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interessante sichtweise hat der christian.
ich vergleiche cs immer ganz gern mit schach. schach ist gesellschaftlich schon seit längerem ;) anerkannt und es geht in dem spiel auch darum das deine einheit die andere, mit taktischen mitteln, aus dem spiel nimmt, sprich tötet. ich habe allerdings noch nie jemdanden sagen hören "Läuferin tötet Bauer". es wird in der regel "Läuferin schlägt Bauer" gesagt. ich denke das dass verhältnis "töten/schlagen" noch deutlichere verharmlosung ist als "töten/fraggen". und über diesen zusammenhang hat sich auch noch niemand beschwert!
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Gut geschrieben, finde ich inhaltlich aber nicht gut. Wenn ICH mich in einen Nicht-Spieler hineinversetzen würde, würde ich eher mit dem Spiel in Kontakt treten, wenn von "rausnehmen" anstatt von "töten" die Rede ist, es sei denn ich bin ein blutrünstiger Amokläufer (Vorsicht: dieses Beispiel ist übertrieben und spiegelt nicht die wahre Ansicht des Verfassers wieder! :D). Das widerspricht dem Grund weswegen wir solche Spiele spielen: uns geht es nicht darum (zumindest mir nicht), das wir Gegner töten, sondern durch taktische Maßnahmen und Teamwork ein Ziel zu erreichen. Oder sehe ich das falsch?
Edit: Ups, da habe ich wohl das "zu" zwischen Ziel und erreichen vergessen. :D
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Ach noch jemand der es so sieht wie ich :) "Aus dem Spiel nehmen" passt wohl bei cs am besten =)TCO | Wusch-0 schrieb am 30.05. - 16:15:
interessante sichtweise hat der christian.
ich vergleiche cs immer ganz gern mit schach. schach ist gesellschaftlich schon seit längerem ;) anerkannt und es geht in dem spiel auch darum das deine einheit die andere, mit taktischen mitteln, aus dem spiel nimmt, sprich tötet. ich habe allerdings noch nie jemdanden sagen hören "Läuferin tötet Bauer". es wird in der regel "Läuferin schlägt Bauer" gesagt. ich denke das dass verhältnis "töten/schlagen" noch deutlichere verharmlosung ist als "töten/fraggen". und über diesen zusammenhang hat sich auch noch niemand beschwert!
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Ich kann zwar die Meinung des Autors nachvollziehen, aber ehrlich gesagt bin ich glücklich damit, wenn sich Computerspieler durch Begrifflichkeiten von den "Taten" am PC distanzieren bzw. sie so zu beschreiben, wie _sie_ es wahrnehmen. Denn natürlich nehme ich beim CS-Spielen jeden "Frag" nicht als die Tötung eines Menschen wahr. Andernfalls würde ich das Spiel wohl als so geschmacklos empfinden, dass ich es nie wieder anrühren wollen würde. Erst durch die Distanz zu der virtuellen Welt, die meiner Meinung nach beim normalen Spieler stärker ausgeprägt ist als bei Leuten, die zufällig damit in Kontakt geraten, macht so ein _Spiel_ wirklich Spaß. Diese Distanz führt nach meinen Erfahrungen übrigens nicht zu einer Abhärtung beim Mitgefühl, aber das ist ja auch wieder ein anderes Thema.
Bei der Presse ist es übrigens im Regelfall so, dass man weder versucht das Geschehene zu verharmlosen, noch übertrieben darzustellen und wenn, dann nur mit einem ganz bestimmten Hintergrund. Andernfalls kann es schnell gewaltverherrlichend wirken.
Nehmen wir z.B. den Amokläufer hier in Berlin. Es wäre doch sehr merkwürdig rüber gekommen, wenn die Zeitungen geradezu "genüsslich" jeden "Schnitzer" vom Täter versucht hätten zu beschreiben. Die Tat ist bereits schockierend genug und dort ein brutales Vokabular zu verwenden, würde unter Umständen sogar beleidigend gegenüber den Opfern wirken.
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Wenn wir wollen, dass eSports (und zwar CS, Q4 etc, nicht FIFA, da ist es leichter) gesellschaftsfähig wird, müssen wir das Vokabular eben anpassen, da spricht nichts dagegen. Wenn ihr CS spielt, brüllt ihr dann lauthals "ich hab einen bei A-kurz umgebracht"? Ich sage "einer weg", die nötige Info wurde gegeben und aus. Wenn schon unsere Spiele in den Augen der restlichen Gesellschaft "brutal" sind, so sollten wir die Art der Kommentare entschärfen und Begriffe aus der Welt des RL-Sports verwenden, denn so wird eindeutig klar, dass es den eSportlern nicht um Gewalt, sondern um Wettbewerb geht.
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Man sollte sich eventuell auch mal durch den Kopf gehen lassen das "er geht down" abgeleitet wird vom englischen Begriff "to go down", oder eher "to take down".
Sollte eine englischsprachige Person auf dieser Welt jemals etwas ähnliches wie "I have to take you down" zu mir sagen, so werde ich mit allergrößter Wahrscheinlichkeit nicht denken, dass die Person ganz euphemistisch Mitteilen will was sie mit mir vorhat, sondern sie es so ausdrückt wie sie es auch meint.
Down gehen ist eben nicht unbedingt ein Begriff aus Bambi2jetzterstrecht, gelinde gesagt.
Zu dem Essay muss ich sagen vertritt der Autor gekonnt seine Meinung, die er von mir aus auch gerne Behalten darf. Denn ich stelle mir das vor allem im Vent relativ belustigend vor, wenn dort ein ganzer Clan rumbrüllt: Er ist tot, etc.pp
Tot, oder das dazugehörige Verb sind einfach emotional zu negativ belastet, als das man das jetzt 5mal in einer Runde sagen kann und trotzdem in der Lage sein will voll motiviert in die nächste Runde zu gehen.
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