensichtlich überhaupt nicht versteht, trägt er auf jeden Fall eine Mitschuld. Klar ist sein Bankberater dann ein Arschloch, aber den hat er sich ja auch selbst ausgesucht. Vielleicht hat die Krise in der Hinsicht schonmal geholfen, dass viele Leute kritischer sind, was sie da von Verkäufern angedreht bekommen.

                              Und dann wird mit zweierlei Maß gemessen. Platzt das Papier des Kleinanlegers, weil es mit irgendwelchen Bruchbuden in Südflorida abgesichert ist, ist das Geschrei groß. Aber wehe irgendein Hedgefond will, dass seine Griechenland oder Portugal Anleihen bezahlt werden. Das ist dann eine bösartige Attacke auf Europa. In diesen Ländern wurde zuallererst jahrezehntelanges, unfassbares politisches Missmanagement betrieben und Geld verteilt. Solange der Hahn sprudelt hat sich niemand beschwert, aber wehe die Leute wollen das Geld wiederhaben, dann ist das ein Krieg gegen die Europa.

                              Man muss die Kleinanleger aufklären, wie dieses System überhaupt funktioniert. Dass dein Berater auch nur ein Verkäufer ist, der dir in erster Linie etwas andrehen will. Und ich bin der Meinung man sollte grundlegende Dinge wie Zins und Wertpapiere in der Schule als Pflichtthema einführen. Ich kenne Leute, die sich 5 Jahre in der Uni und dann 50-60 Stunden die Woche für ihr Geld kaputtarbeiten. Und dann werfen sie es dem erstbesten aalglatten Typen für irgendeine "super Altersvorsorge" oder "garantierte Rendite" in den Rachen. Die meisten Leute in Deutschland wissen wahrscheinlich nichtmal was eine Aktie ist oder wie eine Anleihe funktioniert. Das könnte man wahrscheinlich in einer Stunde super nachlesen, aber lieber wird das Geld irgendwem für irgendwas anvertraut, weil man sich dann nicht damit beschäftigen muss.
                              Leid tun mir vorallem die älteren Menschen, die dazu wohl wirklich nicht mehr in der Lage sind und es einfach gewohnt sind ihrem Bankberater zu vertrauen, weil es vor 30-40 Jahren wohl noch ein ehrlicheres Geschäft war. Aber wenn man sich als 30 oder 40-Jähriger irgendetwas andrehen lasse, von dem ich die Broschüre nicht verstehe und bei dem mir selbst Google nicht hilft, dann sollte man sich im klaren sein, dass das Glücksspiel ist.


                              Sind wir mal ehrlich, dass ist doch die Dummheit der Menschen, wer kauft denn die Katze im Sack? Heutzutage schaut man bei jeder Investition (Urlaub, Auto, etc) was so die Rezensionen im Internet sagen oder fragt in irgendwelchen Foren nach. Aber in Finanzfragen, glaubt man dem Typen, der dafür bezahlt wird dir was zu verkaufen.
                              Das ist so also ob du den Verkäufer des Produkts fragst ob du sein Produkt kaufen sollst. Völlig paradox.

                              /e: stimme dir also zu.

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                                #30
                                doku ist nun weg, falls jemand noch ne quelle hat pm pls

                                Kommentar

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