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Wo ist bloß die Motivation geblieben?

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    #16
    Jungs, bitte, es ist doch nun wirklich nicht so, dass WC3 auf EPS-Niveau und Real-Life sich kategorisch ausschließen. Es ist aber immer wieder bewunderswert, wie EPS-Spieler auf einmal sagen, sie spielen lieber FIFA, Gothic, Counter-Strike oder Poker, statt sich auf wichtige Spiele vorzubereiten. Das wird einer "Bundesliga" nicht gerecht. Ich meine, Ottmar Hitzfeld würde es doch auch nicht hinnehmen, wenn Poldi statt zum Training zu erscheinen lieber mit Kumpels Squash spielt.

    Klar, die Spieler sind freie Menschen, sie können tun und lassen was sie wollen, aber ein Veranstalter muss sich dann fragen, was er tun kann, um solchen Entwicklungen entgegenzuwirken. Meiner Meinung nach zeigt yoh hier eine sinnvolle, wenn auch vermutlich schwer durchsetzbare Alternative auf und es wäre im Sinne der ganzen Szene wünschenswert, wenn es zu Veränderungen kommen würde.

    Im übrigen geht die Kolumne in meinen Augen Hand in Hand mit der von Stoned. Nur wenige Spieler nehmen sich wirklich die Zeit, neue Strategien auszutüfteln und einzustudieren und so sehen wir - mit Ausname von Spielern wie LasH vielleicht - in der ESL nur Strategien aus zweiter und dritter Hand. Das kann es doch eigentlich nicht sein, wo das Preisgeld der EPS doch eigentlich so hoch ist, das es auch Topspielern genug Anreiz bieten sollte, sich selbstständig strategisch weiterzuentwickeln.

    Ansonsten liebe ich persönlich Kommentare wie den deinen, zero.

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      #17
      Gegen das Argument des Alters spricht erstmal das jeweilige Alter der von mir aufgeführten Spieler beim Ausstieg bzw. Abstieg. Ausser DaviN waren nämlich alle jünger (bei Ravage bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, aber glaube auch). Zudem ist das natürlich eher ein Totschlagargument. Einmal die Reallife-Keule rausgeholt, muss man sich keine anderen Gedanken mehr machen, ist natürlich praktisch. Doch was spricht eigentlich gegen Zocken als Nebenjob während des Studiums? (->fire_de) Insgesamt bin ich von euren "Argumentationen" etwas enttäuscht.

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        #18
        Ich stimme JamY teilweise zu. Man darf einen Spieler wirklich nicht verurteilen, weil er sein echtes Leben vor eine "Pro-Gamer-Karriere" stellt, zumal die Chance, damit später seinen Lebensunterhalt zu verdienen, SEHR gering ist.

        Allerdings kann ich auch yoh verstehen, auch wenn im Artikel meiner Ansicht nach zu wenig auf die "verständlichen" Aspekte geachtet wird. Die EPS ist sowas wie die Bundesliga im Fußball, oder soll es zumindest sein. Da ist es logisch, dass man sich von den Teilnehmern gefälligst auch richtige Leistungen und regelmäßige Trainingseinheiten erwartet, was momentan bei den Wenigsten der Fall ist. ThePig oder Tak3r sind schließlich auch nicht als Top-Gamer vom Himmel gefallen, sondern mussten sich hocharbeiten.

        Alleine die Tatsache, dass miou, ohne (meiner Meinung nach) besonders überragend zu spielen - zumindest im Vergleich mit der internationalen Konkurrenz - SECHS Mal hintereinander die EPS gewinnen konnte, ist ein deutliches Beispiel für die mangelnde Qualität und Motivation vieler deutscher WC3-Spieler ... denn so gut spielt miou nun auch nicht, dass man ihn nicht schlagen könnte. XlorD könnte da seit Langem mal wieder eine Ausnahme bilden, er steigert sich immer weiter und ist meiner Meinung nach schon lange besser als miou. Bleibt nur zu hoffen, dass er dem Druck nicht irgendwann erliegt oder dass ihm seine Erfolge zu Kopf steigen.

        Auch die indirekte Kritik an der EPS-Preisgeld-Regelung finde ich richtig, aber das wurde schon vor nem Jahr kritisiert und niemand tut was dagegen ... ich denke, die ESL hat Angst, dass kein Spieler mehr teilnimmt, wenn er nicht dieses "Match-Geld" bekommt. Die deutschen Spieler sind halt in der Tat ziemlich verwöhnt.

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          #19
          Ein Text, den ich inhaltlich nicht bewerten kann, aber didaktisch: saubere Arbeit.

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            #20

            DaHui schrieb am 21.03. - 22:47:

            wc3 ist in deutschland ein spiel für bis 19/20jährige danach fängt das leben an und die jungs haben keine zeit mehr für ellenlanges training...


            hi @ dummes zeug ;D

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              #21
              Schön mal wieder was von dir zu hören yoh :D

              @Topic: Es werden einige interessante Aspekte genannt, ich kann aber durchaus nachvollziehen, dass die Spieler irgendwann in ein Motivationsloch fallen. Man qualifiziert sich für die EPS und was dann? Für den durchschnittlichen EPS-Spieler ist es fast unmöglich international etwas zu reißen und vielleicht liegt auch dort ein Problem. Für den deutschsprachrigen Raum ist man gut genug, aber sobald man sich mit anderen andersprachrigen Europäern messen muss, werden die Grenzen der eigenen Fähigkeiten deutlich.

              Und der Hinweis mit keine Zeit ist meistens auch etwas komisch, denn man wird als Schüler/Student eher selten bei solch entspannten Arbeitszeiten eine ähnliche Summe verdienen können.

              Ob es etwas bringen würde, wenn man das Preisgeld erhöht oder anders staffelt käme auf einen Versuch an, ich bin da aber eher etwas skeptischer. Es ist einfach sehr schwer für Warcraft3 eine dauerhafte Motivation aufrecht zu erhalten und täglich zu trainieren, wenn man weiß, dass der Abstand zu anderen Spielern doch recht gross geworden ist. Die EPS ist eine schöne und gute Einrichtung, aber einfach kein wirklicher Maßstab mehr für die wahren Warcraft3 Fähigkeiten.

              Lassen wir uns überraschen wie es weitergeht und wer weiß vielleicht bieten ja die WCG Finals 2008 genau die Art der Motivation, die benötigt wird um die EPS wieder interessanter zu gestalten.


              mfg
              Feanor

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                #22
                Also des Geldes wegen Spielen halte ich für schwachsinnig, weil dafür ist eigentlich der Zeit-Nutzen Faktor zu schlecht, sofern der Spass fehlt. Und Aussichten auf viel mehr Geld gibt es angesichts der weltweiten Lage, dass jeder zweitklassige Koreaner den guten EPS Spieler nur so vom Platz fegt, nicht wirklich. Insofern ist das "Geld-Argument" in meinen Augen ausgeheblt. Es muss also der Spass vorliegen, der den Ausschlag gibt, ob man motiviert oder unmotiviert ist.

                Und naja bei den aktuellen Schwankungen, besonders bei Jugendlichen in dem Alter ABI oder Studium, ist es auch eher so, dass kaum jemand die Lust und Kraft hat, 2 Jahre lang das identische Spiel täglich und konstant gegen grötenteils immer wieder die gleichen Leute zu spielen.

                Edit: Davon mal abgesehen, ob das nun zutrifft oder nicht, sollte man dennoch irgendwie dagegen steuern, indem dann jnge motivierte Spieler den Vorzug erhalten oder man auswechseln kann. Denn da liegt ja im Endeffekt der Hund begraben, dass zu viele Spieler nur ihres Namens wegen noch ein gewisses Gehalt und Geld bekommen, obwohl sie nur noch das ganze laufen lassen - und sie dann noch irgendwie die freifahrt blockieren :)

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                  #23
                  das mit der zweiten gruppenphase finde ich eine tolle idee

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                    #24
                    fühle mich da auch an Dolorian erinnert beim 1. Spiel:

                    n!Dolorian: "Da sind wir also in der eps season 10!! Mein erster gegner heißt impact normalerweise würde ich sagen ich sollte dieses spiel gewinnen, da ich aber in der letzten Zeit kaum noch wc3 spiele denke ich nicht, dass ich viele chancen habe.ich werde trotzdem noch einige mirrors in den nächsten 2 tagen machen und hoffe ihn einfach irgendwie wegzulucken viel glück!!"

                    Das zeigt schon die große Motivation.
                    Das ab 20/21 Jahren das "echte" Leben anfängt und man keine Zeit mehr hat halte ich für ein Gerücht. Hero und Styla schaffen es ja auch den Pc als nebenverdienst zum Studium zu nutzen. Und um in Fifa international mitzuhalten brauch man sicher mehr training als wenn man in der EPS im Mittelfeld sich einordnen will. Das da nicht viel sonstige Zeit übrig bleibt ist schon klar, aber das Computerspielen ist ja auch gleichzeitig Hobby.

                    Das man irgenwann keinen Bock mehr hat, kann ich auch verstehen. Nur da kommt das Problem, dass Spieler wie Hanf, Bash oder Davin trotz geringem/keinem Training immer noch stark genug sind sich recht sicher in der EPS zu halten. Wo sind die trainierten und motivierten EAS-Aufsteiger, die die alten in die Schranken weisen? Klar haben die Älteren den Erfahrungsvorteil, aber trotzdem müsste das mit Training auszugleichen sein. Denn wenn der Druck "von unten" stark genug wäre würden einige Spieler wieder trainieren müssen oder würden von alleine aussortiert.

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                      #25

                      yoh schrieb am 22.03. - 08:09:
                      Doch was spricht eigentlich gegen Zocken als Nebenjob während des Studiums? (->fire_de)

                      Nicht jeder Spieler geht zur Uni.

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                        #26
                        Ständiges spielen in einer Liga, ohne sich richtig um Freunde zu kümmern nennt man "non-real-life" oder halt so ähnlich.
                        Ich würde behaupten, das man Studium und zocken unter den Hut kriegt, aber wenn man viel trainiert hat man keine Zeit mehr für Freunde und das verstehe ich unter Real-Life,

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                          #27
                          davon verdient einfach ewig viel geld mit poker!
                          beides (poker und wc3) unter einen hut zu bringen schafft man glaube ich net...

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                            #28
                            Ich finde den Artikel sehr sehr schön.

                            Aber ob die Siegprämien die Gründe sind?

                            "Progamer" kann man eben kaum unbegrenzt sein. Hier in Deutschland kommt man mit Anfang 20 einfach an einen Punkt, wo man Prioritäten setzen muss.

                            Und mit Poker lässt sich einfach mehr Geld verdienen und wohl auch schneller, wenn man sich da erstmal reingefummelt hat.

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                              #29
                              hmmm nun ja ich kann zum thema WC3 nicht viel sagen und muss nun darauf vertrauen das was in dem artikel und den comments für fakten genannt wurden.

                              und dem nach finde ich es schon irgendwie beschämend das es so einen motivationsabbau in der EPS gibt. anderseit empfinde ich es auch als charakterliche schwäche der Spieler - wenn mann einen neuen Lebensabshcnitt beginnt und nicht mehr die zeit für die EPS hat, dann soll man auch dazu stehen und einen rückzieher machen, um jüngeren Talenten eine chance zu geben. naja aber bei cs verhält es sich bei einigen spielern ja auch nicht anders, einmal einen namen gemacht und in der EPS angekommen sind sie da nur noch schwer zu verdrängen. nur geht das ganze da soweit das EAS teams als INET verschrien werden und niemand mehr gegen sie spielen will.

                              ich persönlich wäre für kleine wochendturniere als lösung des problems, zufällig zusammengewürfelte turnierbäume, je nach platzierung gibt es punkte und daraus ergibt sich die tabelle, klar würde es mehr zeit in anspruch nehmen, aber ich denke, wenn jeder spieler nicht nur ein spiel spielen muss, sondern sich vorbereiten muss, dann steigt die leistungsdichte wieder

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                                #30
                                Denkt bitte daran, dass sich das Real-Life-Argument relativiert, wenn jemand statt wc3 jetzt online-Poker spielt ;-)

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