Wie letztes Jahr auch gibts eine große Buli-Vorschau für alle 18 Vereine. Frei von xg-Analysen, Packing-Statistiken und all den Modern shit gehe ich auf die wichtigsten Ab und Zugänge ein, küre den "Star des Teams" und gebe eine abschließende und mit 100%iger Sicherheit zutreffende Abschlussprognose ab, auf die mich shine dann 1 Jahr festnageln darf ;)
1. FC Köln
Trainer: Achim Beierlorzer | Kader | Kapitän: Jonas Hector


Position Vorjahr: Meister in der 2. Liga
Zugänge: Sebastiaan Bornauw (IV), Ellyes Skhiri (DM), Birger Verstraete (DM), Kingsley Ehizibue (RV), Kingsley Schindler (RM)
Abgänge:
Serhou Guirassy (MS)
Testspiele (u.A.): 3:1 FC Bologna, 1:3 FC Villareal, 0:2 Southampton
Pokal: 3:2 n.E. Wehen Wiesbaden
Saisonübergang: An den Transfers kann man sehen: Der Zweitligameister hat vor allem in Qualität in der Breite investiert. Abgegeben wurde niemand, der eine große Rolle gespielt hat. Stattdessen wurde versucht, dem neuen Trainer Achim Beierlorzer Spieler bereitzustellen, die sofort in die erste 11 springen können. Im Pokal war das auch gleich der Fall, wo vor allem der neue Aussenverteidiger Ehizibue überzeugen konnte. Das es letztlich erst im Elfmeterschießen zum Weiterkommen reichte lag am Kaltstart der Kölner in der 2. HZ, in der man innerhalb kürzester Zeit einen komfortablen 2-0-Vorsprung abgab und auch eine erneute Führung in der VL konnte der wackere Zweitligaaufsteiger nochmal ausgleichen. Insgesamt steht noch ein bisschen Arbeit an, denn auch die Testspiel gegen Erstligisten gingen größtenteils in die Hose. Vllt. kann Neuzugang Skhiri das Zentrum endlich dicht machen, denn dort herrscht aktuell die größte Problemstelle und sorgt für massig Gegentore.
Star der Mannschaft: Anthony Modeste
In Köln sticht niemand so wirklich heraus, das größte Potenzial hat vllt. der offensive Mittelfeldspieler Louis Schaub. Doch die größte Persönlichkeit ist zweifelsfrei Anthony Modeste. Der EffZeh geht mit der ungewöhnlichen Situation, 3 MS auf ähnlichem Niveau zu haben, in die Saison. In der 2. Liga wurde munter rotiert und alle 3 trafen beständig. Ob Cordoba und vor allem Terodde diese Treffsicherheit auch in der 1. Liga haben steht allerdings auf wackligen Beinen und so dürften die großen Hoffnungen wieder auf Modeste liegen, im Angriff für Tore zu sorgen.
Prognose: Köln hat den besten Kader der 2. Liga nochmal verstärkt. Unter dem neuen Trainer könnte es zwar etwas dauern, bis sie das volle Potenzial herausholen, aber spätestens in der Rückrunde sollte man sich von der Abstiegszone entfernen und am Ende im sicheren Mittelfeld landen.
Tabellenplatz: 10
1. FC Union Berlin

Trainer: Urs Fischer | Kader | Kapitän: Christopher Trimmel


Position Vorjahr: 3. Platz in der 2. Liga, Relegations-Sieger gegen den VFB-Stuttgart
Zugänge: Neven Subotic (IV), Marcus Ingvardtsen (MS), Christian Gentner (ZM), Sheraldo Becker (RA), Keven Schlotterbeck (IV)
Abgänge: Robert Zulj (OM)
Testspiele: 2:1 Brönby IF, 3:0 SV Ried, 1:1 Erzgebirge Aue, 0:3 Celta Vigo
Pokal: 6:0 Germania Halberstadt
Saisonübergang: Bundesligaeuphorie an der alten Försterei! Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte spielt der FC Union in der höchsten deutschen Spielklasse. Wie auch die Kölner konnten die Eisernen ihren Kader zusammenhalten und vor allem mit Erfahrung verstärken. Sowohl Gentner als auch Subotic haben eine Menge Erstligaerfahrung in ihrer Karriere gesammelt und sollen dem Aufsteiger so in ihrer Mission Klassenerhalt helfen. In der Vorbereitung wurden hauptsächlich hohe Siege gegen unterklassige Gegner gesammelt, der Härtetest ging mit 0-3 gegen Vigo in die Hose. Auch im Pokal tat man sich lange Zeit schwer mit dem Toreschießen, bevor man das Ergebnis dann gegen müder werdende Amateure doch noch in standesgemäße Höhe schraubte.
Star der Mannschaft: Sebastian Andersson
Vom Namen her sollten hier sicher andere stehen (Subotic, Gentner, selbst Ujah), doch ähnlich wie bei Köln wird der Erfolg wohl maßgeblich damit zusammenhängen, ob MS Andersson seine Zweitligaqualitäten auch eine Stufe höher zeigen kann. Alternativ könnte man hier auch das Stadion nennen. Die alte Försterei dürfte 17x 90 Minuten brennen (okay, -15 Minuten gegen Leipzig).
Prognose: Doch selbst das wird den Unionern wohl nicht helfen. Man wird sich vermutlich die gesamte Saison im Abstiegskampf befinden und sollte es am Ende auf die Kaderqualität ankommen, dann dürften die Ostberliner den kürzeren Strohhalm ziehen. Da der ein oder andere Erstligist allerdings ebenfalls deutlich schwächelt könnte zumindest die Relegation ein realistisches Ziel sein.
Tabellenplatz: 16
1. FSV Mainz 05

Trainer: Sandro Schwarz| Kader | Kapitän: Danny Latza


Position Vorjahr: 12. Platz
Zugänge:
Jeremiah St. Juste (IV), Edimilson Fernandes (ZM), Ronael Pierre-Gabriel (RV), Dong-won Ji (MS)
Abgänge:
Jean-Philippe Gbamin (DM), Niko Bungert (IV), Anthony Ujah (MS)
Testspiele: Regensburg 1:2
Pokal: 0:2 1. FC Kaiserslautern
Saisonübergang: Ein eigentlich ruhiger Sommer ist in den letzten 2 Wochen dann schlagartig doch nochmal ziemlich laut geworden. Erst kam die Hiobsbotschaft mit der Verletzung von Sturmstar Mateta, der bis tief in die Hinrunde ausfallen wird und ein großes Loch in der Offensive reisst und dann gab es zwar viel Feuer auf den Rängen des Betzenbergs, auf dem Platz zündeten allerdings nur die Gastgeber und schmissen die Mainzer direkt raus. So dreht sich in Mainz auf einmal alles um die Pokalversager auf dem Platz und Stadionverbote für die Zündler daneben. Kein gutes Omen für das Schwere Auftaktprogramm, bei dem man nach Freiburg und zu den Bayern reist und zwischendrin noch Gastgeber für Mönchengladbach spielt. Ein Fehlstart in die Saison ist alles andere als unwahrscheinlich.
Star der Mannschaft:
Jean-Philippe Mateta
3 Teams, 3 MS. Keine Sorge, dass ändert sich noch :) Aber auch die Mainzer Ambitionen hängen stark daran, wie oft ihr Starstürmer trifft. Mit u.A. Boetius und Quaison hat JPM vmtl. mehr Unterstützung als seine Kollegen der Aufsteiger, doch so richtig konstant konnten auch die das bisher noch nicht zeigen. Durch die Knieverletzung von Mateta müssen sie das allerdings tun.
Prognose: Die Verletzung wird Mainz nicht in den Abstiegskampf werfen, allerdings könnte gerade die Hinrunde verdammt holprig werden. Jeglichen Ambitionen nach oben, sollte es die je gegeben haben, wurde auf jeden Fall ein Keil vorgeschoben. So wird es wohl im Optimalfall eine Mittelfeld-Saison werden, im Worst Case rutscht man aber unten rein und kommt nicht mehr so recht raus.
Tabellenplatz: 12
1899 Hoffenheim

Trainer: Alfred Schreuder | Kader | Kapitän: Kevin Vogt


Position Vorjahr: 9. Platz
Zugänge:
Ihlas Bebou (RA), Robert Skov (RA), Sebastian Rudy (DM), Konstantinos Stafylidis (LV)
Abgänge:
Joelinton (MS), Kerem Demirbay (ZM), Nico Schulz (LV), Nadiem Amiri (OM)
Testspiele:
3:2 Jahn Regensburg, 1:2 FC Sevilla
Pokal: 5:4 n.E. Würzburger Kickers
Saisonübergang: Den Schatzmeister von Hoffenheim dürfte dieses Jahr das herz aufgegangen sein. Millionen nach Millionen kamen auf das Konto im Kraichgau, nur ausgeben wollten sie nicht so wirklich was davon. Und so steht die TSG mit einem dicken Transferplus da, aber auch mit verdammt viel Substanzverlust. Der Zentrale wurde die Kreativität genommen (Demirbay, Amiri), die linke Flanke ist offen (N. Schulz) und vorne wurde Shootingstar Joelinton vergoldet.
Die Abgänge sollen vor allem etablierte BL-Spieler auffangen: Stafylidis wurde für links geholt, Bebou für die Aussenbahn und mit Rudy kam ein alter bekannter zurück, um im ZM sein Unwesen zu treiben. Dazu wurde mit Skov noch ein dänisches Talent geholt, dass den Schatzmeister in den nächsten Jahren wieder froh machen soll.
Auf dem Platz sah das unter dem neuen Trainer Alfred Schreuder bisher eher so lala aus, Siege wurden nur gegen unterklassige Gegner geholt. Im Pokal wendete man die Kölner Taktik an und gab ein überlegen geführtes Spiel noch aus der Hand, nur um sich dann im Elfmeterschießen durchzusetzen. Die Europajahre scheinen erstmal vorbei.
Star der Mannschaft:
Andre Kramaric
Wagner, Uth, Joelinton, alle sind sie weg. Nur Kramaric, der bleibt den Sinsheimern und trifft wie ein Uhrwerk. Auch letzte Saison war er wieder Hoffenheims zuverlässigster Offensivmann und sollte kein unerwartetes Angebot mehr reinschneien dürfte sich daran auch im nächsten Jahr nichts ändern.
Prognose: Wie oben schon geschrieben: Die fetten Jahre scheinen erstmal vorbei. Denn nicht nur die Spieler reissen eine qualitative Lücke in den Kader, auch der Nagelsmann-Faktor darf nicht unterschätzt werden. Den kompletten Absturz wird es sicher nicht geben, aber man sollte keinen Angriff auf die Europacup-Plätze erwarten.
Tabellenplatz: 11