I. Allgemeine Worte und Themenvorstellung
II. Kurze Zusammenfassung von Zeit für Wandel
III.
a. Riot Preisgeld, Branchenprimus
b. TI Preisgeld
aa. Gfinity als positives Beispiel
c. "Neue" Turniere???
aa. Regionalisierung (wo bleibt das Niveau)
d. TI war/ist/wird Primus beleiben
e. Wie zeigt sich an Druck das Spieler zurücktreten?
aa. Die Szene ist voll
f. Qualität nun doch durch Geld? Oder wo sollen die gewünschten (Top-)Spiele herkommen?
IV. Am Ende war der Wunsch Vater des Gedanken

Zu I.:
Eine Woche ist es nun her, dass Varmendrion seinen Artikel Zeit für Wandel nach dem Superturnier veröffentlicht hat. Dabei fordert er unter anderem eine strukturelle Veränderung in der Turnierlandschaft und hinterfragt dabei die Position des The International.
Ob der größte Preisgeldpool aller Zeiten im Gleichschritt mit dem besten Turnier aller Zeiten einher geht ist nicht von Relevanz. Die Frage ist wie sich ein Turnier mit den Ausmaßen eines The International in die verbleibende Turnierlandschaft einfügt.

Bei dieser Frage hat Valve sich wie Riot für den Weg eines von Dritten unabhängigen Turniers entschieden. Hingegen entschied sich Rivale Blizzard mit der WCS-Serie dazu auch die von Dritten veranstalteten Turniere miteinzubeziehen.
Es dürfte unbestrittene Tatsache sein, dass man ein Aushängeschild benötigt, welches Etikett daran klebt, TI, WCS oder LCS, ist unerheblich. Wenn Varmendrion also Platz für neue Turniere oder mehr Platz zum Wachsen für die bisherigen fordert, fordert er damit aber eben auch ein kleines The International. Er begründet seine Forderung mit der Feststellung Preisgeld alleine würde per se noch kein großartiges Turnier herbeiführen und entlastet Valve mit der Aussage die Planung wäre weit vor dem TI selbst abgeschlossen gewesen, wodurch man keine Chance gehabt hätte entsprechend zu reagieren.
Es mag dahingestellt sein, wann Valve seine Planung für TI4 abgeschlossen und wem zu welchem Zeitpunkt mitgeteilt hat. Die Aussage wird unabhängig davon nicht weniger falsch. Das Format des wichtigsten Turniers des Jahres, kann man vernünftig bereits festlegen ohne auch nur einen Hauch von Ahnung über den finalen Preisgeldpool zu haben. Die Produktion selbst wird durch ein umfangreicheres Kompendium, einen Anfängerstream und einer Konferenzschaltung als besser dargestellt als sie ist. Ein umfangreicheres Kompendium verursacht bei weitem keinen Aufwand der als besonders beachtenswert zu betrachten ist. Purge und Co haben unstrittig einen sehr guten Job gemacht, in Teilen vielleicht sogar besser als der englische Maincast, doch ein solches Angebot entspricht auch nicht der