Hallo Freunde,

leider hab ich meinen Blog etwas verstauben lassen und Teil 1 seit Readmore 9.0 auch irgendwie kaputt gegangen, aber ich gelobe Besserung. Hab mich über jeden einzelnen Kommentar im Teil 1 gefreut!

Kurz zusammenfassend um was es geht: Seit ich vor etwas mehr als 1,5 Jahren – ausgelöst durch eine Wette beim Trinken – mit dem Training für einen kleinen Triathlon angefangen hab bin ich etwas angefixt und hab mir vorgenommen die Frankfurt Hero Champion Challenge dieses Jahr zu machen; http://www.ffmhero.de/ man muss bei drei Ausdauerwettbewerben teilnehme: Halbmarathon, Radrennen, Triathlon. Vlt. Krieg ich den Teil 1 nochmal gefixt, dann könnt ihr mehr dazu dort nachlesen.

Den ersten Teil hab ich letztes Jahr vor meiner zweiten Triathlon Jedermanndistanz (500m Schwimmen, 20km Radfahren, 5km Joggen) geschrieben und seitdem ist trainings- und wettkampftechnisch viel passiert. Schon beim Triathlon hab ich das Training gemerkt, dass ich im Vergleich zum Vorjahr investiert hatte, denn trotz katastrophalem Wechsel zwischen den einzelnen Disziplinen hab ich meine eigene Bestzeit um einiges geschlagen:

Insgesamt hab ich für die 500m schwimmen, 20km Rad und 5km laufen 1:17 gebraucht, wobei Ich 12 Minuten geschwommen, 45 Minuten Rad gefahren und 20 Minuten gelaufen bin (inkl. Wechselzonen). Mit der Laufzeit war ich ziemlich zufrieden, alles andere ist noch deutlich ausbaufähig.

Nach dem Wettkampf hab ich weiter ziemlich konsequent (mit Ausnahme einer Krankheit im Okt.) trainiert und den Fokus auf Lauf- und Radfahrgrundlagen, sowie Technik Training im Wasser gelegt:



Angepeilt hatte ich ursprünglich, dass ich etwa 30 km pro Woche laufe, das ging einige Wochen, aber neben Arbeit, Privatem und dem Training der anderen Disziplinen doch etwas schwierig unterzubringen, deshalb hab ich mir dann eher vorgenommen 100km pro Monat zu laufen und das hab ich mit Ausnahme des Juni auch so geschafft. Dabei hab ich einige neue persönliche Rekorde aufgestellt, besonders die Halbmarathon Zeit im Training fand ich ziemlich cool und die hat mich echt gefreut.



Die Zeit habe ich mir dann auch etwa als Ziel für den Wettkampf gesteckt, aber an dem Tag lief es wahnsinnig gut und ich hab mich beim Lauf durchweg gut gefühlt. Das muss im Wettkampf nicht unbedingt so sein. Seit einiger Zeit laufe ich zudem mit ASICS Gel Pulse mit denen ich mich total wohl fühle.

Auf dem Rad hab ich versucht die schönen Monate zu nutzen und ein paar Kilometer im Umkreis von Frankfurt zu machen, aber lange Touren sind alleine dann doch manchmal etwas nervig (CRZ, need u back <3) und so wurden es nicht ganz so viele Kilometer wie ich es eigentlich angepeilt hatte, hier hab ich definitiv noch Steigerungspotenzial. Die Peeks im Dezember und Januar sind dann einfach zu erklären: Ich hab mir neues Equipment angeschafft.



Seit Dezember bin ich – um die dunkeln Monate zu überbrücken – Besitzer eines Smart Trainers. Nach etwas Recherche hab ich mich für den Tacx Vortex Smart entschieden und trainiere damit mit meinem Rennrad und der Hilfe von Zwift (www.zwift.com) . Über Zwift könnt ihr auf virtuellen Strecken mit anderen Radfahrern trainieren und Zwift ist in der Lage über Bluetooth den Smart Trainer zu steuern, somit wird bei einer Steigung auch der Widerstand des Smart Trainers höher und es fühlt sich (etwas) so an, als würde man gerade am Berg fahren. Für mich jedenfalls eine enorme Motivationshilfe die den monatlichen ganz schön happigen Preis von 15€ dann doch zu einem guten Investment macht. Die Vorteile für mich waren riesig: An Tagen mit schlechtem Wetter (da fällt mir das Joggen gehen ziemlich schwer) oder an denen ich kaum Zeit hatte konnte ich kurz auf den Smart Trainer und konnte eine kurze aber intensive Einheit einschieben. Dadurch bin ich auf Zwift dann in der kurzen Zeit auf insgesamt 1690 km Distanz gekommen:



Ein Beispielsworkout mittels Zwift sieht dann auf Strava wie folgt aus:



So zufrieden ich mit dem Laufen und dem Radfahren auch bin gibt es doch einen großen Punkt zu meckern: Schwimmen.

Nachdem ich Ende letzten Jahres einen Kraulkurs belegt hatte der mir einen ziemlichen Auftrieb im Schwimmen gegeben hat habe ich das ganze leider die letzten Monate (wie in der Grafik gut zu sehen) ziemlich schleifen lassen. In überfüllten Schwimmbädern schwimmen gehen nervt leider mit der Weile und ist mit zum Schwimmbad fahren und wieder heim auch etwas zeitintensiver als die anderen beiden Sportarten.



Ich hab mir fest vorgenommen das Schwimmen diesen Monat wieder in Angriff zu nehmen und muss mir 1-2 Tage die Woche einplanen an denen ich immer Schwimmen gehe. Hoffe das klappt.



Frankfurt Hero Champion Challenge #1: Halbmarathon

Die erste Hürde der Challenge stand Anfang diesen Monats an: Der Frankfurter Halbmarathon von der Commerzbankarena am Main entlang durch die Frankfurter Stadt und zurück zum Stadion. Bei der Hürde habe ich mir aber die wenigsten Sorgen gemacht, denn ich bin die Strecke schon im vorherigen Jahr gelaufen und Laufen ist mir Sicherheit auch meine stärkste der drei Disziplinen.

Die Vorbereitung lief aber etwas suboptimal, denn kurz davor war ich noch im Skiurlaub und bin dadurch 1,5 Wochen gar nicht gelaufen und mit ziemlich schweren Beinen wieder nach Frankfurt zurück gekommen. In den paar Tagen vor dem Halbmarathon bin ich dann noch 2-3 mal laufen gewesen, hab mich aber jedes Mal überhaupt nicht gut gefühlt und dadurch mit einem etwas schlechtem Gefühl an den Start gegangen.

Der Blick nach draußen am Morgen des Laufs war zusätzlich nicht besonders motivierend: Kalt, Regen, Wind. Aber nun gut, Laufsachen an und ab zum Stadion. Dort angekommen stellte sich die Frage: Welcher Startblock? Schneller als 1:35h oder 1:35h-1:45h. Durch meinen persönlichen Rekord auf genau 1:35h hätte ich mir vornehmen können mich in dem Block durchzukämpfen, aber durch das schlechte Training davor hab ich mich dann doch für den langsameren Block entschieden. So ging das Rennen dann los uns ich hab mich überraschenderweise die ersten 10-12 km total gut gefühlt, bin einen ziemlich schnellen Schnitt um die 4:30min/km gelaufen und mein Puls war dabei trotzdem relativ gut unten. Auf dem Rückweg zum Stadion bei Gegenwind und kleiner Steigung kam dann aber der Einbruch: Schwere Beine, Kraftlosigkeit und durch die mich überholenden Läufer auch etwas Frust. Ich hab mich dann einige Male umgedreht, um nach dem Pace-Maker von 1:39h Ausschau zu halten, denn unter 1:40h wollte ich unter allen Umständen bleiben. Der Pace-Maker war nicht in Sicht, also bin ich mit guter Hoffnung die letzten Kilometer weitergelaufen, wobei ich mich ab KM 18 extrem quälen musste (mein 21km Trainingslauf war dagegen irgendwie wie ein Spaziergang).

Im Ziel dann Erleichterung: Mit 1:37h zwar kein neuer persönlicher Rekord, aber das eigene Ziel mit unter 1:40h locker erreicht.





Der Einbruch ist an der Grafik relativ deutlich zu sehen. Daran muss ich die nächsten Monate definitiv arbeiten, wobei die Konzentration jetzt erstmal einer anderen Disziplin gilt, denn am 1. Mai steht mit Eschborn-Frankfurt das Radrennen an und davor hab ich einen viel größeren Respekt. Ich bin noch nie bei einem Radrennen gestartet und hab mit der längsten Strecke (104km mit 1500hm) die Latte ganz schön hoch gelegt. Ich hoffe ich kann die Restzeit auch noch bei gutem Wetter draußen nutzen und muss nicht nur drin trainieren.

Falls Interesse besteht versuche ich euch in regelmäßigem Abstand etwas auf dem Laufenenden zu halten. Ich freu mich wie gesagt über jeden Kommentar, Tipp und noch mehr über mögliche Trainings- und Motivationspartner. :)

Liebste Grüße,
räudigekatze