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Der norwegische Attentäter lobt CoD:MW2

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    #46
    Abgesehen von der Ideologie, die in den Spielen vorherrscht, mit der Du natürlich Recht hast, Geotrius, geht es aber auch um das Egoshooter spielen ansich.
    Natürlich sollte man da nicht alle über keinen Kamm scheren, genausowenig, wie man alle Spieler über einen Kamm scheren darf. Aber es gibt gewaltverherrlichende Darstellungen, die mit kompetitivem Spielen nichts zu tun haben und schlichtweg nicht notwendig sind, und damit meine ich nicht das Blut in CS, sondern eben solche Hinrichtungsszenen wie in COD.
    Man stelle sich vor, ein sozial abgeschottet lebender junger Mann, hässlich, keine Freunde, keine Eltern, die sich kümmern, keine sozialen Kompetenzen, schlecht in der Schule spielt solch ein Spiel. Was wird er tendenziell empfinden, wenn er virtuell Zivilisten abknallt? Bestimmt keinen Ekel, sondern eher Befriedigung. Wie wir alle wissen, werden Dinge, die man nicht aus Leidenschaft betreibt irgendwann langweilig und es muss eine Steigerung her. Was ist die Steigerung? Das nächstbrutalere Spiel, und dann?
    Na klar, das sind Einzelfälle, aber schon wenn es 5 von 100000 sind, ist das zu viel.
    Nun könnte man sagen, es ist aber nicht das Spiel schuld sondern sein soziales Umfeld. Natürlich ist das so, aber das lässt sich schlecht kontrollieren und beeinflussen. Von daher könnte man eben erstmal da ansetzen, was ihm MÖGLICHERWEISE den letzten Kick geben könnte, eben bei den Spielen. Was s.o. natürlich nicht bedeutet, ALLE Spiele und ALLE Spieler zu verteufeln. Aber eine gewisse kritische Haltung Spielen gegenüber und Verständnis für die Diskussion über die Spiele, sollte man schon entwickeln, sonst erreicht man ohnehin nur das Gegenteil von dem, was man erreichen will.
    Hinzufügen möchte ich noch, dass ich seit vielen Jahren Egoshooter spiele und zwar mit Leidenschaft, ich betrachtet jedes Spiel aber aufs Neue kritisch und frage mich, ob das moralisch für mich in Ordnung geht, was ich da tue und manches geht eben einfach zu weit.
    Wer diese kritische Grundhaltung verloren hat, hat schonmal das erste Problem.

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      #47
      kgpforever schrieb am 26.07. - 14:40:

      Man stelle sich vor, ein sozial abgeschottet lebender junger Mann, hässlich, keine Freunde, keine Eltern, die sich kümmern, keine sozialen Kompetenzen, schlecht in der Schule spielt solch ein Spiel. Was wird er tendenziell empfinden, wenn er virtuell Zivilisten abknallt? Bestimmt keinen Ekel, sondern eher Befriedigung.
      KÖSTLICH. du nennst unbewusst zigg gründe für einen amoklauf bevor du ein ein gewaltverherrlichendes spiel nennst und das spiel ist dann schuld btw der auslöser? was soll man dazu noch sagen bitte?

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        #48
        Ich glaube, Lesekompetenz ist bei dir nicht vorhanden, also halt dich doch bitte einfach raus.

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          #49
          Vadagnin schrieb am 25.07. - 13:16:

          Andererseits scheinen die meisten Attentäter irgendwelche Computerspiele gespielt zu haben. Ganz so abwegig ist es eben dann doch nicht, das man als Außenstehender darin einen Grund sieht. Ob was dran ist möchte ich jetzt hier nicht klären.

          Für mich gehen aber gerade Spiele wie Call of Duty zu weit, die reale Spielplätze in ihr Spiel integrieren. Dürfte ja jetzt auch ziemlich schwer werden, das Spiel in dieser Version zu veröffentlichen.
          Nenn mir mal mehr als 10 leute aus deinem Freundes-/Bekanntenkreis im Alter zwischen 14 und 25, die noch nie ein PC-Spiel gespielt haben...

          Dein Argument ist in keiner Weise besser, als das Toast-Argument, und letzteres ist auch eher eine satirische Antwort auf so einen Müll...

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            #50
            Ich kenne zumindest mehr als 10 Leute, die keine Spiele wie CoD zocken. Davon abgesehen gilt: Man sollte den Einfluss, den Computerspiele haben KÖNNEN, nicht reflexartig wegdiskutieren.

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              #51
              geotrius was war denn mit wolfenstein? kann mich erinnern das deutsche gegner waren.....haben wir in deutschland lebenden menschen dieses spiel nicht gespielt? fanden wir es nicht sogar ziemlich gut damals?

              also mir ist es piepegal aus welcher nation die gegner in nem videospiel sind...

              und ich habe die flughafenszene gespielt, empfand sie nicht als zu krass, eklig oder unmoralisch.
              gehört halt zur (super) story. die story ist ohne diese szene unvollständig. mehr gibts dazu nicht zu sagen.

              habe auch noch niemals ein spiel gespielt wo ich etwas als "zu krass" oder "unmoralisch" empfand....ich mein...wir reden über nen videospiel...

              meine frage an alle die sagen "man sollte das nicht wegdiskutieren" :

              "sind die leute die sich die videospielstories ausdenken/enwickeln auch alle kranke schweine und potentielle amokläufer?"

              WENN man überhaupt darüber nachdenkt ob videospiele einen in sone richtung lenken können, liegt dann nicht nahe die leute zu beobachten die sich den ganzen spaß ausdenken?? müssten diese dann nicht die krankesten und gefährdetsten sein?

              btw es gibt so viele kranke filme, wieso ausgerechnet videospiele?
              bücher....ich glaube ich habe noch kein medium gesehen wo so kranke stories erzaehlt werden wie in büchern. in vollem detail. dagegen sind "flughafenszenen" in videospielen kinderkram.

              es ist einfach quatsch das videospiele die ursache für sowas sind. es ist nur die einfachste "lösung" für das problem.
              genau wie für kindererziehung heutzutage der fernseher die einfachste lösung ist.

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                #52
                ich weiß, interessiert einige nicht, dann lest es halt nicht. ich finde solche diskussionen aber spannender als das neue lineup von TBH :-) (nichts gegen die). man muss ja nicht meiner meinung sein und ich versuche es ja so unpersönlich wie möglich zu machen (was mir an sich ganz gut gelingt), aber es gibt eben auch eine andere sicht auf die dinge, als die offensichtliche :-)

                @ultramegahighskillerkiller

                dir mag das ja egal sein, wen du umballerst, aber einigen ist es das vielleicht nicht und glaubst du nicht, dass irgendwelche jungen amerikaner (wie gesagt, nur beispiele) es toll finden, wenn sie irgendwelche araber abknallen? ich meine, die haben ihre nation ja an 9/11 angegriffen, sich erdreistet die nation nummer eins heraus zu fordern, töten amerikaner in afghanistan, die ja nur gutes wollen. du musst dir einfach mal vorstellen, in dieser welt zu leben und nicht hier bei uns. wir hier in deutschland speziell wachsen damit auf, dass unsere vorfahren viel leid über die menschen gebracht haben, auch uns selbst, und das krieg keine lösung ist. die amis wachsen da doch eher in einem anderen umfeld auf (auch bei uns ändert sich das langsam), für die ist krieg normales politisches mittel gewesen und das schon sehr lange. wir könnten jetzt darüber reden, ob krieg nicht zum menschsein dazu gehört, die gewalt und all das, aber das führt dann wohl doch zu weit an dieser stelle. :-)

                zurück zu den spielen. ich sage ja nicht, dass es nur solche Spiele gibt aber der Verkaufserfolg von CoD zum Beispiel hängt im wesentlichen von dem Szenario ab, auch Medal of Honor oder Homefront bläst ins gleiche Horn. Und obwohl diese Spiele teilweise nicht besonders gut sind (geringe Spielzeit, nicht so tolle Multiplayer, immer die gleichen missionen), werden sie gekauft.

                Klar gab es Wolfenstein und auch andere, aber das ist WW2 Szenario, da spielt man auch keine Nazis normal (im singleplayer). Es stört ja auch keinen, in Multiplayer Nazis zu spielen, aber ich weiß nicht, ob dieser kranke Norweger über Multiplayer spricht. Ich denke eher, er meint die Singleplayer und das, was dort stupide an 'Inhalt' und Rechtfertigung rüber gebracht wird, ist doch sehr dürftig und entspricht ja doch eher der unreflektierten weltsicht wie sie in den USA vorherrscht. wo man freiheit mit waffenbesitz gleich setzt.

                Ich glaube auch nicht, das habe ich auch gesagt, dass normale Menschen, mit normalen Ansichten und Wertvorstellungen los gehen und Menschen töten, da muss im kopf mehr schief gehen. Aber das geht doch schon beim Cowboy und Indianer spielen los (keine ahnung, heute macht man das vielleicht nicht mehr), auch da wird die welt vielleicht nicht wirklich korrekt dargestellt. Jeder muss sich da schon selbst an die nase fassen, wer schimpft nicht über "scheiß türken", russen oder andere, das ist doch in einigen gegenden cool, weil es da eben zu viele von gibt und die sich nicht anpassen wollen. all das kommt doch jeden tag vor und genau das ist es, was zeigt wie intolerant leute doch sind, wenn sie selbst nicht klar kommen. dann sind es immer die anderen, schon immer so gewesen. früher waren es die juden, lebensraum im osten und so weiter.

                Aber was passiert, wenn diese dinge auf menschen treffen, die unreflektiert sind? leicht zu beeinflussen? die finden das natürlich gut und für die ist so ein spiel/szenario dann natürlich das, was die vielleicht auch gern real hätten. es ist klar, das solche aussagen dann kommen. das ist genauso falsch, wie zu sagen, dass es ja nur spiele sind....mit spielen lernen kinder in der welt der erwachsenen klar zu kommen, es beeinflusst kinder, es bildet sie, es entwickelt sie. hier geht es nicht allein um gewalt, das ist nur ein aspekt. hier geht es um werte, moral wenn man so will.

                je jünger kinder sind, je mehr kann an sie erziehen (erziehung ist nicht nur positiv) und das geht ja auch oft schief und wenn dir die eltern (die es ja oft genug nicht interessiert, weil sie zahlen ja steuern und dazu ist die schule da...) diese dinge nicht vermitteln, dann kann eben auch CoD oder auch andere medien tun. Nur ist überwachung die lösung? nein, sage ich. Heute in dieser medialen welt, wo jeder alles wissen kann, muss man genau dieses wissen umso besser einordnen können. heute, wo wikipedia die schule und das sammeln von informationen für hausaufgaben ersetzt, ist es wichtiger den je, dass man seine kinder oder auch andere eben nicht allein machen lässt, was jeder so will. niemand sollte sich auch der verantwortung stehlen können, weil jeder kann etwas beitragen, nicht nur bei seinen eigenen kindern.

                meiner meinung nach brauch man CoD nicht und ja, ich habe mit 16 im Internat auch ein indiziertes Spiel (Wolfenstein 3D) gespielt. ob das gut war? darüber habe ich mir keine gedanken gemacht, damals, das ist mitlerweile 20 Jahre her. heute sehe ich das ganze kritischer. meine eltern hatten keinen blassen schimmer, was wir gemacht haben damals, aber sie haben uns schon die werte vermittelt, die ich auch damals schon kannte und ich würde mich als sehr friedliebend bezeichnen. aber das ist eben nicht bei jedem so.

                ich kenne keinen von denen, die das programmieren, aber die haben marketingziele und wissen sehr genau, was sie tun und wohin sie wollen. die wollen niemanden erziehen mit CoD, die wollen verkaufen und beim Verkauf ist Moral egal, solange der Preis stimmt. Niemand, der irgendwo landminen herstellt muss seine kinder zu hause schlagen oder es toll finden, dass menschen in afrika deswegen massenweise ohne beine rumlaufen müssen. die interessiert das einfach nicht, ist ein job und damit ist es gut, die ernähren ihre kinder damit und das reicht denen.

                ich finde im übrigen auch filme nicht viel besser, also einige zumindest mal. das problem ist vielschichtig und kaum jemand mit köpfchen behauptet, das es nur videospiele sind. aber auch videospiele, weil sie eben schon so in der gesellschaft stehen und eben gerade von jungen menschen konsumiert werden (fernsehkonsum geht immer weiter zurück), haben definitiv auch einen einfluss, den man auch nicht zu klein reden darf. das hat nicht nur eine sonnenseite.

                na klar sind leute wie dieser norweger (zum glück) ausnahmen und die werden natürlich von der mainstreampresse dankend aufgegriffen, weil man damit ordentliche schlagzeilen machen kann. aber so ganz ohne hintergrund ist das nicht, ein fünkchen wahrheit steckt da auch schon drin und darauf wollte ich hinweisen.

                stereotypen werden nämlich auch in videospielen gerne hergenommen, wie bei filmen oder zeitungen auch nur. aber nur weil alle gleich schlecht sind, ist es dennoch nicht gut dadurch. ich versteh die argumente ja, aber das sind eben nicht die einzigen und damit es eben nicht zu einseitig wird.

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