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Peacenik: Killerspiele = Waffen
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Die "interessanten" Parts des Interviews:
"Waffen als faszinierendes Gerät, leisten Killerspiele dem Vorschub?
Jürgen Grässlin: Nach meinen Erfahrungen, die ich als Realschullehrer in Unterrichtseinheiten mit Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen zwölf und 14 Jahren sammeln konnte, spielen die meisten Mädchen und die Hälfte der Jungs äußerst selten Killerspiele am Computer. Dennoch tobt Tag für Tag der Krieg in unseren Kinder- und Jugendzimmern: Ziemlich genau die Hälfte der Jungs spielen täglich zwischen drei und sieben Stunden Killerspiele – eine Tatsache, die in Schulen und Elternhäusern weitgehend ignoriert oder verdrängt wird.
Geht das Verhalten Ihrer Schüler quer durch alle Schichten?
Jürgen Grässlin: Als Lehrer habe ich bei den Kids nicht feststellen können, dass der sozialen Herkunft eine entscheidende Rolle zukommt. Auch Jungs aus der Mittel- und gebildeten Oberschicht schießen tagtäglich am PC. Gerade sie sind finanziell in der Lage, sich die neuesten Games zu kaufen. Zudem werden viele Killerspiele illegal, also "unter der Schulbank", gehandelt. Übers Wochenende treffen sich die Kids zu Computersessions, bei denen Mannschaften gegeneinander antreten – Terroristen morden Counterterroristen und umgekehrt, die Grenzen sind fließend.
Und was hat das mit der Problematik der "Kleinwaffen" zu tun?
Jürgen Grässlin: Der Weg vom virtuellen Kriegsspiel zum Schlachtfeld ist näher, als Politiker, Rüstungsproduzenten und Militärs eingestehen möchten: In den Killerspielen wird mit den neuesten Kleinwaffentypen, beispielsweise dem G3-Nachfolgegewehr G36, geschossen und reihenweise gemordet. Das G36 ist bereits bei der Bundeswehr eingeführt und soll in Zukunft zum Verkaufsschlager für andere Armeen avancieren. Unsere Kinder praktizieren genau das am Bildschirm, was sie später einmal ausüben können oder gar sollen, zumindest wenn sie bei einer Armee dienen: den hemmungslosen Einsatz von Gewehren. Auch wenn selbstverständlich nicht jeder Killerspieler gleich zum Massenmörder wird, so verharmlosen diese Computerspiele doch das Töten von Menschen. Killerspiele senken die Hemmschwelle und lassen das Undenkbare zum Alltagsgeschäft verkommen."
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Es gibt durchaus Spiele, die dazu gemacht sind, um Kindern und Jugendlichen Waffen und Armee näher zubringen (Americas Army). Und wenn man dann keine Ahnung hat, verallgemeinert man einfach und zack hat man wieder Propaganda, wie schön =)
PS: Ich bin Pazifist und spiele CS, geht ja gar nicht! ahaha... Beim Fussball spielen, schießt man auch, alles Killer!
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Zwerge ! :DKnecht schrieb am 26.02. - 16:19:
immer diese halbwahrheiten und dieses halbwissen. schlimm.
dann müssen wir auch die grimmsmärchen verbieten, denn wo sonst fressen wölfe arme großmütter, omas wollen kinder fressen und nen minderjähriges mädchen lebt alleine mit 7 heterosexuellen männern alleine in einen einsamen wald, während ihre stiefmutter dauert attentate auf sie verübt. Verbieten wir doch gleich alles, dann kann ja nichts schief gehen ;)
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jo da hat er ja voll recht und wegen den messer in cs bin ich koch geworden. dann metzel ich immer unschuldige tomate und gurken wie ich es in perfekter manie in cs gelernt habe.Und was hat das mit der Problematik der "Kleinwaffen" zu tun?
Jürgen Grässlin: Der Weg vom virtuellen Kriegsspiel zum Schlachtfeld ist näher, als Politiker, Rüstungsproduzenten und Militärs eingestehen möchten: In den Killerspielen wird mit den neuesten Kleinwaffentypen, beispielsweise dem G3-Nachfolgegewehr G36, geschossen und reihenweise gemordet. Das G36 ist bereits bei der Bundeswehr eingeführt und soll in Zukunft zum Verkaufsschlager für andere Armeen avancieren. Unsere Kinder praktizieren genau das am Bildschirm, was sie später einmal ausüben können oder gar sollen, zumindest wenn sie bei einer Armee dienen: den hemmungslosen Einsatz von Gewehren. Auch wenn selbstverständlich nicht jeder Killerspieler gleich zum Massenmörder wird, so verharmlosen diese Computerspiele doch das Töten von Menschen. Killerspiele senken die Hemmschwelle und lassen das Undenkbare zum Alltagsgeschäft verkommen."
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Diese Ueberbewertung des Zusammenhangs von Gewoehnung-an-virtuelle-Gewalt nach senkt-Hemmschwelle-fuer-reale-Gewalt "verkauft" deren "Forschung" in der Gesellschaft. Die Politiker die so gerne die Rolle des "das werden wir jetzt verbieten um die Kinder zu schuetzen" Machers spielen teilen den Herren dann wieder Forschungsgelder zu...
Das einzige gute an der Killerspiele Diskussion ist dass die Spieler ueber diesen psychologischen Zusammenhang nachdenken, der ihnen vielleicht vorher nicht bekannt war. Die politische Verreinnahmmung der Diskussion ist allerdings das Letzte.
Es ist besser wenn der gutinformierte eSportler aus den Szene Sites erfaehrt, dass die US Armee verschiedene Games zur Ausbildung ihrer Soldaten verwendet, und AmericasArmy als Methode zur Senkung ihrer Rekrutierungskosten. Besser die Realitaet kennen als in Heilerwelt Phantasie leben. Medienkompetenz wird nicht dadurch erreicht dass die Leute in einer schoenen heilen Welt leben. Aufklaerung passiert nicht indem die Kids von dem potentiell gefaehrlichen Medium ferngehalten werden.
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