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ARD-Themenwoche "Gerechtigkeit"

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    #16
    ursache wirkung benzo

    höhere löhne->mehr geld zum ausgeben->Anziehen der preise->höhere lebenshaltungskosten

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      #17
      Finde höhere lebenserhaltungskosten immer lustig. Kostet bei euch etwa die Butter 3€? Oder der Diesel 1,98€? Das einzige was sich groß unterscheidet sind die Mietpreise.

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        #18
        Zitat von deso
        Finde höhere lebenserhaltungskosten immer lustig. Kostet bei euch etwa die Butter 3€? Oder der Diesel 1,98€? Das einzige was sich groß unterscheidet sind die Mietpreise.
        Die dafür aber eklatant, wenn man mal den Ruhrpott außen vor lässt

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          #19
          Bestreite ich ja auch gar nicht. Nur Mietpreise und lebenserhaltungskosten sind eben nicht identisch

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            #20
            Ich empfehle heute Abend um 22:00 Uhr die Sendung "Das soll Recht sein?" im NDR zu gucken. Es geht unter anderem um den Mordfall von 1981 an der damals 17-Jährigen Frederike von Möhlmann. Der Mörder wurde durch die Polizei seinerzeit ermittelt, allerdings im anschließenden Prozess freigesprochen, da das Gericht die Indizien und Beweise als nicht ausreichend erachtete. Viele Jahre später konnte anhand der damals noch nicht vorhandenen kriminaltechnischen DNA-Untersuchung schließlich bewiesen werden, dass der damalige Beschuldigte tatsächlich der Mörder war. Da er für dieselbe Tat jedoch nicht ein zweites Mal angeklagt werden kann, bleibt er ein freier Mann und kann nicht verurteilt werden.

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              #21
              Hier steht, dass die niedrigeren Löhne nicht durch die niedrigeren Lebensunterhaltskosten ausgeglichen werden. Ursächlich ist wohl, dass es im Osten wenige(r) große Konzerne gibt, die gute Gehälter bezahlen. Könnte mir vorstellen, dass auch die Arbeitskraft-Konkurrenz aus den östlichen Nachbarstaaten ein Faktor ist. Es war in dem Beitrag halt einfach wieder nur oberflächlich angekratzt, ohne etwas in die Tiefe zu gehen und sich mal über die Ursachen Gedanken zu machen. Ich wüsste jetzt auch nicht auf Anhieb, wie man das Lohnniveau im Osten erhöhen könnte? Große Firmen zwingen sich dort niederzulassen? Warum machen die das nicht von selbst, wenn sie dort niedrigere Löhne zahlen können? Wegen der schlechteren Infrastruktur? Das wäre ein Punkt. Aber wenn da teils ganze Landstriche vergreisen dann ist das evtl nicht die lohnendste Investition? Ist halt wirklich alles nicht so einfach aber wenn man sich der Thematik annimmt dann bitte vernünftig.

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                #22
                Zitat von f l e X Q Z
                Ich empfehle heute Abend um 22:00 Uhr die Sendung "Das soll Recht sein?" im NDR zu gucken. Es geht unter anderem um den Mordfall von 1981 an der damals 17-Jährigen Frederike von Möhlmann. Der Mörder wurde durch die Polizei seinerzeit ermittelt, allerdings im anschließenden Prozess freigesprochen, da das Gericht die Indizien und Beweise als nicht ausreichend erachtete. Viele Jahre später konnte anhand der damals noch nicht vorhandenen kriminaltechnischen DNA-Untersuchung schließlich bewiesen werden, dass der damalige Beschuldigte tatsächlich der Mörder war. Da er für dieselbe Tat jedoch nicht ein zweites Mal angeklagt werden kann, bleibt er ein freier Mann und kann nicht verurteilt werden.
                Das klingt ehrlich gesagt völlig belanglos. Irgendeinen random Einzelfall rausgepickt, bei dem irgendwelche sinnvollen Regeln mal zu schlechten Ergebnissen führt, aber nichts, was jetzt gesamtgesellschaftlich unter dem Thema "Gerechtigkeit" diskutiert werden muss.

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                  #23
                  Zitat von OrdentlichUndFromm
                  Zitat von f l e X Q Z
                  Ich empfehle heute Abend um 22:00 Uhr die Sendung "Das soll Recht sein?" im NDR zu gucken. Es geht unter anderem um den Mordfall von 1981 an der damals 17-Jährigen Frederike von Möhlmann. Der Mörder wurde durch die Polizei seinerzeit ermittelt, allerdings im anschließenden Prozess freigesprochen, da das Gericht die Indizien und Beweise als nicht ausreichend erachtete. Viele Jahre später konnte anhand der damals noch nicht vorhandenen kriminaltechnischen DNA-Untersuchung schließlich bewiesen werden, dass der damalige Beschuldigte tatsächlich der Mörder war. Da er für dieselbe Tat jedoch nicht ein zweites Mal angeklagt werden kann, bleibt er ein freier Mann und kann nicht verurteilt werden.
                  Das klingt ehrlich gesagt völlig belanglos. Irgendeinen random Einzelfall rausgepickt, bei dem irgendwelche sinnvollen Regeln mal zu schlechten Ergebnissen führt, aber nichts, was jetzt gesamtgesellschaftlich unter dem Thema "Gerechtigkeit" diskutiert werden muss.
                  Ich finde den Fall sehr interessant und würde mir darüber hinaus auch eine Debatte darüber wünschen, ob/wann man von "irgendwelchen sinnvollen Regeln" abweichen darf. Zum Beispiel nämlich, ob es möglich sein sollte, das Verbot der "Doppelverfolgung" aufzuheben, wenn neue (kriminalistische) Methoden es ermöglichen, einen Täter zu überführen.

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                    #24
                    Weiß man ungefähr wie viel Miete die Oma dem armen Vermieter in ihrem Leben gezahlt hat?

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                      #25
                      Warum darf ein Immobilienbesitzer eigentlich nicht davon profitieren, dass seine Immobilie stärker nachgefragt wird und das in eine Mieterhöhung umwandeln? Was ist daran so verwerflich?

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                        #26
                        darf er doch, allerdings nur im gesetzlichen rahmen (maximale erhöhung um x prozent über y jahre)

                        wenn er mehr will dann muss er eine der ausnahmen für höhere mietsprünge erfüllen und die sind in der regel mit standarderhöhung der immobilie einhergehend aka mit zwingenden investitionen verknüpft

                        @benzo: mindestlohn ist ein guter ansatz, streich die unzähligen ausnahmen und heb ihn auf ein akzeptables niveau

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                          #27
                          Zitat von QTPie
                          Ich fang jetzt hier mal an, habe zwar erst die ersten 7 Minuten gesehen aber beim Fall "Ute Armanski" musste ich direkt n bisschen die Augen verdrehen.

                          Die gute Frau wohnt im Zentrum Münchens als Rentnerin in einer augenscheinlich sanierungsbedürftigen Altbauwohnung. Ihr Vermieter möchte modernisieren und legt die Kosten auf die Frau Armanski um. Das wird in der Reportage vom Reporter als "ungerecht" bezeichnet. Inwiefern das ungerecht ist verstehe ich nicht. Der Vermieter investiert Geld und will dafür einen Return sehen. Das ist bei jedem Investment so. Es wäre doch deutlich ungerechter, müsste der Vermieter Geld investieren und sanieren und dürfte dann die Miete NICHT erhöhen.

                          Die gute Frau Armanski lebt einfach über ihren Möglichkeiten und beschwert sich, das sie sich eine Toplage in der teuersten Stadt Deutschlands nichtmehr leisten kann. Es hat nicht jeder ein Recht drauf, in Glockenbach, im Lehel oder am Marienplatz zu wohnen. Die Frau hat während ihrem Berufsleben nicht vorgesorgt und sich kein Eigentum in der von ihr so geliebten Gegend gekauft (als es btw. noch bezahlbar war) und beschwert sich jetzt. Habe hier wirklich wenig Mitleid. Ich würde auch gerne dort wohnen wo die Frau Armanski wohnt. Ich kann es mir aber einfach nicht leisten.
                          Ich finde deine Argumente nicht per se falsch, aber man muss schon bedenken, wie die Konsequenzen aussehen werden: wir werden dann zumindest in den größeren Städten (vielleicht auch allen) immer das Phänomen einer reichen Innenstadt und ghettoisierten Außenbezirken haben. Ich kann verstehen, warum es sich so entwickelt (wie im Bericht gesagt, der Wohnraum wurde privatisiert und Investoren haben Bock auf Rendite), aber ich würde es dennoch als "unfair" beschreiben und bin dafür das wir gemischte Wohngebiete haben - man kann als Vertriebler oder Ingenieur durchaus eine Aldi-Kassiererin als Nachbarin haben ohne die Nase zu rümpfen.

                          Und ja, dass Investoren Geld verdienen wollen und die Mieten erhöhen ist nachvollziehber, aber 130% sind wohl des guten zu viel.

                          Zitat von Benzo
                          Habs gestern gar nicht fertig geschaut und schaue gerade weiter. Jetzt ging es noch um den Gehaltsunterschied zwischen Ost und West, der wieder als total ungerecht beklagt wird. Es ist halt so, dass in den großen, teuren Städten deutlich höhere Löhne gezahlt werden und es davon im Westen nunmal deutlich mehr gibt. Es wäre imho eher ungerecht, wenn im Osten bei niedrigeren Lebensunterhaltskosten genau dieselben Löhne gezahlt werden wie im Westen und das ist doch auch allgemein bekannt?! Es wurden jetzt in der Doku schon ein paar Sachen rausgehauen, die ich so unkommentiert nicht stehenlassen möchte. Wäre gut gewesen, wenn (vermeintliche) Ungerechtigkeiten nicht nur oberflächlich angekratzt werden. Macht etwas den Anschein als würde man damit lediglich auf Zustimmung des Zuschauers hoffen.
                          Ich denke du verwechselt dabei etwas wichtiges. Es gibt den Lohn, den größere Firmen (die meist in größeren Städten sitzen) zahlen und den Tariflöhnen. Nur weil Daimler in Stuttgart 20€ zahlt, kannst du vergessen das andere Produktionsbetriebe in Stuttgart auch 20€ zahlen. Die Ungerechtigkeit besteht also nicht darin, dass einige Firmen mehr bezahlen oder das man in größeren Städten mehr verdient, sondern das es verschiedene Tarifverträge, Renten und Mindestlöhne in Ost und West gibt.

                          Außerdem schau dir doch mal größere Städte im Osten an: Leipzig, Ostberlin, Dresden und dann sag nochmal das die Lebensunterhaltskosten viel günstiger sind als im Westen.

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                            #28
                            habe eigentum in einer kleinstadt geerbt. leider nicht in münchen :)...

                            gibt halt auch die andere seite der medaille. mietnomaden, zwangsräumungen, ... .mieter können sich auch ne menge erlauben und man bleibt dann oft auf den kosten hängen. suche mittlerweile auch nur noch mieter 35j+. alles sehr einseitig und scheinbar auf den sonderfall münchen bezogen.

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                              #29
                              Zitat von VARMENDRION
                              Warum darf ein Immobilienbesitzer eigentlich nicht davon profitieren, dass seine Immobilie stärker nachgefragt wird und das in eine Mieterhöhung umwandeln? Was ist daran so verwerflich?
                              Warum darf die Frau dem Vermieter eigentlich keinen mit der Bratpfanne überziehen und die Wohnung in Besitz nehmen?
                              Was ist daran so verwerflich?

                              Der Staat - und damit im übertragenen Sinne wir alle als Gesellschaft entscheiden nach unseren Moral- und Wertvorstellungen was verwerflich ist und was nicht.

                              In der Steinzeit nahm man die Ideen von John Locke und Konsorten noch nicht so genau. Wenn da jemand mit dem doppelten Bizeps und einer riesigen Keule in deiner Höhle aufgetaucht ist, dann ist das eben die längste Zeit deine Höhle gewesen.

                              Irgendwann haben die Gesellschaftsordnungen, und damit wir, entschieden, dass das auf Dauer vielleicht nicht das beste System ist. Also haben wir entschieden, dem Besitzer das Eigentum an seiner Höhle zu garantieren.

                              Genauso hat die Gesellschaft irgendwann entschieden, dass neben der Garantie des Eigentums auch Dinge wie das Mietrecht oder die soziale Durchmischung in den Innenstädten erstrebenswert wären und, dass diese Ziele im Einzelfall gegen die Eigentumsrechte des Vermieters abgewogen werden müssen.
                              Genau das wird hier ja scheinbar auch geschehen.

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                                #30
                                Also in deinem Beispiel wird die Frau wohl eine Anzeige kassieren. Kannst du auch normal antworten oder soll ich dich einfach ignorieren?

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