Nun ja, nichts Neues ist nicht ganz korrekt. Seitdem wir am 18. Oktober 2018 den Kaufvertrag unterschrieben haben ist einiges passiert, man sieht es aber nur auf dem Konto.
Für die, die sich mit dem Thema Eigentumserwerb nicht auskennen eine kleine Auflistung, was an bürokratischen Dingen passiert:
  1. Finanzierung
    Wir haben das Grundstück direkt von der Gemeinde erworben und nachdem es für uns reserviert wurde mussten wir der Gemeinde einen Finanzierungsnachweis liefern. Da wir aktuell noch nicht wissen, mit welchem Bauträger wir was für ein Haus in welcher Größe und vor allem zu welchem Preis bauen, haben wir uns für eine Zwischenfinanzierung entschlossen. Das bedeutet, dass wir mit dem Kreditinstitut unserer Wahl einen Kreditvertrag über den Kaufpreis des Grundstücks abgeschlossen haben. Dieser hat die Option, dass man jederzeit eine hundertprozentige Tilgung tätigen kann. Somit bezahlen wir aktuell monatlich nur einen kleinen Betrag für die Finanzierung
    Somit wird dann ein nächstes Gespräch mit der Bank über die Gesamtfinanzierungssumme nötig sein und die Formel wie folgt aussehen:
(Kaufpreis Grundstück – bis dato getilgte Summe) + Hauspreis – Eigenkapital = Gesamtfinanzierungssumme.
  1. Kaufvertrag
    Während des Notartermins wird durch den Notar der gesamte Kaufvertrag verlesen. Glücklicherweise ist dieser beim Grundstückskauf nicht sehr lang (ca. 10 Seiten). Der Termin dauerte in etwa 1,5 Stunden. Ich war mal bei einem Notartermin dabei wo die gesamte Baubeschreibung eines Hauses Teil des Kaufvertrags war, dort wurden fast 70 Seiten verlesen. Das war sehr zäh.
    Nach der Verlesung wird dann die Unterschrift durch die Käufer und Vertreter der Gemeinde gesetzt. Daraufhin folgt dann die Eintragung in das Grundbuch und wir sind offiziell Eigentümer. Eintragung ins Grundbuch inkl. Grundschuld kostet in etwa 0,5 bis 1% des Kaufpreises.
    Der Notar selber bekommt dann für seine Tätigkeiten auch einen Obolus von etwa 1% der Kaufpreissumme.
  2. Unterlagen
    Für die Finanzierung benötigen die Banken einige Unterlagen die man bei Landkreisen oder sonstigen Instituten (kostenpflichtig) beantragen muss. Beispielsweise einen Auszug aus dem Liegenschaftskataster und ein Baulastenverzeichnis. Beides ist in ähnlicher Form zwar Anlage des Kaufvertrages, es muss aber die offizielle Variante sein. Da fragt man sich, ob es nicht einfach nur Geldmacherei ist?
Wo man allerdings schon etwas sehen kann ist auf dem Gelände selbst. Am 26. November 2018 wurde offiziell die Baureife bescheinigt, d. h. für alle Bauherrinnen und Bauherren, die schon in den Startlöchern sitzen: kann losgehen!
Dieser Termin war eigentlich für Ende Oktober angesetzt, dieser hat sich dann aber aufgrund schlechter Projektplanung um einige Wochen verzögert. Über soziale Netzwerke haben sich einige künftige Nachbarn auch herzlich darüber ausgelassen. Unser Vorteil, dass wir noch gar nicht so weit sind und auch keinen Termindruck haben.

Mitte Dezember waren wir dann das erste Mal wieder auf dem Gelände und sind fast hinten rüber gefallen, wie viel sich bereits getan hat. In nicht mal vier Wochen waren schon fünf oder sechs Häuser im Rohbau hochgezogen, Richtfeste gefeiert und zum Teil sogar Fenster drin.


Momentan sind wir noch weiterhin in Gesprächen mit Bauträgern. Wir haben jetzt mit acht Firmen gesprochen, vier Angebote und drei Firmen im engeren Auswahlkreis.
Uns stellt sich aktuell eine gewaltige Grundsatzfrage: Massiv oder Fertighaus? Hat vielleicht jemand der Elite Erfahrungen, auf die man zurückgreifen kann? Gerne PN an mich ????


Hier die Großgrundbesitzerin bei der Begutachtung ihrer Ländereien.