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hm sehs genau andersrum.Zitat von ceNaSteinbrück hat ihn wie erwartet an die Wand geredet.
schon seltsam wie die empfindungen allein in diesem thread soweit auseinander gehen können. das beste war ja, als steinbrück zu anfang argumentiert deutschland habe eine verantwortung aufgrund von 1945. prompt bringen sie sarrazins buchstelle wo er genau das anmahnt dass man doch nicht jedes unsinnige projekt mit dieser verantwortung begründen kann. daraufhin heißt es nur: "was hat der holocaust damit zu tun?". den hat steinbrück doch vorher, zwar nicht explizit aber im grunde mit dem jahr 1945 selbst mit eingebracht.
wirklich schade dass sarrazin nicht noch etwas besser reden könne, finde seine argumente aber auch so schon nachvollziehbarer als steinbrücks.
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Ich wollte damit auch garnicht sagen dass das jetzt der Hauptpunkt war, aber es kam mir halt da schon so vor (vor allem wie Jauch reagiert hat), dass damit wieder dieser "ja sarrazin, nazi halt" gedanke etabliert werden sollte.
Davon mal abgesehen kannst du natürlich nicht eine einzige Firma nehmen und sagen "De sagen aber es geht denen so besser" genau wie sarrazin nicht sagen kann "diese Länder hatten besseres Wachstum OBWOHL sie keinen Euro hatten!" Ist beides sicherlich eine seltsame Argumentationsstruktur, insgesamt gesehen will Sarrazin doch auch nicht konkrete Hilfsmaßnahmen vorstellen, das muss er auch nicht, er versucht aufzuzeigen welche fehler gemacht worden sind und warum diese sich jetzt so auswirken wie sie es tun.
Dass sein ganzes Buch auf einer Hypothese besteht (aus dem Euro raus kommen wir ja nicht so leicht, weiß er auch selbst) führt natürlich dazu, dass man nicht wie STeinbrück es versucht, nach einer Lösung im buch suchen muss. Man sollte lediglich schauen ob er denn Recht hatte, und daraus unter Umständen selbst Konsequenzen ziehen falls sich ähnliche Situationen wieder ergeben. Und wenn Sarrazin dann sagt, jeder Staat ist für seine eigene Wirtschaft verantwortlich, und Steinbrück damit argumentiert wie "wir" die Jugendarbeitslosigkeit in Griechenland in den Griff bekommen sollen, dann muss ich doch Sarrazin recht geben. Wir können denen da nicht weiter helfen, das ist Innenpolitik und hat erstmal nichts mit dem Euro zu tun.
Naja das waren so die Punkte die mir aufgefallen sind, kann man sicherlich anders sehen ;)
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Krass wie weit die Meinungen hier auseinander gehen.
Für mich hat Herr Sarrazin klar Steinbrück dominiert, die Wahrheit gesagt, kann leider nicht so gut reden wie Herr Steinbrück, aber wenigstens mit eigenem Verstand und nicht nach Parteireden oder anderen Lobbys.
Herr Sarrazin legt einfach immer Salz in die Wunde - erst spricht er das "Migrations-"problem an und nun den Euro - da ist es doch klar, dass sich viele Politiker gegen ihn stellen! Peinlich sind die Leute die ihm einen Maulkorb verpassen wollen!!!
Am lustigsten fand ich Steinbrück, als er Sarrazin unterbrechen will, es schafft und sagt, dass man so einen Quatsch nicht stehen lassen könne ... und daraufhin nichts davon wiederlegen kann.
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Genau, Sarrazin sagt "die Wahrheit" und alle anderen haben keine Ahnung. Du hast es verstanden.Zitat von virtualKrass wie weit die Meinungen hier auseinander gehen.
Für mich hat Herr Sarrazin klar Steinbrück dominiert, die Wahrheit gesagt, kann leider nicht so gut reden wie Herr Steinbrück, aber wenigstens mit eigenem Verstand und nicht nach Parteireden oder anderen Lobbys.
Herr Sarrazin legt einfach immer Salz in die Wunde - erst spricht er das "Migrations-"problem an und nun den Euro - da ist es doch klar, dass sich viele Politiker gegen ihn stellen! Peinlich sind die Leute die ihm einen Maulkorb verpassen wollen!!!
Am lustigsten fand ich Steinbrück, als er Sarrazin unterbrechen will, es schafft und sagt, dass man so einen Quatsch nicht stehen lassen könne ... und daraufhin nichts davon wiederlegen kann.
oh wait...
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Mal davon abgesehen, dass es bei diesem Thema keine "Wahrheit" gibt, benutzt also jeder, der gegen die kruden und idiotischen Thesen von Sarrazin argumentiert, seinen Verstand nicht und ist ein Lobbyist bzw. redet, wie es die Partei befiehlt? Sorry, aber das kann nicht dein Ernst sein.Zitat von virtualKrass wie weit die Meinungen hier auseinander gehen.
Für mich hat Herr Sarrazin klar Steinbrück dominiert, die Wahrheit gesagt, kann leider nicht so gut reden wie Herr Steinbrück, aber wenigstens mit eigenem Verstand und nicht nach Parteireden oder anderen Lobbys.
mfg
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Ja, noch. Das Problem ist, dass, wie Herr Steinbrück sagte, man die Gegenwart und nicht die Vergangenheit betrachten muss. Unter derzeitigen Umständen muss man dieses Problem ökonomisch betrachten.Zitat von ceNaSpoiler:Zitat von Brain-xhm sehs genau andersrum.
schon seltsam wie die empfindungen allein in diesem thread soweit auseinander gehen können. das beste war ja, als steinbrück zu anfang argumentiert deutschland habe eine verantwortung aufgrund von 1945. prompt bringen sie sarrazins buchstelle wo er genau das anmahnt dass man doch nicht jedes unsinnige projekt mit dieser verantwortung begründen kann. daraufhin heißt es nur: "was hat der holocaust damit zu tun?". den hat steinbrück doch vorher, zwar nicht explizit aber im grunde mit dem jahr 1945 selbst mit eingebracht.
wirklich schade dass sarrazin nicht noch etwas besser reden könne, finde seine argumente aber auch so schon nachvollziehbarer als steinbrücks.
Ja, ich gebe dir Recht: Wer mit europäischer Verantwortung im Sinne der Geschichte argumentiert, den hat Sarrazin mit seiner "Holocaust-These" getroffen.
Das war eine kleine These, die im Grunde keinen juckt, weil wir darüber reden müssen, wie man die Krise löst und nicht aus welchem Grund man was wie wo macht. Außerdem ist das ja nicht der einzige Grund warum wir als Deutschland helfen. Wenn dem so wäre, könnte man Sarrazin recht geben.
Der zweite Punkt jedoch ist, dass DE vom Euro profitiert, das hat er auch bestritten. Das hat aber unter anderem das eine Unternehmen in Jauchs Beitrag absolut bestätigen könnnen.
Habe und werde das Buch jedenfalls nicht lesen; finde im übrigen auch die ganzen Proteste lachhaft. Steinbrück hat es auf den Punkt getroffen. Man setzt sich mit solchen Leuten in der Sache auseinander und versucht sie mit Worten und Argumenten zu entwaffnen um keinen Nährboden für Weitere zu schaffen.
Wenn man sich jetzt die Fundamentaldaten anguckt, kommt man zu dem Schluss, dass die Eurozone, wie sie heute besteht, nicht mehr existieren _kann_ . Griechenland muss raus, das wird einem nahezu jeder, nicht von der Politik getriebener, Ökonom sagen. Bei Spanien und besonders Portugal sieht das ähnlich aus.
Und wenn das ganze Ding zusammenbricht (nur eine Frage der Zeit), dann kann Deutschland auch ganz schnell nicht mehr Profiteur vom Euro sein. Inzwischen sind ja fast 1 Billion Euro Risiken, die sich da aufgetürmt haben.
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warum helfen wir denn - weitere Punkte?Zitat von ceNaDas war eine kleine These, die im Grunde keinen juckt, weil wir darüber reden müssen, wie man die Krise löst und nicht aus welchem Grund man was wie wo macht. Außerdem ist das ja nicht der einzige Grund warum wir als Deutschland helfen. Wenn dem so wäre, könnte man Sarrazin recht geben.
:EDer zweite Punkt jedoch ist, dass DE vom Euro profitiert, das hat er auch bestritten. Das hat aber unter anderem das eine Unternehmen in Jauchs Beitrag absolut bestätigen könnnen.
ok: Einzelbeispiel, 3000-Mann (!) Zuckerhersteller (!!)
Steinbrück musste ihm in der Sache recht geben - die Zahlen kennt er auch und sie sind eindeutig. Er hat sich ganz bewusst nur auf die politischen Aspekte konzentriert ("Meinungsfreiheit" bla) - ob man sich davon beeindrucken lassen muss, ist fraglich, vorallem wenn man gegen eine volkswirtschaftliche Analyse argumentieren will, die zum Großteil aus Zahlen besteht. Wer da von "Gegen die Wand reden" spricht hat eher nicht so viel Ahnung oder sollte Einführung VWL nochmal hören.Habe und werde das Buch jedenfalls nicht lesen; finde im übrigen auch die ganzen Proteste lachhaft. Steinbrück hat es auf den Punkt getroffen. Man setzt sich mit solchen Leuten in der Sache auseinander und versucht sie mit Worten und Argumenten zu entwaffnen um keinen Nährboden für Weitere zu schaffen.
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Das hat nichts mit VWL in der Uni zu tun. Dort lernst du andere Grundlagen, aber keine volkswirtschaftlichen Fundamentaldaten (i.d.R. wird dir dort maximal das BIP gezeigt und die 3 Berechnungsweisen). Das ist einfach nur purer Menschenverstand und ökonomisches Verständnis, was man aber nicht einzelnen Modulen zuweisen kann.
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hab eure posts jetzt nicht gelesen, aber kann mir ungefähr vorstellen wie ihr argumentiert. ich persönlich finde sarrazin ehrlich, er formuliert vielleicht einige gedankengänge zu hart, aber das ist mir allemal lieber als viele der verlogenen politiker in deutschland, die unangenehme themen einfach unter den tisch kehren. damit will ich nicht sagen das ich alles unterstütze was er behauptet, aber in vielen hinsichten hat er einfach das gesagt was viele menschen in deutschland beschäftigt, auch wenn sie es nicht zugeben wollen. zu diesen themen gibt es aber nicht DIE wahrheit, davon solltet ihr euch langsam mal verabschieden. das was sarrazins bücher ausmacht sind die thesen von ihm. um allgemein was zum thema hinzuzufügen, ich fand sarrazin gestern bei jauch sehr viel professioneller als steinbrück, der sich meiner meinung nach viel zu emotinal als objektiv mit den themen die aufkamen beschäftigt hat. da sarrazin immer irgendwie mit rassismus in verbindung gebracht wird will ich noch abschliessend erwähnen das ich italienischer herkunft bin.
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Du huldigst Sarrazin und verweist dabei auf seine Migrationsscheiße? Unglaubwürdiger gehts ja schon fast garnicht mehr. Der Kerl wollte sein Buch verkaufen und hat in Selbiges unfassbar viel Schrott reingeschrieben. Oder willst du mir ernsthaft erzählen, dass dieses genetische Gefasel fundiert ist?Zitat von virtualKrass wie weit die Meinungen hier auseinander gehen.
Für mich hat Herr Sarrazin klar Steinbrück dominiert, die Wahrheit gesagt, kann leider nicht so gut reden wie Herr Steinbrück, aber wenigstens mit eigenem Verstand und nicht nach Parteireden oder anderen Lobbys.
Herr Sarrazin legt einfach immer Salz in die Wunde - erst spricht er das "Migrations-"problem an und nun den Euro - da ist es doch klar, dass sich viele Politiker gegen ihn stellen! Peinlich sind die Leute die ihm einen Maulkorb verpassen wollen!!!
"Er legt Salz in die Wunde" Ganz abgesehen, dass man den Finger in die Wunde legt und das Salz reinstreut, vertritt Sarrazin häufig populistische Meinungen, die er dann mit pseudowissenschaftlichen "Beweisen" begründen will. Ich halte von dem Typen gar nix. Aber hey, er liefert der BILD wieder Material für die nächsten 3 Monate.
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:E das war Thema des threads, natürlich formuliere ich die Frage nicht mehrmals neu. Wenn der Nutzen des Euros für Deutschland diskutiert werden soll, sind Aussagen wie "Deutschland profitiert vom Euro" ohne Begründung trivial, mit zwar ergoogelter statt eigener Meinung nicht wirklich besser, aber herzlichen Dank fürs googlen!Zitat von ceNaDann stell die Frage vernünftig.Zitat von noobhans> Weil Deutschland vom Euro profitiert
Jaja, haben wir doch gehört. Was fehlt ist eine Begründung.
Habe mal was rausgesucht: http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/01/30/so-sehr-hat-deutschland-vom-euro-profitiert/
Hier dann die Studie, die du gesucht hast: https://ir.citi.com/DkHnljPA17OJBCgYbBozk5GXsbpJTG9K2O7tG8tU2LUrX%2BP7 wkUYWw%3D%3D
/e Kommentare zum Artikel sind auch amüsant
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des einen exportabhängigkeit, des anderen leid.Zitat von ceNaDann stell die Frage vernünftig.Zitat von noobhans> Weil Deutschland vom Euro profitiert
Jaja, haben wir doch gehört. Was fehlt ist eine Begründung.
Habe mal was rausgesucht: http://blog.handelsblatt.com/handelsblog/2012/01/30/so-sehr-hat-deutschland-vom-euro-profitiert/
vom euro profitiert haben hauptsächlich deutsche unternehmen und insbesondere investoren, also banken. die reallöhne bis zur mittelschicht stagnieren oder fallen aber, da das kapital woanders hinwandert bzw. es ja gar nicht da ist, sondern irgendwo in der bilanz der bundesbank als target2 foderung auftaucht, die dann irgendwann der steuerzahler wieder blechen darf . die politik bzw. die ezb senkt als besänftigung die hürden für kredit. in verbindung mit der heterogenität der europäischen volkswirtschaften und dem mangel an kontrollmechanismen/transparenz im zuge der euroeinführung hat das ganze in einem nährboden für arbitrage und eigennützlichen opportunismus gemündet. zusätzlich seien noch die tiefverwurzelten und defizitären grundannahmen unseres banking und finance wesens genannt, wie zb garantiezins, fractional reserve lending oder die abhängigkeit von der stets vorhandenen bonität eines staates.
ein euro kann durchaus sinnvoll sein. die jetzigen mechanismen sind aber ein trauerfall. leider werden die defizite immer mehr festgemeißelt in form von souveränitätsverlust an brüsseler institutionen.
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