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komisch oder seltsam?
Für mich ist cs wie Fußball: Zweikämpfe sind nicht das Spielziel aber ein MUSS auf dem Weg zu eben diesem!
Und zudem kommt für mich hinzu dass es vielen schwer fällt zu akzeptieren dass man den gleichen Teamgeist etc haben kann wie in einem "echtem" Sportverein.
Fällt mir auch schwer, ich habe Erfolg, gewinne en paar wars etc, aber en gewonnenes Eishockeyspiel ist doch schöner als en Abend mit Wars zu füllen!
At #19: Nun ja, so direkt kann man das nicht saegn bzgl. deinem ersten Abschnitt. Ich empfinde einen solchen "Headshot" aber nicht direkt als "Perfekter Mord" eines Menschen, sondern als cooles Ausschalten eines Ziels welches mir den Gesamtsieg befördern kann. Natürlich ist es interessanter das Spiel an sich so zu spielen als eine blaue Umgebung in der rote Bälle mit roten Sandsäcken als Körper rumlaufen, aber so extrem "geil" auf das Blut etc. ist da wohl kein vernünftiger eSportler.
guter anfang dann wurds scheisse crz.
jeder quake spieler, JEDER der das game in einer liga etc spielt hat spaß daran das mh und die ra punktgenau aufzusammeln und man freut sich jedesmal wenn man wieder viel cleverer war als der gegner der es net peilt die map control zu brechen. maplock = fun. merk dir das!
und ja: fraggen macht Spaß. ich freue mich aber doch nicht im Sinne von "jep, dem menschen haste das leben genommen, er ist tot, und da kam schön viel blut aussem Kopf, geil!" sondern viel eher freue ich mich über den schönen reflex, mein gutes "aiming" das ich dem Gegner einfach ÜBERLEGEN bin.
im esport freu ich mich wenn jemand aus meinem team nen anderen ausschaltet (wie er das sieht steht oben) da ich dann weiß: okay überzahl die runde holen wir!!
Im Fußball issesgenauso: okay ball gewinn, schnell umschalten und nen vorteil daraus ziehen.
Was dem Nicht-Zocker aber komisch vorkommt, ist, wenn Leute das virtuelle Töten auf einmal nicht mehr Töten nennen, sondern "Rausnehmen" oder "Fraggen". Das klingt für ihn schwer nach Verharmlosung, ähnlich wie es Militärs im Krieg tun, wenn sie von "Kollateralschäden" sprechen, von "Zwischenfällen" oder "Vorfällen". Der Nicht-Zocker wundert sich, warum die Zocker etwas verharmlosen wollen, was keiner Verharmlosung bedarf, denn schließlich geht es ja ausschließlich um virtuelle Gewalt.
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Oh man, der schlechteste Artikel den ich je gelesen habe. Echt so ein Idiot der Autor.
At #23: "sondern das _WIR_ ihn durch einen richtig schönen headshot erwischt haben.... " Das kann man aber sehr leicht so verstehen. Dann eben nicht der "Perfekte Mord", sondern der "schöne headshot" - das kommt auf's selbe hinaus.
#23, tja aber der "durchschnittszocker" ist auch niemand der mit creepen und down gehen und maplock was anfangen kann, also bissl differenzieren und ordnen :)
Man kann es drehen und wenden wie man will, verschiedene Bezeichnungen verwenden etc...
Einem Menschen, der sich noch nie mit E-Sport oder jeglichen Computerspielen befasst hat, ist es nahezu unmöglich zu erklären was dem Spieler selber so am virtuellen Wettbewersspiel fasziniert. Auf die Erklärung hin "es geht in keinster Weise um Gewalt, sondern um Taktik, Teamplay, den SPORTLICHEN Wettbewerb an sich" kommt wohl meistens die Antwort "es wird doch trotzdem brutale gewalt dargestellt, ich sehe die ganze Zeit ein Messer, scharfe Waffen,
Menschen, die getötet werden". Außenstehende sehen eben nur die dargestellte Gewalt, verabscheuen diese und können wohl auch nicht verstehen wie sowas als "Sport" bezeichnet werden kann.
dann hat sich dein Kerl aber nie mit quake beschäftigt, denn in seinem ersten Spiel dürfte ihm auffallen das er ohne Items und Waffen nicht zu seinem Tötungs-Erlebnis kommt.
Das ist einfach sprachlicher Unsinn. Es doch wohl ein himmelschreiender Unterschied ob ich jemanden in einem Spiel "töte" oder im wirklichen Leben. Auf den ersten Blick mag es ja dergleiche Vorgang sein, ich ziele auf mit einer Waffe auf einen Menschen und erschieße ihn, daraus folgt töten. Aber was die gesellschaftliche, moralische oder juristische Bewertung angeht, kann es ja wohl nicht unterschiedlicher auffallen.
Für verschiedene Vorgänge braucht man halt verschiedene Bezeichnungen und Unterschiedliches muß man auch unterschiedlich benennen können. Die ganzen Konsequenzen, Bedeutungen und die moraliche Abscheu die in dem Wort töten mitschwingen, treffen auf den Vorgang im Spiel einfach nicht zu. Es ist also entweder eine sprachliche Verharmlosung der realen Tötung, wenn in einem Spiel von töten geredet wird oder eine sprachliche Dramatisierung der virtuellen "Tötung".
Weil die Menschen, die sich damit beschäftigen, diesen Unterschied zumindestens instinktiv spüren, verwenden sie auch ganz logischerweise andere Bezeichnungen dafür.
Ich weiß beim besten Willen nicht was daran verkehrt sein soll.
PzM schrieb am 30.05. - 19:41:
Weil die Menschen, die sich damit beschäftigen, diesen Unterschied zumindestens instinktiv spüren, verwenden sie auch ganz logischerweise andere Bezeichnungen dafür.
Ich weiß beim besten Willen nicht was daran verkehrt sein soll.
Dass das neue Vokabular, das vielleicht treffender ist als "töten" etc. Leuten vorgesetzt wird, die von der Materie keine Ahnung haben, denn wie du selbst schreibst, benötigt es einen gewissen Denk- oder von mir aus Gefühlsvorgang, um zu verstehen, dass virtuelles Töten nichts mit echtem Töten zu tun hat und moralisch völlig unbedenklich ist, und gerade Leute, die von der Materie keine Ahnung haben, haben diesen Denk-/Gefühlprozess sicher noch nicht abgeschlossen, sondern halten das virtuelle Töten moralisch für echtes Töten.
Mal gucken wer zur nächsten CPL fährt, wenn doch alle "tot" sind :) Ne ganz im Ernst, grad die Wörter "fraggen" und "rausnehmen" zeigen doch, dass es gar nix mit dem realen Töten zu tun hat. Außerdem: CS und WC3 auf das Töten von Einheiten zu beschränken, ist naja... falsch...
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