Was hier schon angesprochen wurde: Das Hauptproblem in dem Fall ist, dass es keine klaren Regeln gibt. Es gibt keinen Verband, der Cheating/Doping ahndet und keine Prozesse, wie in einem solchen Fall zu verfahren ist.
Gäbe es einen CS-Verband, dem alle Spieler angehören müssten, dann wäre die Situation eine ganz andere. Die Spieler verpflichten sich, Regeln zu achten. Ein Gremium von Experten wird eingesetzt, um Szenen zu analysieren. Einen fnatic-Spieler bannt man nicht einfach nur wegen 5 Youtube-Videos, da muss schon ordentlich Arbeit investiert werden. Und die würde wohl dazu führen, dass man ihn auch ohne VAC-Ban hochnimmt. Der Verband hat dann ein Regelwerk, wie was geahndet wird und womöglich wird fnatic komplett gesperrt, vielleicht nur der Spieler, vielleicht können sie mit Standin auf das Event, vielleicht sind sie ausgeladen. Vielleicht muss der Spieler ein Strafgeld zahlen, vielleicht der Clan. Womöglich müssen sie Preisgelder der letzten 6 Monate zurückerstatten, vielleicht nicht.
Aber momentan gibt es sowas absolut nicht. Wer jetzt flusha bannt, der muss sich darauf gefasst machen, dass es einen Gerichtsprozess gibt. Das dichte ich mir jetzt zusammen, weil ich von Jura keinen Peil habe, aber eins ist klar: Wird fnatic gebannt und flusha sollte clean sein, dann entgeht ihnen Kohle im sechsstelligen Bereich. Hier gehts nicht um den 0815-Cheater, der einen neuen Steamaccount holt und weiter daddelt. Hier gehts um Ruf (der Schaden, der fnatic entstehen würde, lässt sich bestimmt auch beziffern) und Sticker- + Preisgelder. Valve jucken zwar 100k nicht, die sie womöglich im Prozess verlieren würden - aber wozu das Risiko eingehen?
Hier müssen sich viele Seiten Fragen stellen, welcher Schritt der richtige ist. Die Dreamhack kann sicher auch Ansprüche geltend machen, sollte ein Cheater ihre Preisgelder einsacken. Womöglich entsteht ihnen auch Schaden, weil es ein "Cheater-Turnier" ist und so der Ruf geschädigt wird. Auch das könnte man versuchen.
Das Problem ist nur, dass wir hier die ESport-Welt verlassen und plötzlich in der Realität landen. Dann geh erstmal zu einem Richter und führ den Prozess, ob flusha gecheatet hat. Klar, Indizienprozesse sind Standard, mit der Materie ist aber bisher kein Richter und kein Anwalt vertraut. Jede Entscheidung, die einen solchen Prozess zur Folge hat, muss also gut abgewogen werden, weil der Ausgang schwer vorherzusehen ist. Außerdem könnte sich die Nummer über einen großen Zeitraum erstrecken, woran wahrscheinlich keinem gelegen ist. Außerdem ist es vielleicht auch für Valve und fnatic besser, wenn flusha in zwei Monaten einfach seine Karriere beendet, weil er sich auf sein Studium (oder andere random-Ausrede) stürzen möchte und die ganze Sache nicht hochkocht. Denn wahrscheinlich käme ESport dann auch wieder ins Fernsehen und in die Medien. "Doping-Skandal im ESport. Killerspieler streiten um Preisgeld" oder so. So könnte mehr Schaden angerichtet werden, als wenn Valve jetzt nichts tut.
Was ich damit sagen möchte: Ich kann absolut nicht einschätzen, welcher Schritt der beste wäre und was die zu erwarteten Folgen wären. Ich kann nur alle möglichen Thesen aufstellen, was sein könnte. Mir schwirren noch andere Szenarien durch den Sinn.
Also, bottom-line: Es geht hier nicht um die einfache Entscheidung Bannen oder nicht, sondern um die Folgen, die diese Entscheidung haben würde. Und ich denke, darum ist es nur verständlich, warum sich momentan so wenig tut. Hinter den Kulissen ist sicher richtig was los.
Gäbe es einen CS-Verband, dem alle Spieler angehören müssten, dann wäre die Situation eine ganz andere. Die Spieler verpflichten sich, Regeln zu achten. Ein Gremium von Experten wird eingesetzt, um Szenen zu analysieren. Einen fnatic-Spieler bannt man nicht einfach nur wegen 5 Youtube-Videos, da muss schon ordentlich Arbeit investiert werden. Und die würde wohl dazu führen, dass man ihn auch ohne VAC-Ban hochnimmt. Der Verband hat dann ein Regelwerk, wie was geahndet wird und womöglich wird fnatic komplett gesperrt, vielleicht nur der Spieler, vielleicht können sie mit Standin auf das Event, vielleicht sind sie ausgeladen. Vielleicht muss der Spieler ein Strafgeld zahlen, vielleicht der Clan. Womöglich müssen sie Preisgelder der letzten 6 Monate zurückerstatten, vielleicht nicht.
Aber momentan gibt es sowas absolut nicht. Wer jetzt flusha bannt, der muss sich darauf gefasst machen, dass es einen Gerichtsprozess gibt. Das dichte ich mir jetzt zusammen, weil ich von Jura keinen Peil habe, aber eins ist klar: Wird fnatic gebannt und flusha sollte clean sein, dann entgeht ihnen Kohle im sechsstelligen Bereich. Hier gehts nicht um den 0815-Cheater, der einen neuen Steamaccount holt und weiter daddelt. Hier gehts um Ruf (der Schaden, der fnatic entstehen würde, lässt sich bestimmt auch beziffern) und Sticker- + Preisgelder. Valve jucken zwar 100k nicht, die sie womöglich im Prozess verlieren würden - aber wozu das Risiko eingehen?
Hier müssen sich viele Seiten Fragen stellen, welcher Schritt der richtige ist. Die Dreamhack kann sicher auch Ansprüche geltend machen, sollte ein Cheater ihre Preisgelder einsacken. Womöglich entsteht ihnen auch Schaden, weil es ein "Cheater-Turnier" ist und so der Ruf geschädigt wird. Auch das könnte man versuchen.
Das Problem ist nur, dass wir hier die ESport-Welt verlassen und plötzlich in der Realität landen. Dann geh erstmal zu einem Richter und führ den Prozess, ob flusha gecheatet hat. Klar, Indizienprozesse sind Standard, mit der Materie ist aber bisher kein Richter und kein Anwalt vertraut. Jede Entscheidung, die einen solchen Prozess zur Folge hat, muss also gut abgewogen werden, weil der Ausgang schwer vorherzusehen ist. Außerdem könnte sich die Nummer über einen großen Zeitraum erstrecken, woran wahrscheinlich keinem gelegen ist. Außerdem ist es vielleicht auch für Valve und fnatic besser, wenn flusha in zwei Monaten einfach seine Karriere beendet, weil er sich auf sein Studium (oder andere random-Ausrede) stürzen möchte und die ganze Sache nicht hochkocht. Denn wahrscheinlich käme ESport dann auch wieder ins Fernsehen und in die Medien. "Doping-Skandal im ESport. Killerspieler streiten um Preisgeld" oder so. So könnte mehr Schaden angerichtet werden, als wenn Valve jetzt nichts tut.
Was ich damit sagen möchte: Ich kann absolut nicht einschätzen, welcher Schritt der beste wäre und was die zu erwarteten Folgen wären. Ich kann nur alle möglichen Thesen aufstellen, was sein könnte. Mir schwirren noch andere Szenarien durch den Sinn.
Also, bottom-line: Es geht hier nicht um die einfache Entscheidung Bannen oder nicht, sondern um die Folgen, die diese Entscheidung haben würde. Und ich denke, darum ist es nur verständlich, warum sich momentan so wenig tut. Hinter den Kulissen ist sicher richtig was los.
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