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    Schon jemand Blood Red Sky gesehen?

    Ist der Hype gerechtfertigt? :D

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      vorgestern gesehen, für ein Netflixfilm ganz ok. Kopf ausmachen und nen netten Abend erleben.

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        Okay, wollen wir den Thread mal wieder bisschen beleben? Anscheinend war mein letzter Kinofilm hier im Thread Bombshell gewesen. Hatte danach aber noch The Gentlemen und Jean Seberg gesehen. Hab mich da aber dann schon rar gemacht, da ich jedes Risiko verhindern wollte für Oma sich bei mir anzustecken. Nach / Zwischen Corona dann gar nicht im Kino gewesen, gleicher Grund. Da Oma dann im Dezember gestorben ist, bin ich mittlerweile wieder "aktiv".

        Erster Film (immer OV sneaks) war gewesen "Der Rausch", leider? wurde er hier auf readmore auf ner Filmfestivalseite gratis angeboten, dementsprechend schon gesehen und bin dann direkt raus :-)
        War eine 7.5/10

        Dann kam Promising Young Woman, zuerst hab ich wirkliches schlechtes erwartet, Titel, Bilder, etc. War aber tatsächlich erfrischend, überzeugend, gut gespielt, hat sogar nen Oscar bekommen. Bitte anschauen, und sich nicht vom Titel vergraulen lassen. 6.5/10

        Okay, dann gestern Riders of Justice . Der Grund warum ich hier schreibe. Angepriesen war eine Komödie ab 16. Yep. Dänische Rachethriller/-komödie/drama/-krimi . Keine Ahnung was noch alles. Natürlich mit meinem Liebling Mads Mikkelsen, dazu ein herausragender Cast, tolles Drehbuch, Score/ Szenen. Alles was ein Film gut macht. Und es tut sooo gut das halbe+ Kino lachen zu hören, obwohl der Film ziemlich düster ist. Leute, anschauen, + weil es europäisch ist ;)
        Ich vergebe "nur" eine 9/10, weil ich keine Referenzen in der letzten Zeit habe.

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          Komme gerade aus the suicide squad. Fand den sehr unterhaltsam und es gab wenig längen.

          Witzig zu sehen wie sich so eine aaa Produktion selbst nicht ernst nimmt. Witzige Szenen gepaart mit splatter und zum Teil schon sehr geil inzinierten kämpfen hat mir richtig gut gefallen. Gibt einige harte wtf Momente.

          Ist natürlich kein tiefes und bewegendes Meisterwerk aber ich wurde super unterhalten und hatte oft ein grinsen im Gesicht.

          8/10

          P.s. Kino ohne maske und vielen Menschen ist ein komisches Gefühl. Habs aber echt vermisst.
          Zuletzt geändert von Das_Bier; 08.08.2021, 20:32.

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            Ja, fühlt sch toll an Das_Bier :-)

            Heute gab es Curveball . Schon außergewöhnlich, deutscher Film mit bisschen english mit englischen Untertiteln. Hatte ich also nicht aufm Plan.

            Geht darum, ob der Irak Massenvernichtungswaffen hat oder nicht, und ob die Wahrheit dabei eine Rolle spielt. Wird dabei bisschen mit Ironie die Story 1997-2003 "beleuchtet".

            Ich glaub das ist seit langem der schlechteste Film, den ich im Kino gesehen hab, selbst wenn man die letzten 1.5 Jahre rausnimmt. Ich kann mit deutschen Fernsehfilme überhaupt nichts anfangen, das fängt schon mit der Kamera an. Die kriegen es hin, dass es immer shit aussieht. Die Dialoge sind 1:1 abgelesen und das merkt man, schauspielerisch war es so emotionslos und öde. Das ist ja der Tatort schon besser.

            Story lahm, da kann man sich lieber ne 15-minütige Doku anschauen. Auf imdb ist er grad (mit 100 Bewertungen) mit 7/10 bewertet und eine Freundin fand ihn auch okay. Keine Ahnung, ob meine Missgunst ggüber deutschen Filmen schon Vorsatz ist. War kurz davor zu gehen, im Fernsehen hätte ich nach 10Min abgeschaltet.

            2/10

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              The suicide squad 8,5/10

              Der Film war wirklich richtig gut. James gun ist einfach ein absolutes Genie, wenn es darum geht möglichst viele unterschiedliche durchgeknallte Typen miteinander zu kombinieren. Der Film war nie langweilig und man hat sich die ganze Zeit auf die nächste durch geknallte Szene gefreut. Einzig harley quinn fand ich an manchen Stellen etwas nervig aber das hielt sich zum Glück auch in Grenzen und sie hatte trotzdem ihre guten Momente. King shark war wirklich der King "ist das nom nom?" soo gut einfach :D
              Zuletzt geändert von Trollface1337; 15.08.2021, 00:54.

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                The Father

                Ich gehe mal aus ihr wisst um was es geht, 2x oscarprämiert, verdienter Sieg für Hopkins.

                Immer wenn ich Hopkins sehe, denke ich an Hannibal, egal welcher Filme. Ich denke, das hat sich gerade geändert.

                Alles in "seiner" Wohnung gedreht, dazu passende Musik, dazu eine Olivia Colman (ich liebe sie), dazu die Sicht der Demenz aus Hopkins Sicht, so dass man mitfühlt. Du wünscht niemanden so etwas, ich hatte und habe nun noch mehr Respekt vor all den Pflegern, Hut ab, muss so anstrengend sein.

                Die Endszene ist ein i-Tüpfelchen, großartig, wirklich. Must see. Ich musste dann den kompletten Abspann sitzen bleiben, meine Tränen verdrücken, passiert nicht häufig.

                Ich gebe nur eine 8/10 .Damit er in meiner Liste verschwindet und ich den Film vielleicht vergesse, und weil es mir mein Gefühl sagt.

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                  Nachtrag da letzten Monat schon gesehen:

                  Dunkirk

                  Hier passt in meinen Augen alles.
                  Der Film hat ein unfassbar hohes Tempo und gibt dem Zuschauer keine einzige Minute zum Verschnaufen.
                  Kann man mich nicht daran erinnern das ein Film von Anfang bis Ende es geschafft hat die Intensität konstant hoch zu halten.

                  Dazu kommt noch der Kniff das es drei Handlungsstränge gibt, die alle ineinander greifen aber unterschiedlich lange Zeiträume besitzen (eine Woche (Land), einen Tag (See) und eine Stunde (Luft, so lange reicht der Treibstoff einer Spitfire).

                  Klare Empfehlung! 10/10

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                    Fast 9

                    ich war echt sprachlos. so ziemlich alles an diesem film ist einfach nur schlecht. die erklärung wie han überlebt hat ist auch der größte bullshit überhaupt.

                    zwei punkte gibt es dann dennoch. einen für nathalie emmanuel und den zweiten für
                    Spoiler: 
                    den nissan skyline ganz am ende


                    2/10
                    Zuletzt geändert von Son-Goku; 17.08.2021, 15:28.

                    Kommentar


                      komme gerade aus dune. größter saal, größte leinwand und dickste soundanlage die es bei uns im kino gibt, dazu 3d. war schon ein geiles erlebnis. ich finde 1-2 große storyinhalte fraglich und sehr oberflächlich, dafür dass sie so wichtig für den ganzen film sind (und ein großer twist ist mmn echt stumpf implementiert
                      Spoiler: 
                      der doctor verrät einfach völlig dumm und naiv tauende menschen für seine frau. als ob er wirklich glaubt, dass der baron die freilässt lel. und selbst wenn: was für ein preis.... ist wohl im buch auch so, aber trotzdem urdumm
                      ).

                      die letzte halbe stunde ist mmn auch etwas langatmig und bischen zu sehr gestreckt, alle davor ist aber bombastkino. richtig geile bilder, kinoboden hat vibriert in einige szenen und die effekte sind richtig stark. dazu wird die welt, nicht wie bei starwars, stumpf durch text in den ersten minuten erklärt, sondern offenbart sich stück für stück im laufe des films - das mag ich sehr. man muss schon etwas aufpassen und der handlung aktiv folgen, nicht wie bei marvel zb.

                      die hauptdarsteller sind in meinen augen aber nicht so wirklich talentiert. sehen halt gut aus und das wars. emotionen kann ich in ihren gesichtern jedenfalls keine ablesen. ist aber leider irgendwie der trend der letzten große filme: hauptsache die jungs und mädels sind irgendwie instagram-like. alleine dass sie sich ernsthaft nur "Zendaya" nennt. das steht auch so im nachspann wtf. hallo, i bims, die 25 jährige, die so abgehoben ist,dass sie keinen vor/nachnamen mehr trägt. ist halt keine madonna / rihanna... triggert mich irgendwie :D

                      edit: lel die sind ja echt schon 25...kommen eher wie 20 jährige rüber. charakterdarsteller sind sie jedenfalls nicht ^^ und jason momoa ohne bart sieht mega dämlich aus ^^

                      8,5/10

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                        Zitat von Das_Bier Beitrag anzeigen
                        komme gerade aus dune. größter saal, größte leinwand und dickste soundanlage die es bei uns im kino gibt, dazu 3d. war schon ein geiles erlebnis. ich finde 1-2 große storyinhalte fraglich und sehr oberflächlich, dafür dass sie so wichtig für den ganzen film sind (und ein großer twist ist mmn echt stumpf implementiert
                        Spoiler: 
                        der doctor verrät einfach völlig dumm und naiv tauende menschen für seine frau. als ob er wirklich glaubt, dass der baron die freilässt lel. und selbst wenn: was für ein preis.... ist wohl im buch auch so, aber trotzdem urdumm
                        ).

                        die letzte halbe stunde ist mmn auch etwas langatmig und bischen zu sehr gestreckt, alle davor ist aber bombastkino. richtig geile bilder, kinoboden hat vibriert in einige szenen und die effekte sind richtig stark. dazu wird die welt, nicht wie bei starwars, stumpf durch text in den ersten minuten erklärt, sondern offenbart sich stück für stück im laufe des films - das mag ich sehr. man muss schon etwas aufpassen und der handlung aktiv folgen, nicht wie bei marvel zb.

                        die hauptdarsteller sind in meinen augen aber nicht so wirklich talentiert. sehen halt gut aus und das wars. emotionen kann ich in ihren gesichtern jedenfalls keine ablesen. ist aber leider irgendwie der trend der letzten große filme: hauptsache die jungs und mädels sind irgendwie instagram-like. alleine dass sie sich ernsthaft nur "Zendaya" nennt. das steht auch so im nachspann wtf. hallo, i bims, die 25 jährige, die so abgehoben ist,dass sie keinen vor/nachnamen mehr trägt. ist halt keine madonna / rihanna... triggert mich irgendwie :D

                        edit: lel die sind ja echt schon 25...kommen eher wie 20 jährige rüber. charakterdarsteller sind sie jedenfalls nicht ^^ und jason momoa ohne bart sieht mega dämlich aus ^^

                        8,5/10
                        Finde die Schauspieler sehr gut gewählt. Zudem Haben Timothee Chalamet und auch Zandaya bereits in vielen anderen Filmen mehr als Überzeugt und sind finde ich hier perfekt gecastet aus der jungriege. Welche jüngeren Schauspieler hättest du denn hier lieber gesehen? Deinen Unmut über Zandaya verstehe ich hier nicht. Sie ist auch schon seit 7 Jahren sehr bekannt und tritt schon immer nur mit ihrem Vornamen auf. Und in den letzten Jahren hat Sie wesentlich mehr geleistet als eine Rhinanna oder Madonna :D

                        zu deinem Twist:

                        Spoiler: 
                        Hab die Bücher nicht gelesen, aber ich finde den Verrat des Doktors in der Form nicht völlig dumm und naiv. War doch eindeutig ersichtlich, dass er selber nicht wirklich dran geglaubt hat und es sein eigentliches Ziel war den Baron auf diese Art einfach mit ins Verderben zu stürzen mit dem Gift.


                        Zum Film: 9,0/10

                        Fand nur blöd, dass man durch das Weltall reisen konnte aber dann mit Schwertern aufeinander los geht xD

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                          Um mal wieder zum Thema zurückzukommen.

                          Dune 10/10*
                          Hatte geringe Erwartungen, weil ich den alten Dune eher als Memefeuerwerk in Erinnerungen hatte, aber was für ein beeindruckendes Werk.
                          Eine derart komplexe Vorlage so stringent und verständlich zu adaptieren, es cinematographisch so brilliant umzusetzen, die Musik von Hans Zimmer, die Bildsprache, das Worldbuilidig. Wirklich großartig. Der Film nimmt sich ernst, ist immersiv und obwohl seine Story ein uralter Trope ist, führt er ihn an manchen so intelligent weiter, adaptiert ihn mit einer Weitsicht, die man einer derart alten Vorlage auch nicht zugetraut hätte.

                          *Gemessen mit allen anderen Filmen in meinem Leben wäre es eine 8/10, einfach weil es nicht nicht mein Genre ist. Aber was SciFi-Filme und Blockbusterkino angeht, ist der für mich eine Klasse für sich. Für einen Film, der mir den Spaß am Blockbusterkino zurückgibt, gebe ich gerne die volle Punktzahl.

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                            Dune 8/10

                            Am Wochenende bin ich endlich dazu gekommen, Dune in 2D und OV zu schauen. Habe mich sehr lange auf diesen Film gefreut, weil ich Villeneuve für die perfekte Wahl für so einen SciFi-Film halte und mir von seiner Vision viel erhofft habe. Der Trailer war auch außergewöhnlich gut, daher war meine Erwartungshaltung auch dementsprechend hoch. Der alte Dune ist mir noch als trashiger Misserfolg im Gedächtnis, insofern konnte es auch nur besser werden.

                            1. Cinematographisch/Visuell: Einfach bombastisch und außergewöhnlich, so muss ein SciFi-Film gestaltet sein. Dafür ist das Kino gemacht, mir war die Leinwand im OV-Kino sogar zu klein für diese Kamerarbeit. Fast jedes Bild ein Gemälde, so wie man es von Villeneuve erwarten konnten. Die Schönheit und der Realismus der Raumschiffe, Planeten und Charaktere erschlägt einen förmlich und Bildaufbau/Bildwirkung/Bildkomposition sind in fast jedem Shot perfekt umgesetzt. Man taucht wirklich ein in die Welt von Dune, absoluter Orgasmus, alleine dafür lohnt sich der Film. Man ist als Zuschauer direkt im Geschehen und kann die Welten förmlich schmecken/fühlen/greifen. Absolut genial, diese sehr realistische, immersive und greifbare Kamerarbeit von Villeneuve/Fraser erinnert mich sehr an Inarritu/Lubezki, ich mag diesen Stil sehr. In Kombination mit dem (zu lauten) rauen Score und den langen Einstellungen bzw. dem langsamen Erzähltempo absolut perfekt umgesetzt und wirklich bombastisch. Hatte auch nach 2 Stunden noch nicht genug davon.

                            2. Worldbuilding: Villeneuve nimmt sich sehr viel Zeit, um die Zuschauer in die Welt von Herbert einzuführen. Das hat Lynch damals nicht gemacht. Natürlich werden nicht alle Fragen zu den einzelnen Welten/Charakteren/politischen Strukturen klar geklärt, aber man erhält einen wirklich guten Überblick und versteht auch die Zusammenhänge sehr schnell. Der Film endet ja quasi auch kurz nachdem die Story so wirklich begonnen hat, insofern kann man in Teil 1 fast 1.5h in die Welt von Dune eintauchen. Man erhält gute Einblicke in die einzelnen Welten der Adelshäuser und der Wüstenplanet an sich ist natürlich das Prunkstück schlechthin. Absolut beeindruckend umgesetzt, erinnert mich an eine gute Mischung aus Star Wars und Alien. Man kriegt alle Aspekte und Facetten des Planeten gezeigt und hat jeder Zeit den Eindruck, dass hier kein CGI am Start ist. Die Häuser, Städte, Raumschiffe und Charaktere sind dreckig, laut und wirken ziemlich real. Alles macht auch Sinn, denn es gibt keine Raumschiffe/Häuser/Klamotten oder Technologien, die nicht an die jeweilige Situation und Realität angepasst erscheinen. Nichts wird rein zu visuellen Zwecken eines bombastischen Kinoerlebnisses übertrieben aufgebläht dargestellt, sondern alles scheint durchdacht. Minimalismus und Realismus der Welt dringen in jeder Szene durch. Speziell die Schönheit, Rauhheit und Bedrohlichkeit von Dune kann man wirklich fühlen und auch die Darstellung des Spices gefällt mir besonders gut. Von den Würmern braucht man gar nicht sprechen, absolut passend umgesetzt.

                            3. Tempo/Schnitt: Auch das Tempo des Films finde ich sehr angenehm, dieses ergänzt sich sehr gut mit dem Score und der Ästhetik. Man erhält eine gute Einführung in die Lebenswelten und Storylines der wichtigsten Charaktere, zugleich nimmt sich der Film aber auch Zeit für Details oder (scheinbar unwichtige) Charakterentwicklung. Ähnlich wie beim Worldbuilding kann man hier sehr ausführlich in die Lebensrealitäten der Hauptcharaktere eintauchen. Mag ich total, fehlt mir bei vielen SciFi-Filmen, für mich ein sehr wichtiges Element. Der Zuschauer geht ja auch ins Kino, um Zeit in der alternativen Welt zu verbringen. Insofern habe ich auch kein Problem mit den oft kritisierten, überlangen, fast transzendentalen Sequenzen um Pauls Visionen. Auch hier kommen Erinnerungen an Inarritu/Lubezki hoch. Ich finde im Gegenteil sogar, dass gerade diese Sequenzen dem Film eine größere Tiefe geben und klarmachen, dass sich der Film sehr ernst nimmt. Wo Lynch sich in trashigen Orgien verloren hat, setzt Villeneuve auf knallharten Realismus untermalt von einer gewissen Bedeutungsschwere. Vielleicht auch ein kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle, da es kaum Humor gibt oder dieser dann vor dem überernsten Hintergrund irgendwie fehlplatziert wirkt.


                            4. Besetzungsliste: Das Casting ist wirklich gut, alle Schauspieler liefern ab und passen auch zu ihren Rollen.Speziell Chalamet und Ferguson stehen ja im Vordergrund und spielen richtig gut. Brolin und Momoa werden leider etwas verheizt, aber passen ebenfalls zu ihren Charakteren. Die Rauhheit deckt sich mit dem Rest des Films. Skarsgard spielt einen echt fiesen und widerlichen Bösewicht, nichts anderes war zu erwarten, nimmt man ihm total ab. Bautista geht leider etwas unter, aber sein Charakter hat auch kaum Screentime. Isaac muss man m.M. nach sehr positiv hervorheben, der sticht hinsichtich der schauspielerischen Leistung aufgrund seiner Ausdrucksstärke und Vielfältigkeit richtig heraus. Hätte ihn gerne länger im Film gesehen. Auf Bardem und Zendaya bin ich im 2. Teil sehr gespannt, Bardem haut einen ja sowieso eigtl in jeder Szene um.

                            5. Story: Mein einziger Kritikpunkt, leider. Es war natürlich abzusehen, dass Villeneuve und Co. nicht die Zeit haben werden, um die gesellschaftskritischen, politischen, technologischen und religiösen Ausführungen des Romans zu adaptieren und in ihreren Dimensionen entsprechend darzustellen. Aber leider kommt kaum etwas davon zum tragen, diese Elemente wurden quasi komplett eliminiert. Schade, denn gerade diese Aspekte sind ja eigentlich das Herzstück eines Sci-Fi-Films. Die ganze Hintergrundstory wurde zu einem Handelskrieg/Machtkampf einiger Adelshäuser verdichtet und reduziert, das finde ich schade. Hier und da gibt es zwar mal Einblicke in Gesellschaftsstrukturen, wichtige Themen, Technologien und religiöse Aspekte, aber diese werden nicht ausgeführt, sodass der Zuschauer direkt merkt, dass hier nur oberflächlich gearbeitet wird. Gerade angesichts der langen Einführungszeit, die sich der Film nimmt, wurde hier sehr viel Potenzial verschenkt. Das machen andere SciFi-Filme deutlich besser, hoffentlich kann der 2. Teil hier noch etwas nachbessern. Sehr schade :(

                            Ansonsten gibt es aber auch noch zwei weitere große Kritikpunkte an der Story selber, daher nur 8/10.

                            Spoiler: 
                            1. Die Tragweite der offensichtlichen politischen Falle durch den Imperator und die Implikationen der Entscheidung von Leto nach Dune zu gehen kommen nicht so wirklich rüber. Hier hätte deutlicher herausgearbeitet werden müssen, welche essenzielle Bedeutung dieser politische Schachzug für das ganze Adelshaus hat. Dem Zuschauer fehlt hier der emotionale Bezug ein bisschen, insofern wirkt dann auch die Vernichtung des Adelsgeschlechts nicht wirklich nach. Hier greift halt Partei A einfach B an und Ende (btw. mega umgesetzt). Da hätte der Film die lange Einführungszeit besser nutzen können, um die Implikationen für das Adelshaus und die einzelnen Charaktere stärker herauszuarbeiten und eine emotionale Bindung des Zuschauers herzustellen. Zudem ging mir die Vernichtung der Artreides auf Dune auch zu schnell, ein paar mehr Fights wären schön gewesen.

                            2. Zentrale Charaktere aus dem Buch werden verheizt, da ebenfalls keine emotionale Bindung hergestellt wird. Duncan beispielsweise hat wenig Screentime und seine Story ist völlig wayne. Man kriegt so ein bisschen mit, dass er ne Bezugsperson für Paul ist und Kontakt zu den Fremen hat, aber das war es dann auch. Zack Zack und schon ist er stylisch gestorben, wobei seine Flucht in die Wüste auch total hingerotzt und geradezu absurd erscheint. Schade, der Charakter hatte Potenzial und ein bisschen mehr Charakterentwicklung wäre hier zentral gewesen. Der Tod interessiert den Zuschauer nicht wirklich.

                            Ebenso der Verrat durch Yueh. Der Verrat stellt den zentralen Plottwist im 1. Teil dar und ist für den Zuschauer leider kaum nachvollziehbar und bisweilen irrelevant. WTF, man sieht den Charakter vlt. 3x im ganzen Film und hat daher so gut wie keine Bindung. Man weiß auch nicht wirklich, welchen Stellenwert Yueh für die Familie hat und wie schrecklich der Verrat dann für die einzelnen Mitglieder ist. Zudem ist das Motiv für den Verrat auch einfach total mies dargestellt und kommt super belanglos rüber. Yueh steht selber scheinbar auch nicht wirklich in einem inneren Konflikt mit seiner Entscheidung. Da gab es schon Charaktere in der Filmgeschichte, deren Verrat einen zur Weißglut geführt und emotional total fertig gemacht hat. Aber hier, wayne. Charakter XY verrät mal eben die ganze Familie easy peasy und zack geht die Story endlich los. Da haben es sich die Drehbuchautoren zu einfach gemacht, das ist B-Movie-Qualität.

                            Ansonsten finde ich auch, dass viele weitere Charaktere nicht ausführlich genug dargestellt werden, obwohl Sie im Film Screentime bekommen... oder Sie existieren (bisher) nur, um die Darstellerliste zu füllen... Stilgar, Halleck, Glossu oder die ganzen Bene-Gesserit. Hier hätte man sich ein bisschen weniger auf das Worldbuilding, dafür mehr auf das Charakterbuilding konzentrieren können.
                            Zuletzt geändert von jellybelly; Gestern, 12:36.

                            Kommentar


                              könntest du die Punkte im Spoiler aufklören? GErne im Spoiler. Also habe die Bücher nicht gelesen, aber würde im Groben gerne erfahren, warum Leto diesen aAUftrag bekommt und direkt durchführt. oder auch religion und die Charaktere.
                              finde auch mit Yueh war es zu schnell und warum so und vor allem er. eine minute screentime. vielleicht kannst du mich extensiv erhellen oder gar eine schöne zusammenfassung zeigen ^^

                              Kommentar


                                Zitat von jellybelly Beitrag anzeigen
                                Dune 8/10

                                Spoiler: 
                                Am Wochenende bin ich endlich dazu gekommen, Dune in 2D und OV zu schauen. Habe mich sehr lange auf diesen Film gefreut, weil ich Villeneuve für die perfekte Wahl für so einen SciFi-Film halte und mir von seiner Vision viel erhofft habe. Der Trailer war auch außergewöhnlich gut, daher war meine Erwartungshaltung auch dementsprechend hoch. Der alte Dune ist mir noch als trashiger Misserfolg im Gedächtnis, insofern konnte es auch nur besser werden.

                                1. Cinematographisch/Visuell: Einfach bombastisch und außergewöhnlich, so muss ein SciFi-Film gestaltet sein. Dafür ist das Kino gemacht, mir war die Leinwand im OV-Kino sogar zu klein für diese Kamerarbeit. Fast jedes Bild ein Gemälde, so wie man es von Villeneuve erwarten konnten. Die Schönheit und der Realismus der Raumschiffe, Planeten und Charaktere erschlägt einen förmlich und Bildaufbau/Bildwirkung/Bildkomposition sind in fast jedem Shot perfekt umgesetzt. Man taucht wirklich ein in die Welt von Dune, absoluter Orgasmus, alleine dafür lohnt sich der Film. Man ist als Zuschauer direkt im Geschehen und kann die Welten förmlich schmecken/fühlen/greifen. Absolut genial, diese sehr realistische, immersive und greifbare Kamerarbeit von Villeneuve/Fraser erinnert mich sehr an Inarritu/Lubezki, ich mag diesen Stil sehr. In Kombination mit dem (zu lauten) rauen Score und den langen Einstellungen bzw. dem langsamen Erzähltempo absolut perfekt umgesetzt und wirklich bombastisch. Hatte auch nach 2 Stunden noch nicht genug davon.

                                2. Worldbuilding: Villeneuve nimmt sich sehr viel Zeit, um die Zuschauer in die Welt von Herbert einzuführen. Das hat Lynch damals nicht gemacht. Natürlich werden nicht alle Fragen zu den einzelnen Welten/Charakteren/politischen Strukturen klar geklärt, aber man erhält einen wirklich guten Überblick und versteht auch die Zusammenhänge sehr schnell. Der Film endet ja quasi auch kurz nachdem die Story so wirklich begonnen hat, insofern kann man in Teil 1 fast 1.5h in die Welt von Dune eintauchen. Man erhält gute Einblicke in die einzelnen Welten der Adelshäuser und der Wüstenplanet an sich ist natürlich das Prunkstück schlechthin. Absolut beeindruckend umgesetzt, erinnert mich an eine gute Mischung aus Star Wars und Alien. Man kriegt alle Aspekte und Facetten des Planeten gezeigt und hat jeder Zeit den Eindruck, dass hier kein CGI am Start ist. Die Häuser, Städte, Raumschiffe und Charaktere sind dreckig, laut und wirken ziemlich real. Alles macht auch Sinn, denn es gibt keine Raumschiffe/Häuser/Klamotten oder Technologien, die nicht an die jeweilige Situation und Realität angepasst erscheinen. Nichts wird rein zu visuellen Zwecken eines bombastischen Kinoerlebnisses übertrieben aufgebläht dargestellt, sondern alles scheint durchdacht. Minimalismus und Realismus der Welt dringen in jeder Szene durch. Speziell die Schönheit, Rauhheit und Bedrohlichkeit von Dune kann man wirklich fühlen und auch die Darstellung des Spices gefällt mir besonders gut. Von den Würmern braucht man gar nicht sprechen, absolut passend umgesetzt.

                                3. Tempo/Schnitt: Auch das Tempo des Films finde ich sehr angenehm, dieses ergänzt sich sehr gut mit dem Score und der Ästhetik. Man erhält eine gute Einführung in die Lebenswelten und Storylines der wichtigsten Charaktere, zugleich nimmt sich der Film aber auch Zeit für Details oder (scheinbar unwichtige) Charakterentwicklung. Ähnlich wie beim Worldbuilding kann man hier sehr ausführlich in die Lebensrealitäten der Hauptcharaktere eintauchen. Mag ich total, fehlt mir bei vielen SciFi-Filmen, für mich ein sehr wichtiges Element. Der Zuschauer geht ja auch ins Kino, um Zeit in der alternativen Welt zu verbringen. Insofern habe ich auch kein Problem mit den oft kritisierten, überlangen, fast transzendentalen Sequenzen um Pauls Visionen. Auch hier kommen Erinnerungen an Inarritu/Lubezki hoch. Ich finde im Gegenteil sogar, dass gerade diese Sequenzen dem Film eine größere Tiefe geben und klarmachen, dass sich der Film sehr ernst nimmt. Wo Lynch sich in trashigen Orgien verloren hat, setzt Villeneuve auf knallharten Realismus untermalt von einer gewissen Bedeutungsschwere. Vielleicht auch ein kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle, da es kaum Humor gibt oder dieser dann vor dem überernsten Hintergrund irgendwie fehlplatziert wirkt.


                                4. Besetzungsliste: Das Casting ist wirklich gut, alle Schauspieler liefern ab und passen auch zu ihren Rollen.Speziell Chalamet und Ferguson stehen ja im Vordergrund und spielen richtig gut. Brolin und Momoa werden leider etwas verheizt, aber passen ebenfalls zu ihren Charakteren. Die Rauhheit deckt sich mit dem Rest des Films. Skarsgard spielt einen echt fiesen und widerlichen Bösewicht, nichts anderes war zu erwarten, nimmt man ihm total ab. Bautista geht leider etwas unter, aber sein Charakter hat auch kaum Screentime. Isaac muss man m.M. nach sehr positiv hervorheben, der sticht hinsichtich der schauspielerischen Leistung aufgrund seiner Ausdrucksstärke und Vielfältigkeit richtig heraus. Hätte ihn gerne länger im Film gesehen. Auf Bardem und Zendaya bin ich im 2. Teil sehr gespannt, Bardem haut einen ja sowieso eigtl in jeder Szene um.

                                5. Story: Mein einziger Kritikpunkt, leider. Es war natürlich abzusehen, dass Villeneuve und Co. nicht die Zeit haben werden, um die gesellschaftskritischen, politischen, technologischen und religiösen Ausführungen des Romans zu adaptieren und in ihreren Dimensionen entsprechend darzustellen. Aber leider kommt kaum etwas davon zum tragen, diese Elemente wurden quasi komplett eliminiert. Schade, denn gerade diese Aspekte sind ja eigentlich das Herzstück eines Sci-Fi-Films. Die ganze Hintergrundstory wurde zu einem Handelskrieg/Machtkampf einiger Adelshäuser verdichtet und reduziert, das finde ich schade. Hier und da gibt es zwar mal Einblicke in Gesellschaftsstrukturen, wichtige Themen, Technologien und religiöse Aspekte, aber diese werden nicht ausgeführt, sodass der Zuschauer direkt merkt, dass hier nur oberflächlich gearbeitet wird. Gerade angesichts der langen Einführungszeit, die sich der Film nimmt, wurde hier sehr viel Potenzial verschenkt. Das machen andere SciFi-Filme deutlich besser, hoffentlich kann der 2. Teil hier noch etwas nachbessern. Sehr schade :(

                                Ansonsten gibt es aber auch noch zwei weitere große Kritikpunkte an der Story selber, daher nur 8/10.

                                Spoiler: 
                                1. Die Tragweite der offensichtlichen politischen Falle durch den Imperator und die Implikationen der Entscheidung von Leto nach Dune zu gehen kommen nicht so wirklich rüber. Hier hätte deutlicher herausgearbeitet werden müssen, welche essenzielle Bedeutung dieser politische Schachzug für das ganze Adelshaus hat. Dem Zuschauer fehlt hier der emotionale Bezug ein bisschen, insofern wirkt dann auch die Vernichtung des Adelsgeschlechts nicht wirklich nach. Hier greift halt Partei A einfach B an und Ende (btw. mega umgesetzt). Da hätte der Film die lange Einführungszeit besser nutzen können, um die Implikationen für das Adelshaus und die einzelnen Charaktere stärker herauszuarbeiten und eine emotionale Bindung des Zuschauers herzustellen. Zudem ging mir die Vernichtung der Artreides auf Dune auch zu schnell, ein paar mehr Fights wären schön gewesen.

                                2. Zentrale Charaktere aus dem Buch werden verheizt, da ebenfalls keine emotionale Bindung hergestellt wird. Duncan beispielsweise hat wenig Screentime und seine Story ist völlig wayne. Man kriegt so ein bisschen mit, dass er ne Bezugsperson für Paul ist und Kontakt zu den Fremen hat, aber das war es dann auch. Zack Zack und schon ist er stylisch gestorben, wobei seine Flucht in die Wüste auch total hingerotzt und geradezu absurd erscheint. Schade, der Charakter hatte Potenzial und ein bisschen mehr Charakterentwicklung wäre hier zentral gewesen. Der Tod interessiert den Zuschauer nicht wirklich.

                                Ebenso der Verrat durch Yueh. Der Verrat stellt den zentralen Plottwist im 1. Teil dar und ist für den Zuschauer leider kaum nachvollziehbar und bisweilen irrelevant. WTF, man sieht den Charakter vlt. 3x im ganzen Film und hat daher so gut wie keine Bindung. Man weiß auch nicht wirklich, welchen Stellenwert Yueh für die Familie hat und wie schrecklich der Verrat dann für die einzelnen Mitglieder ist. Zudem ist das Motiv für den Verrat auch einfach total mies dargestellt und kommt super belanglos rüber. Yueh steht selber scheinbar auch nicht wirklich in einem inneren Konflikt mit seiner Entscheidung. Da gab es schon Charaktere in der Filmgeschichte, deren Verrat einen zur Weißglut geführt und emotional total fertig gemacht hat. Aber hier, wayne. Charakter XY verrät mal eben die ganze Familie easy peasy und zack geht die Story endlich los. Da haben es sich die Drehbuchautoren zu einfach gemacht, das ist B-Movie-Qualität.

                                Ansonsten finde ich auch, dass viele weitere Charaktere nicht ausführlich genug dargestellt werden, obwohl Sie im Film Screentime bekommen... oder Sie existieren (bisher) nur, um die Darstellerliste zu füllen... Stilgar, Halleck, Glossu oder die ganzen Bene-Gesserit. Hier hätte man sich ein bisschen weniger auf das Worldbuilding, dafür mehr auf das Charakterbuilding konzentrieren können.
                                stimmt schon, dass einige zu kurz kommen, aber mMn kann man dieses riesige Universum und die ganzen Verflechtungen und Beziehungen auch nicht in einen Film von 2 1/2 oder 3 h packen.
                                Eine Serie wäre hier sicher sinnvoller gewesen.

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