ganga` schrieb am 19.12. - 17:49:
Naja GS versucht offensichtlich die deutsche und europäische Rechtsprechung zu umgehen und verstecken das hinter fadenscheinigen Argumenten ("Nähe zu Europa und Asien"). Das als "genial" zu bezeichnen (wie es hier einige User tun) halte ich für sehr gefährlich, betrachtet man die aktuelle Debatte um "Killerspiele".
Genial wäre übertrieben, aber vom markttechnischen Standpunkt gesehen ist der Schachzug halt sehr klug. Man spart Kosten (Jugendschutzssystem wäre teurer), hat nen Vorteil gegenüber der Konkurrenz, muss sich nicht an das deutsche Jugendschutzrecht halten und bricht dabei - jedenfalls anscheinend - kein einziges Gesetz, weder in Deutschland, noch in der EU. Aber hab ich ja alles schon einmal erklärt. ;) Dass beide Seiten nicht sagen "Wir wollen die Konkurrenz ausmerzen", sondern sich was anderes einfallen lassen, ist ja wohl logisch.
ieber sheitan, vielen dank für deine ausführung. wenn die handlungsweise von f4u tatsächlich auf eine bewußte umgehung von moralischen und ethischen werten basiert, so wie du angibst, dann ist f4u nichts anderes als ein furunkel der gesellschaft. und sie hätten es nicht anders verdient, mächtig einen auf den deckel zu bekommen. moral und ethik sind wichtig in einer gesellschaft und es sollte einem zu denken geben, wenn leute wie du und viele andere ein hochlied auf solche personen singen.
Moment mal, ich habe genau das Gegenteil behauptet. In der Wirtschaft sind Moral und Ethik total unwichtig. Deiner Definition nach hätte fast jede einigermaßen erfolgreiche Firma der Welt eine Lektion verdient, denn solche Tricks sind nichts unübliches. Damit muss man halt leben, wenn man einen professionnellen eSports-Bereich haben möchte. Ich habe nie gesagt, dass ich so etwas mag, aber ich sehe daran einfach nichts verwerfliches, weil das nichts unnormales mehr in unserer Gesellschaft ist. Informier dich mal darüber, wie Firmen wie beispielsweise Microsoft und Electronic Arts ihren Erfolg bekommen haben ... das lief alles andere als moralisch vertretbar ab, was die da gemacht haben. Dagegen ist die Aktion von F4U gar nichts.
Das Problem beim eSport ist nur, dass er längst noch nicht bereit für eine Professionalisierung in dem Maße ist. Die Szene fühlt sich auf den Schlips getreten und spricht von "Moral", wenn so etwas passiert - dabei wird das schon seit Jahren nicht nur bei F4U und Turtle, sondern auch bei den Top-Clans und -Ligen so gemacht. Und glaub mir: Diese Sache wird nicht die geringste Auswirkung auf die Killerspiele-Diskussion haben, weil die Politiker die Spiele ansich und ihre Wirkung, die sie beim spielen (!) entfaltet, kritisieren und nicht die Übertragung.
Desweiteren wird darunter die Akzeptanz des eSports mit absoluter Sicherheit nicht leiden, aus ähnlichen Gründen. Du scheinst nur beleidigt zu sein, weil nicht mehr alles schön und gut in der Szene ist, obwohl gerade die Zuschauer von diesem Konkurrenzkampf profitieren - sie sind es, die mehr und besseren Content von gS und GIGA2 bekommen, je weiter sich dieser Streit entwickelt.
Moralisch korrekte Entscheidungen sind im Konkurrenzkampf halt nicht sehr effektiv. Und darum gibt es auch nur wenige solcher.
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