Eines vorweg: Mir geht es in diesem thread ausschließlich um das Thema eSports auf wettbewerbsorientierter Basis und nicht um elektronische Spiele im Allgemeinen. Wer den eSport nicht als wirklichen Sport betrachtet, der möge sich bitte auch nicht äußern.
Das Thema Gewalt in Computerspielen belastet unseren Sport nun schon seit mehreren Jahren. Szenefremde - vor allem ältere Menschen - sehen in uns Sonderlinge und manchmal sogar potentielle Gewalttäter. Am Sozialwissenschaftlichen Institut meiner Uni läuft gerade ein Projekt, welches diesen Umstand zu analysieren versucht. Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Studie werden zum größten Teil Menschen über vierzig mit dem Thema eSports konfrontiert. Der Ablauf sieht folgendermaßen aus: Die Probanden werden in einen Raum geführt, in dem entweder zwei Teams oder zwei einzelne Spieler in den Disziplinen Counter-Strike 1.6 oder Quake 3 unter realen Bedingungen aufeinander treffen. Spieler und Teams bestehen aus Studenten, die entweder noch aktiv im eSports tätig sind oder es zumindest mal waren.
Die Probanden verfolgen so ein komplettes Match und können sich so einen Eindruck verschaffen. Nach diesem Erlebnis haben sie die Möglichkeit Fragen an die Spieler zu stellen und im Anschluss füllen sie einen ausführlichen Fragebogen aus.
Ich möchte jetzt auch gar nicht ausführlich auf die bisherigen Ergebnisse eingehen. Jedoch ist mir mittlerweile aufgefallen, dass bei vielen Menschen ein gewisses Unverständnis im Bezug auf die realistische Darstellung der Spiele besteht. Ein 70 jähriger fragte einen Spieler z.B., ob es wirklich nötig sei auf nachgestellte Menschen zu schießen, wenn es doch angeblich nur um den Wettkampf an sich geht. Er sah hier z.B. das Spiel Quake als weitaus besser geeignet - als Sport - als Counter-Strike. Man muss dazu sagen, dass die Grafik bei Quake auf das Minimum reduziert wurde, d.h. höchste picmip-Einstellung, Brightskinns, niedrige Auflösung. Bei CS lief alles auf full und 800*600.
So, nun zu meiner Diskussionsgrundlage. Folgende Annahmen sind zu berücksichtigen. Es besteht nicht das Problem der Interpolation, also den Ausgleich einer schlechten Internetverbindung. Hitboxen sind immer exakt auf dem Model und nie verschoben.
Was würdet ihr als eSportler davon halten, wenn es keine Models mehr gäbe, sondern nur noch die tatsächlichen Hitboxen angezeigt werden würden? Wo seht ihr bei einer solchen Darstellung die Vor- und Nachteile im Bezug auf den Sport selbst?
Warum glaubt ihr, dass viele Spieler auf eine solche Darstellung. welche eindeutig sportlicher wäre, keinen Wert legen würden und sich zu anderen, realistischeren Spielen abwenden würden?
Warum wollten wir als Spieler auf der Basis eines Computerspiels überhaupt eine Art Realität nachspielen? Warum schaffen wir nicht etwas ganz Neues? Ein Spiel, welche alle sportlichen Aspekte (Reaktion, Hand-Augen-Koordination, Aim-Skill, taktisches Verständnis, Führungsmentalitäten, Spaß am gemeinsamen Spiel) beinhaltet, jedoch nichts mit der Wirklichkeit (also keine nachgebauten Städte, Landschaften, keine Polizisten, Terroristen, Roboter, Filmszenarien) zu tun hat?
Seht euch bitte als Teil einer wissenschaftlichen Arbeit, versucht vernünftig zu argumentieren und nicht zu polemisieren. Wenn es möglich ist, dann solltet ihr nicht auf die Antworten von anderen eingehen, sondern nur eure eigene Meinung kundtun. Ich bin gespannt, ob etwas dabei herauskommt.
Das Thema Gewalt in Computerspielen belastet unseren Sport nun schon seit mehreren Jahren. Szenefremde - vor allem ältere Menschen - sehen in uns Sonderlinge und manchmal sogar potentielle Gewalttäter. Am Sozialwissenschaftlichen Institut meiner Uni läuft gerade ein Projekt, welches diesen Umstand zu analysieren versucht. Im Rahmen dieser wissenschaftlichen Studie werden zum größten Teil Menschen über vierzig mit dem Thema eSports konfrontiert. Der Ablauf sieht folgendermaßen aus: Die Probanden werden in einen Raum geführt, in dem entweder zwei Teams oder zwei einzelne Spieler in den Disziplinen Counter-Strike 1.6 oder Quake 3 unter realen Bedingungen aufeinander treffen. Spieler und Teams bestehen aus Studenten, die entweder noch aktiv im eSports tätig sind oder es zumindest mal waren.
Die Probanden verfolgen so ein komplettes Match und können sich so einen Eindruck verschaffen. Nach diesem Erlebnis haben sie die Möglichkeit Fragen an die Spieler zu stellen und im Anschluss füllen sie einen ausführlichen Fragebogen aus.
Ich möchte jetzt auch gar nicht ausführlich auf die bisherigen Ergebnisse eingehen. Jedoch ist mir mittlerweile aufgefallen, dass bei vielen Menschen ein gewisses Unverständnis im Bezug auf die realistische Darstellung der Spiele besteht. Ein 70 jähriger fragte einen Spieler z.B., ob es wirklich nötig sei auf nachgestellte Menschen zu schießen, wenn es doch angeblich nur um den Wettkampf an sich geht. Er sah hier z.B. das Spiel Quake als weitaus besser geeignet - als Sport - als Counter-Strike. Man muss dazu sagen, dass die Grafik bei Quake auf das Minimum reduziert wurde, d.h. höchste picmip-Einstellung, Brightskinns, niedrige Auflösung. Bei CS lief alles auf full und 800*600.
So, nun zu meiner Diskussionsgrundlage. Folgende Annahmen sind zu berücksichtigen. Es besteht nicht das Problem der Interpolation, also den Ausgleich einer schlechten Internetverbindung. Hitboxen sind immer exakt auf dem Model und nie verschoben.
Was würdet ihr als eSportler davon halten, wenn es keine Models mehr gäbe, sondern nur noch die tatsächlichen Hitboxen angezeigt werden würden? Wo seht ihr bei einer solchen Darstellung die Vor- und Nachteile im Bezug auf den Sport selbst?
Warum glaubt ihr, dass viele Spieler auf eine solche Darstellung. welche eindeutig sportlicher wäre, keinen Wert legen würden und sich zu anderen, realistischeren Spielen abwenden würden?
Warum wollten wir als Spieler auf der Basis eines Computerspiels überhaupt eine Art Realität nachspielen? Warum schaffen wir nicht etwas ganz Neues? Ein Spiel, welche alle sportlichen Aspekte (Reaktion, Hand-Augen-Koordination, Aim-Skill, taktisches Verständnis, Führungsmentalitäten, Spaß am gemeinsamen Spiel) beinhaltet, jedoch nichts mit der Wirklichkeit (also keine nachgebauten Städte, Landschaften, keine Polizisten, Terroristen, Roboter, Filmszenarien) zu tun hat?
Seht euch bitte als Teil einer wissenschaftlichen Arbeit, versucht vernünftig zu argumentieren und nicht zu polemisieren. Wenn es möglich ist, dann solltet ihr nicht auf die Antworten von anderen eingehen, sondern nur eure eigene Meinung kundtun. Ich bin gespannt, ob etwas dabei herauskommt.
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