Direkt nach: wie zur Hölle braue ich denn die paar hundert Liter und was brauche ich für Voraussetzungen?
Letzteres wurde ja schon ein wenig im letzten Blogeintrag beschrieben, nun soll es um das Kerngeschäft gehen:
Bier.
Denn ohne Bier auch keine Brauerei.
Doch bei der Vielzahl der Biere die es gibt, wie sollen sich meine von anderen Bieren unterscheiden und damit hoffentlich auch durchsetzen? Was sollen sie ausstrahlen?
Was schmeckt dem Deutschen denn überhaupt?
Fragen über Fragen.
Fangen wir mit dem deutschen Biermarkt an:
96 Mio Hektoliter Bier, davon 50% Pils. Gefolgt von Export und Weizen. Craft-Biere (auch wenn der Begriff bei Bier-Stilen Schwachsinn ist zu verwenden) machen immer noch nur einen kleinen Anteil aus.
Doch warum ist das so?
Neben dem Preis und das die meisten Leute einfach nicht über ihr Standard-Pils hinauskommen hört man vor allem meist eins:
"Ja, schmeckt schon, aber da trinkt man 1-2 und dann ist gut."
Und warum?
Oft sind die Aromen in den Bieren meiner Meinung nach nicht ausgewogen oder sie schmecken einfach wie ein 0815 Bier nur etwas besser. Dafür dann 1,5 mehr pro Flasche bezahlen? Das werden die wenigsten.
Beispiel IPAs: IPA ist für mich der König der Bierstile. Es vereint Malzigkeit, durch die hohe Stammwürze (und damit auch Alkohol) und die verschiedensten Hopfenaromen durch eben den Hopfen. Das Problem bei dem Stil ist aber leider, dass das Bier für die meisten einfach zu bitter ist. Wenn man sich dran gewöhnt, ist das kein Problem. Aber wenn man ein Bier trinkt wo man als Neuling beim ersten Schluck die Miene verzieht aufgrund der Bittere: Dann kauft man das einfach nie wieder. An Douple IPAs komm aber selbst ich nicht ran. :-P
Dann zu den Aromen: Will der deutsche Biertrinker überhaupt Fruchtaromen im Bier haben oder muss es eine geschmacklose und lediglich bittere Plörre sein?
Ich sage: Ja, er will! Er weiß es nur noch nicht! ;-)
Fast alle (bis auf einer bisher) die meine Biere probiert hatten waren begeistern. Begeistert zum einen wie Bier schmecken kann, und zum anderen auch was man halt eigentlich alles an Aromen überhaupt herkriegt.
Meine Schlussfolgerung also:
Brau deine Biere so, wie du es selbst magst!
Eine gute Basis aus Malz, dazu eine fruchtige Hefe und eine ganze Ladung Hopfen - aber so, dass das Bier reich an Aromen, aber relativ arm an Bittere ist.
Kurzum: Es muss einfach ein sehr geiles, frisches, innovatives und vor allem trinkbares Bier sein. Eins, was du den ganzen Abend trinken kannst ohne das du es satt bekommst.
Zum Start (das heißt bis zum Sommer) sind 4 Biere geplant. Hier einfach mal die Beschreibung von der Webseite dann:
Unser erstes in doppelte Hinsicht - Das Ruby
Spoiler:
Der König der Bierstile - Der King
Spoiler:
Unser etwas anderes Sommerbier: Das Mountain
Spoiler:
Die Sanftmütige - Unser Prinzessin
Das süffig milde - Ka´Radler
Spoiler:
Nun, ich denke spätestens jetzt sollte jedem klar sein, dass die Biere definitiv alles andere als Standardkost sind. ;-)
Wie immer: Bei Fragen und Anregungen stehe ich immer gerne jederzeit zur Verfügung!
Und genau weil die meisten Biere eben zu stark im Aroma sind und von der "Norm" zu hart abweichen, werde diese nie komplett massentauglich sein. Ich will innig hoffen, dass du mit deinem Bier / Bieren vll. ne kleine Revolution starten kannst, bezweifle es aber stark.
Einen Kasten würde ich nicht nehmen - aber zumindest nen Sixxer oder so ne "Auswahl" ;-)
Klar, einen klassischen 0815 Pilstrinker wird man da nicht gewinnen, ist aber auch nicht unbedingt mein Anspruch. Manche wollen eben geschmacklos beim Bier. Manche trinken Wasser pur, manche mit Geschmack. Jeder wie er mag halt.