Update: 28.03.
Techniker der Abfüllanlage war immer noch nicht da... Geplant ist jetzt nächsten Dienstag/Mittwoch.
Sollte die Anlage bis dahin nicht gehen dann versuch ich selbst per Hand abzufüllen bzw. es wird dann per Hand abgefüllt, das hat er mir heute schon angeboten. Da dies aber um den Faktor 3 teurer ist (da Stundenlohn) und die Abfüllung eh schon knapp die Hälfte meiner Produktionskosten ausmacht, hoffe ich noch einfach, dass der Techniker nächste Woche kommt oder ich zur Not selbst abfüllen kann.

/e2 Update für die Wartenden:
Ich habe gerade mit der Brauerei telefoniert. Die Reifung ist nun durch und das Bier wird heute in die Fässer abgefüllt. Leider ist die Abfüllanlage gerade etwas bockig und die Abfüllung würde fast doppelt so lange dauern. Der Techniker sollte letzte Woche eigentlich schon kommen. Geplant ist, dass diese bzw. SPÄTESTENS nächste Woche abgefüllt wird. Etiketten sind da und schick (auch wenn das Naturpapier die Farben etwas verfälscht), Verpackungsmaterial kommt auch heute, sofern die Spedition es gerafft hat den Versand freizugeben und ich nicht, wie gestern, umsonst heute warte.

/e Der Shop ist nun offen!

http://hopontop.de/shop-eingang
Gutscheincode: rmfame1337

Die Abfüllung ist für Mitte März geplant, das Bier befindet sich gerade noch in der Kaltreifung! Der Versand erfolgt dann so schnell wie möglich!

Falls ihr Fehler während des Bestellprozesses entdeckt gebt bitte Bescheid!
Im Test buggte unter anderem das Bestandsverwaltungssystem zum Beispiel...


Gestern brau´ ich, heute füll ich, morgen hol ich mir der Kundschaft ihr Geld!

Jaaaa, leider nicht ganz, aber zumindest der erste Teil stimmt schon mal!

Tut mir leid, nachdem ich gestern 10 Stunden lang in der Kälte gebraut habe, musste ich mich gestern Abend erstmal ins Kaminfeuer legen um wieder aufzutauen. Da hat´s nicht mehr für ein Update gereicht.

Kurzfassung für alle Skeptiker: Knapp 420l Bier sind gebraut und vergären gerade munter vor sich hin. In 5 Wochen gibt´s Bier von mir. Und es ist gut geworden. Und mit gut meine ich Phänomenal gut. Und nein, das behaupte ich nicht nur. ;-)
Auch dem Diplom Brauermeister, mit gut 25 Jahren Erfahrung, hat die Würzeprobe sehr gut geschmeckt und der Techniker vor Ort war vom Geruch, der die ganze Brauerei ausgefüllt hat, begeistert.
Hach, da sind Erinnerungen an mein erstes Bier hochgekommen.

Wie ist es nun geworden: Rot. ;-)
Etwas dunkler und kräftiger als das erste, weil ich mehr vom roten Spezialmalz genutzt habe.
Hier nochmal, als Vorgeschmack, ein Bild von meinem Hobbybrau-Debüt.

Auf Facebook habe ich 1-2 Bilder vom Brauprozess hochgeladen. Das brauen selbst ist ja leider nicht so spektakulär und eine Möglichkeit vom Bier zu machen, so dass man auch was erkennt und nicht alles mit Schaum bedeckt ist, gab es leider nicht.

Geschmacklich:
So wie es sein sollte. Gut ausgeprägter Malzkörper, eine ganze Menge Zitrus (Richtung Grapefruit) und dazu eine ordentliche Note von harzigen Noten Richtung Pinie. Ein Geschmackserlebnis durch und durch.
Möcht auch sein, bei 10 x der Hopfenmenge für ein Standardpils. ;-)
Allgemein aber noch etwas satter und runder im Geschmack, bedingt vermutlich auch durch die extrem lange Kochzeit (gut 4-5 Stunden) und natürlich auch, weil hier und da noch ein wenig meine gesammelte Erfahrung einfloss, sowohl in der Neugestaltung des Rezeptes, als auch im Prozess an sich.

Im übrigen habe ICH gebraut. Vom Schroten übers rühren beim Maischen bis zum Whirlpoolen. Ich gehe also nach wie vor nicht den Weg, und "kauf" mein Bier einfach, wie so manch anderer und wie so manch böse Zunge behauptet. ;-)

Und das alles könnt ihr mir jetzt letzten Endes glauben oder nicht. Eure Zunge wird letzten Endes entscheiden. ;-)
Allerdings leider erst in ca. 5 Wochen. So lange muss das Bier nun noch gären, kaltgehopft und insbesondere kaltreifen.

Mitte März gibt es dann also die ersten Flaschen Ruby, die zum Teil auch schon verkauft sind.
Und ja: Der Shop wird bald online gehen. Ich habe erstmal etwa 20 Kästen zum offenen Verkauf eingeplant. Der Rest ist größtenteils schon verplant, verkauft und/oder Reserve.

Etwas nachdenkliches zum Schluss:
Es war ein langer, sehr langer Weg bis zu diesem Punkt. Vom ersten Konzept bis zum ersten Bier gut ein halbes Jahr mit sehr viel Arbeit. Und der noch vor mir liegende Weg ist natürlich noch umso länger. Und so langsam geht die 4-fach Belastung (1. Unternehmen, Studium, Arbeit, brauen) auch an die körperliche Substanz. Aber ich bin froh, diesen Weg gegangen zu sein. Ich habe viel gelernt, hatte ne Menge Spaß und eine Menge neue Leute kennen gelernt. Und Nebenbei verdiene ich noch ein wenig Geld. ;-)
Aber: den von mir angesetzten Benchmark von 1000l pro Monat werde ich definitiv nicht mal so eben nebenbei erreichen. Denn für 3 mal brauen + alles was hinten dran hängt im Monat habe ich keine Zeit.
Aber hey: Ich habe gestern erfahren, dass die Brauerei auf ein 1200l Sudwerk umsteigt. Wenn das noch dieses Jahr klappt, wer weiß. ;-)

/Update

Es gab leider ein paar Probleme mit der gewählten Hefe. Trotz der Zugabe der dreifachen Menge kam die Gärung erstmal nicht an. Nun haben wir noch eine Lager-Hefe zugegeben, und nun geht´s los. Durch die Erwärmung dabei und das CO2 etc. wird dann auch die Ale-Hefe wieder etwas aktiver werden. Tja, die Tücken, wenn man eben nicht Standard 0815-Zutaten verwenden will...
Aber egal: Das beißt der Maus kein Hoden ab - das Bier wird trotzdem extrem lecker, das Aroma der Hefe wird nur etwas geringer ausfallen, was bei derartig viel Hopfen eh nicht sooooo durchkommen würde. Der Geruch ist schon mal bombastisch.