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Banker-Doku: Master of the Universe

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    Banker-Doku: Master of the Universe

    http://future.arte.tv/de/finanzwelt

    Der Film ist noch wenige Tage bei Arte verfügbar.
    ########################################

    In der "Doku" Banker of the Universe dreht sich alles um den Protagonisten Rainer Voss. Dieser war, bis vor wenigen Jahren, ein sehr erfolgreicher Investmentbanker, der jenseits der Million jährlich verdiente.

    Er spricht über das System, die Lernfähigkeit der Märkte (Spoiler: "Gibt es nicht") und wie Familie leidet.

    Vieles mag nicht neu erscheinen, allerdings wirkt es durch die Worte eines gereinigten Bankers und die düstere Kulisse sehr stark. Besonders erschreckend (wenn eignetlich auch nicht unerwartet) fand ich die Aussagen, dass viele am Niedergang des Euros viel Geld verdienen können und auch darauf hinarbeiten und dass nach Griechenland, Portugal, Spanien und Italien ("Zuerst wird das leichteste Ziel gesucht. Das Eis bekommt einen Knacks und dann wird weitergemacht, immer größer") jetzt Frankreich dran ist. Was danach passiert? "Game over."

    Wie gesagt- schaut mal rein und teilt eure Meinung. Ich wieß, dass es einen Thread fürs Dokus gibt. ICh wollte es nur etwas hervorheben, weil der Film online nur noch wenige Tage verfügbar ist.

    #2
    danke den wollte ich unbedingt schauen, aber wieder vergessen

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      #3
      Hört sich sehr interessant an. Werd ich mir bei Gelegenheit anschauen. Danke für den Hinweis.

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        #4
        habs mir mal angeschaut, schon interessant das alles zu hören, na wenns wirklich so kommt dann ist eh bald ende, wie der banker ja selbst sagt

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          #5
          Naja.. war eigentlich etwas enttäuscht. Der Typ scheint derbe verbittert zu sein. Es wurden zig Beispiele genannt aber nie genauer ausgeführt.. immer nur Ausblicke was passieren könnte und wieso. Alles ziemlich Dramatisch ohne harte Hintergrundfakten dazu.

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            #6
            Zitat von DaRuler
            habs mir mal angeschaut, schon interessant das alles zu hören, na wenns wirklich so kommt dann ist eh bald ende, wie der banker ja selbst sagt
            gehts hier wieder um zins- und zinseszins? werds mir wohl angucken, obwohl wohl alles schonmal gehört..

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              #7
              geiler beruf

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                #8
                bin durch diesen zeit artikel auf den film aufmerksam geworden und habe ihn mir angesehen. nach dem artikel habe ich etwas mehr bezug zur finanzkrise erwartet. trotzdem habe ich den film interessiert angesehen, die machart ist einfach super!

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                  #9
                  Hatte ihn mir vor paar Wochen schon auf youtube angeschaut. Finde der Film bringt gut rüber das es heute eigentlich nur darum geht, egal wie, einfach kohle abzustauben. Scheiss auf alles. Der Mann ist halt in meinen Augen ein trauriges, armes Würstchen. Hat zwar jetzt ein dickes Bankkonto aber wie man durch seine Ausführungen erkennen kann (geht beim Thema Familie nie ins Detail und bricht immer ab) keine tiefgründigen sozialen Kontakte mehr. Seine Familie wird wohl nicht mehr intakt sein.

                  Wie bitter muss es sein, wenn du mit Mitte 50 realisierst das du dein ganzes vorheriges Leben einfach nur dumm dem Geld bzw. der Macht nachgerannt bist? Zeit kann man sich eben nicht zurück kaufen. Da stellt sich mir die Frage, ob es eben sinnvoll ist auf Teufel komm raus nur viel Geld zu verdienen ohne zu Leben. Was bringt es mir wenn ich 60h die Woche im Büro hocke und wie eine Maschine agiere? Nur um den noch größeren Wagen zu finanzieren. Traurig.

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                    #10
                    Zitat von hoppla
                    Hatte ihn mir vor paar Wochen schon auf youtube angeschaut. Finde der Film bringt gut rüber das es heute eigentlich nur darum geht, egal wie, einfach kohle abzustauben. Scheiss auf alles. Der Mann ist halt in meinen Augen ein trauriges, armes Würstchen. Hat zwar jetzt ein dickes Bankkonto aber wie man durch seine Ausführungen erkennen kann (geht beim Thema Familie nie ins Detail und bricht immer ab) keine tiefgründigen sozialen Kontakte mehr. Seine Familie wird wohl nicht mehr intakt sein.

                    Wie bitter muss es sein, wenn du mit Mitte 50 realisiert das du dein ganzes vorheriges Leben einfach nur dumm dem Geld bzw. der Macht nachgerannt bist? Zeit kann man sich eben nicht zurück kaufen. Da stellt sich mir die Frage, ob es eben sinnvoll ist auf Teufel komm raus nur viel Geld zu verdienen ohne zu Leben. Was bringt es mir wenn ich 60h die Woche im Büro hocke und wie eine Maschine agiere? Nur um den noch größeren Wagen zu finanzieren. Traurig.
                    So gehts aber nicht nur den bösen Bankern. Die Gier nach mehr Geld und Macht gibts doch in jedem Berufsfeld.

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                      #11
                      Spoiler: 
                      Zitat von Qesx
                      Zitat von hoppla
                      Hatte ihn mir vor paar Wochen schon auf youtube angeschaut. Finde der Film bringt gut rüber das es heute eigentlich nur darum geht, egal wie, einfach kohle abzustauben. Scheiss auf alles. Der Mann ist halt in meinen Augen ein trauriges, armes Würstchen. Hat zwar jetzt ein dickes Bankkonto aber wie man durch seine Ausführungen erkennen kann (geht beim Thema Familie nie ins Detail und bricht immer ab) keine tiefgründigen sozialen Kontakte mehr. Seine Familie wird wohl nicht mehr intakt sein.

                      Wie bitter muss es sein, wenn du mit Mitte 50 realisiert das du dein ganzes vorheriges Leben einfach nur dumm dem Geld bzw. der Macht nachgerannt bist? Zeit kann man sich eben nicht zurück kaufen. Da stellt sich mir die Frage, ob es eben sinnvoll ist auf Teufel komm raus nur viel Geld zu verdienen ohne zu Leben. Was bringt es mir wenn ich 60h die Woche im Büro hocke und wie eine Maschine agiere? Nur um den noch größeren Wagen zu finanzieren. Traurig.
                      So gehts aber nicht nur den bösen Bankern. Die Gier nach mehr Geld und Macht gibts doch in jedem Berufsfeld.


                      Klar möchte jeder gerne mehr Geld verdienen. Bei diesen "Bankern" besteht aber nur der Sinn darin so viel Geld wie möglich zu verdienen, egal wie. Und dabei sind die meisten Geschäfte die hier verzapft werden auch sowas von Sinnfrei und dienen nur der Bereicherung einer Branche bzw. paar einzelnen die dann richtig dick abkassieren. Dabei wird es eben auch immer schwieriger der Gesellschaft zu erklären wieso ein Banker der künstliche Produkte entwirft, und die 0 für die Realwirtschaft Sinn machen, das 100-fache einer Krankenschwester verdient. Ist das gerecht? Nein. Das heisst nicht, dass die Krankenschwester jetzt 1 Mio. im Jahr verdienen soll. Aber die Zivilgesellschaft und die Politik sollten die Diksussion härter führen, dass Berufe die wichtig für die Allgemeinheit sind auch dementsprechen honoriert werden.

                      Das fängt doch schon bei den nachwachsenden Bankern an. Frag doch mal warum so viele BWL studieren und geblendet sind von der Phantasie das große Geld zu machen. BWL an sich macht vielleicht 5% der Studierenden Spaß, der Rest träumt vom großen Geld. Tolle Motivation. Kein Wunder das dann diese Leute kein Skrupel haben egal wie Geld zu verdienen. Und nein, dass soll jetzt nicht heißen jeder BWL-Student ist skrupellos und geld gierig :P

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                        #12
                        Ich weiß nicht, ob reine Geldgier einen aus finanzieller Sicht weit bringt. Ich glaube dann doch, dass viele nicht nur Geld verdienen wollen, sondern besser sein wollen als die anderen. Und besser sein kann jetzt eben auch heißen, waghalsige Produkte auf den Markt zu bringen. Und ganz gleich, wie waghalsig die sind, solange es die Nachfrage gibt, wird damit eben Geld verdient. Und dass die Krankenschwester und der Banker ganz andere Geschöftsmodelle haben und deshalb anders verdienen, ist ja nur logisch. Trotzdem stimme ich mit dir überein, dass sozial wichtige Berufe gefördert werden sollten. Das hilft am Ende allen.

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                          #13
                          Habs mir angeguckt..naja eher uninteressant :(

                          und deine Aussagen bzgl. der BWL kann ich nicht teilen. BWL wird soviel studiert, das:

                          -das Studium an sich selbst nicht wirklich schwer ist
                          -die praktischen Einsatzmöglichkeiten sehr vielfältig sind
                          -das Verhältnis aus späterem Einkommen und dem dafür notwendigen Aufwand attraktiv ist.

                          Deine These wird allein dadurch schon widerlegt, wenn man sich die Spezialisierungen der BWL-Studenten anguckt. Dort hat Finance, Banking oder was auch immer nur einen sehr kleinen Anteil.

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                            #14
                            hab hier die dvd liegen, werd ihnn mir bald angucken. bin sehr gespannt wie es wird, hoffe vor allem auf einen protagonisten der klartext redet.

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                              #15
                              Die Aufmachung ist top. Der Film kennt nur eine Achse, die Vertikale. Natürlich muss man Rainer Voss und seine Äußerungen quellen-kritisch betrachten. Er selbst war Bestandteil dieses Systems, mit dem er sich überworfen hat. Er weiß was gut ankommen wird. Keine journalistische Einordnung/Überprüfung. Das Intro deutet es ja an, dass vieles vage bleiben wird. Genau deshalb sind die nebensächlichen Äußerungen und das was er nicht sagt spannender: Die Familie, die Beschreibung des Arbeitsplatzes, Master of the universe, die Abkoppelung von der Außenwelt (beruflich/privat) und die Selbstausbeutung.
                              Es ist ein kleiner (persönlicher) Einblick in die Vorstellungswelt dieser Menschen.

                              Steht dieses ganze Bürogebäube etwa leer?

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