Nach 10 Tagen Brauzeit ist nun auch mein drittes Bier fertig und extrem lecker geworden. Nun muss es nur noch nachgären (etwa 1 Woche in der Wohnung) und reifen (Rest bis zum Fest, im Keller).

Nachdem das Otter Intern Pale Ale bzw. das Marris Otter Malz mich persönlich geschmacklich etwas enttäuscht hat (nicht aber die Verkoster) und Monomalz scheinbar einfach nicht so toll ist freue ich mich umso mehr, dass das neue richtig gut geworden ist und das Red Intern Pale Ale keine Eintagsfliege war.

20,80 Flaschen sinds geworden (die 0,8er Resteflasche ist gut mit Hopfen gespickt und wird wie gewohnt nächste Woche nach der Flaschengärung verkostet).
Damit etwa 2-3l weniger als eigentlich gedacht (gedacht waren ja 24l, abzüglich ca. 1l Verlust den man leider immer hat), aber immer noch sehr gut. Leider bleibt es deswegen aber bei 2x2 Kostproben die ich verschicke. Eine davon bekommt Rasta, und eine bekommt ein Teamkollege von mir.

Gekostet haben wir natürlich auch, vom Rückstand im Läuterbottich. Der bestand allerdings gut hälftig aus Hopfen und hälftig aus Bier.
Geschmacklich ist es wirklich sehr gut geworden. Die Säure, die noch am Dienstag zu schmecken war ist weg. Das Malz bietet eine sehr gute (kein Monomalz halt), runde, wenig süßliche Basis auf dem dann der frische, von Citrusaromen geprägte Hopfen gestellt wird. Dazu das leicht haarzige vom Chinook.
Geschmacklich konnte man den Zimt, vermutlich aufgrund der veganen Fleischeinlage, noch nicht so richtig wahrnehmen. Wahrscheinlich wird man dies auch nicht unbedingt, aber er passt sehr gut zum Malz und rundet den Geschmack noch einmal ab. Dafür konnte man aber eine angenehm leicht würzig/feurige Note und ein leichtes Brennen im Hals bewundern. Da ich vermute, dass dies nicht von den Hopfenresten kommt schreibe ich dies mal dem Zimt zu.

Sehr sehr geil auf jeden Fall!

Die Farbe ist auch genial. Ein schönes, sattes braun mit einem rotstich. Nicht so schokig wie noch im Gärfass, aber sehr appetitlich.


Bilder gibt es gerade noch keine. Diese werden aber nächste Woche nachgeliefert, wenn das Bier verkostet wird und in einem ansprechenden, ihm würdigen Glas aufthronen darf. ;-)

Update

So, die ersten 2 Fläschchen sind getrunken. Zum einen die Probierflasche von dem auch die letzten Bilder sind, und eine mittlere Abfüllung.



Ein schönes dunkles sattes braun, etwas dunkler als bei der Abfüllung. Die Schwebstoffe sind natürlich Hopfen. Deswegen auch Probierflasche für den Brauer, in der normalen Abfüllung ist nicht ganz so viel Grüneinlage drin. ;-)

Geschmacklich wirklich sehr gut geworden, auch wenn man leider den Zimt so gut wie gar nicht schmeckt. Aber das ist wirklich nicht schlimm. ;-)

Aber bevor ich, der ja eh parteiisch ist, viel Schreibe: Hier einfach mal die Rezension von rasta, denn besser und ausführlicher kann man ein Bier wohl kaum beschreiben. ;-)
Vielen Dank für die überaus positive Kritik und auch die leckeren Probierflaschen vom Nikolator der Braumanufaktur, ein gefährlich süffiges Bockbier mit feinen Aromen (über-)reifer Banane.

Also... ich habe mir grade mal deinen Zimtstern gegönnt.
Hier die Notizen.

Allgemein
Kräftiger Plopp
Farbe tiefbraun leichter rotstich
Blume sehr stabil
Heferand auf der Flasche, aber keine groben Schwebstoffe.
Homogener Trub.

Geruch
Hefe, Zitrone, trockenaprikose, starke Nase

Geschmack
Feinperlig, etwas zu viel für real ale aber perfekt für IPA.
Sehr mild auf der Zungenspitze, zarte aber noch spürbare Süsse.
Leicht rauchige bzw harzige Malzbittere, Kräftige dominierende Hopfenbittere, die nach zwei Atemzügen als Volumen explodiert.
Zitrone und trockenaprikose
Langanhaltend nicht aufdringlich.
Woweffekt
Sehr unterschwelliger Zimt, note geht gegen die Hopfennoten etwas unter. Harmonisch.

Absolut hammer gutes Sommerbier, da süffig mit saftigen Fruchtnoten und feiner Perlung. Zimt geht erwas unter.

9,5/10 :)