Zitat von hoodywoody
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Die letzte Folge Chernobyl gibt nochmal richtig.
Für mich sogar die beste der Serie. Wie gut Fomin gecasted wurde, holy shit :-D
Für mich sogar die beste der Serie. Wie gut Fomin gecasted wurde, holy shit :-D
Spoiler:
bei mir hinterlässt der ideologische bogen, der am ende geschlagen wird, einen faden nachgeschmack. nach dem gezeigten ist es unnötig, aus dem geschehenen ein rein sovjetisches problem machen zu wollen. wahrscheinlich ist es der kleine finger, den man dem durchschnittlichen amerikanischen zuschauer reichen muss, um sich auf eigenem grund und boden nicht unsicher zu fühlen, sondern wie gewohnt dem überlegenen system zugehörig. in der letzten folge noch diese relativ plumpe politische einordnung zu betreiben, ist gerade in hinsicht auf fukushima unseriös. atomkraft hat in jedem land auf der welt die eigenschaft, dass nur relativ wenig schief laufen muss, um einen immensen preis einzufordern.
außerhalb einer diktatur und dem setting des kalten krieges sind die quellen für systematische fehler sicher eingegrenzt, aber keineswegs eliminiert:
- statt parteizwängen ("dürfen keine schwäche zeigen") spielen dann halt kapitalistische zwänge eine rolle ("können wir nicht nachbessern, ist den investoren zu teuer").
- geogefahren (erdbeben, tsunamis, vulkanausbrüche, hurrikanes, etc) sind quasi unmöglich vorherzusagen und dementsprechend bleibt im zweifelsfall kaum zeit, zu reagieren. fukushima ist das perfekte beispiel. aber auch in tektonisch weniger aktiven regionen braucht man sich keineswegs in sicherheit zu wähnen. dort sind die wiederkehrraten von geogefahren langsamer, aber nicht ausgeschlossen ([email protected]ändereck FR/CH/DE).
- herausragendes ziel für zivilen terrorismus.
- anreicherungs- und müllproblematik.
damit meine ich nicht, dass man auch nur auf einen der genannten punkte hätte eingehen sollen. das hätte vom thema her nicht gepasst. aber man hätte die bilder einfach für sich sprechen lassen können, ohne am ende beschwichtigung zu betreiben, dass atomkraft außerhalb der udssr so viel sicherer sei. atomkraft ist kein problem der sovjietunion, sondern eins der menschheit.
so ist es für mich am ende eine sehr, sehr gute serie. aber von den monumentalen 9,7 auf imdb würde ich dann doch noch 0,5-1,0 punkte abziehen .
außerhalb einer diktatur und dem setting des kalten krieges sind die quellen für systematische fehler sicher eingegrenzt, aber keineswegs eliminiert:
- statt parteizwängen ("dürfen keine schwäche zeigen") spielen dann halt kapitalistische zwänge eine rolle ("können wir nicht nachbessern, ist den investoren zu teuer").
- geogefahren (erdbeben, tsunamis, vulkanausbrüche, hurrikanes, etc) sind quasi unmöglich vorherzusagen und dementsprechend bleibt im zweifelsfall kaum zeit, zu reagieren. fukushima ist das perfekte beispiel. aber auch in tektonisch weniger aktiven regionen braucht man sich keineswegs in sicherheit zu wähnen. dort sind die wiederkehrraten von geogefahren langsamer, aber nicht ausgeschlossen ([email protected]ändereck FR/CH/DE).
- herausragendes ziel für zivilen terrorismus.
- anreicherungs- und müllproblematik.
damit meine ich nicht, dass man auch nur auf einen der genannten punkte hätte eingehen sollen. das hätte vom thema her nicht gepasst. aber man hätte die bilder einfach für sich sprechen lassen können, ohne am ende beschwichtigung zu betreiben, dass atomkraft außerhalb der udssr so viel sicherer sei. atomkraft ist kein problem der sovjietunion, sondern eins der menschheit.
so ist es für mich am ende eine sehr, sehr gute serie. aber von den monumentalen 9,7 auf imdb würde ich dann doch noch 0,5-1,0 punkte abziehen .
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